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Beschreibung
vor 4 Tagen
In Folge 161 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir „Ask
YouTube“, Googles neue KI-Suche innerhalb von YouTube. Die
Funktion erstellt aus Videos, Shorts, Texten und einzelnen
Videosegmenten komplette Antwortseiten. Für Nutzer kann das ein
großer Komfortgewinn sein, weil sie schneller konkrete
Informationen finden.
Kritisch diskutieren wir aber, was das für Creator bedeutet: Wenn
nur noch Ausschnitte konsumiert werden, könnten Watchtime,
Monetarisierung und Product Placements leiden. YouTube wird damit
immer mehr zur Antwortmaschine – ähnlich wie Google Search mit AI
Overviews.
Danach geht es um die neue SAP API Policy und die Frage, wie
stark SAP den Zugriff auf Kundendaten und SAP-nahe Geschäftslogik
regulieren darf. Wir diskutieren, ob SAP damit legitime
Sicherheits- und Qualitätsinteressen verfolgt oder vor allem
versucht, externe KI-Anbieter auszusperren und die eigene
KI-Schicht rund um Joule, BTP und Business Data Cloud zu
schützen. Die zentrale Frage: Wem gehört im KI-Zeitalter
eigentlich die Intelligenzschicht über Unternehmensdaten?
Ein weiteres Thema ist die Beobachtung, dass KI Effizienzgewinne
teilweise wieder auffrisst. KI macht es sehr leicht, mehr Mails,
Konzepte, Protokolle, Fragebögen, Apps oder
Ausschreibungsunterlagen zu erzeugen. Dadurch spart der Sender
Zeit, aber auf der Empfängerseite entsteht neue Arbeit: lesen,
einordnen, beantworten, verarbeiten, prüfen oder reviewen.
Beispiele sind überlastete App-Review-Teams, KI-generierte
Ausschreibungen, mehr Klagen durch KI-Unterstützung und
zusätzlicher Aufwand in Unternehmen. Die Kernthese: KI senkt die
Produktionskosten von Output, aber nicht automatisch die
Verarbeitungskosten.
Zum Abschluss sprechen wir über den geplanten Meta-Deal mit Manus
AI, der von chinesischen Behörden gestoppt und offenbar
rückabgewickelt werden soll. Manus gilt als Agentic-AI-Plattform,
also als KI, die nicht nur antwortet, sondern Aufgaben ausführt.
China begründet den Eingriff mit nationaler Sicherheit. Für Meta
ist das strategisch relevant, weil der Konzern im Wettbewerb mit
OpenAI, Google und Anthropic aufholen will. Die größere
Einordnung: KI wird zunehmend wie kritische Infrastruktur
behandelt – vergleichbar mit Halbleitern oder anderen
strategischen Technologien.
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