Podcaster
Episoden
26.02.2026
35 Minuten
In Folge 157 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über das
angekündigte Apple-Event Anfang März und diskutieren die Gerüchte
rund um ein günstiges MacBook, ein mögliches iPhone 17e, neue
M5-MacBooks und iPad-Updates – vor allem aber über mögliche neue
AI-Devices. Gleichzeitig schauen wir auf OpenAI, wo trotz
200-köpfigem Hardware-Team bislang fast schon klassische Konzepte
wie Smart Speaker, Lampen oder Smart Glasses in der Pipeline sind
– und fragen uns, ob das wirklich der große nächste Wurf ist.
Auch die Rolle von Nvidia in der neuen Finanzierungsrunde
beleuchten wir: strategische Partnerschaft oder vorsichtige
Distanzierung?
Ein weiteres großes Thema: Australien steigt überraschend zum
drittgrößten KI-Investitionsstandort auf – mit massiven
Milliardeninvestitionen in Rechenzentren, GPU-Kapazitäten und
Infrastruktur. Wir diskutieren, warum gerade Australien
geopolitisch und energiepolitisch attraktiv ist – und was das
global bedeutet.
Wir analysieren eine brisante Meldung von Amazon: Hacker konnten
mithilfe kommerzieller KI-Tools innerhalb weniger Wochen über 600
Firewalls in 55 Ländern kompromittieren – meist durch simple
Schwachstellen. Gleichzeitig geraten klassische Security-Aktien
unter Druck, weil KI Sicherheitslücken schneller findet als
spezialisierte Tools. Ein paradoxes Spannungsfeld: Dieselbe KI
stärkt Angreifer und entwertet Verteidiger.
Außerdem sprechen wir über den überraschenden Rückzug von
Perplexity aus dem Werbegeschäft – aus Sorge um Nutzervertrauen –
und ordnen ein, ob das strategische Weitsicht oder eher ein
Zeichen beginnender Marktkonsolidierung ist.
Zum Abschluss geht es um autonome Fahrzeuge: Die Aktie von
DoorDash steigt deutlich – unter anderem wegen optimistischer
Prognosen. Und wir erzählen die absurde, aber reale Geschichte,
dass selbstfahrende Autos von Waymo stehen bleiben, wenn eine Tür
nicht richtig geschlossen ist – und dann per DoorDash jemanden
bestellen, der sie für 11,25 Dollar zuschlägt. Ein perfektes
Beispiel dafür, wie Hightech am Alltag scheitern kann – und wie
Systeme sich gegenseitig stützen.
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12.02.2026
35 Minuten
In der Folge 156 von Schlaflos dank Seattle macht Google den
Auftakt: Mit einer scheinbar kleinen UI-Änderung (der „Mehr
anzeigen“-Button bei den KI-Zusammenfassungen) schiebt Google
Nutzer:innen noch stärker in einen Chatbot-ähnlichen KI-Modus, in
dem klassische organische Suchergebnisse praktisch verschwinden.
Unsere These: Das ist mehr als Kosmetik – es ist ein
strategischer Shift weg von „Suche“ hin zur „Antwortmaschine“ und
damit massiver Druck auf Webseitenbetreiber. Gleichzeitig
entsteht ein neuer Walled Garden: Google kann die Mauern
hochziehen, weil Gemini inzwischen gut genug ist, um die User im
System zu halten.
Im Kontrast dazu steht Apple: Das Paradebeispiel eines
geschlossenen Ökosystems wirkt beim KI-Thema verwundbar. Wir
diskutieren, warum der Apple-Walled-Garden bröckelt – weil Siri
und Apple Intelligence nicht liefern. Kooperationen mit ChatGPT
und perspektivisch Gemini sind weniger Kür als Pflicht, um den
Anschluss nicht zu verlieren. Das Dilemma: Statt „alles aus einer
Hand“ droht ein Flickenteppich aus Partnern.
Danach geht’s zu Amazon/MGM: Amazon testet KI-Tools für Film- und
TV-Produktionen – offiziell unterstützend, nicht ersetzend. Für
uns logisch und typisch Amazon. Am Ende profitiert auch AWS.
Gleichzeitig stellen wir die Frage, ob KI für bessere Inhalte
sorgt – oder für noch mehr austauschbaren Content.
Ein weiterer Block dreht sich um die Old Economy als
KI-Profiteur: Zulieferer, Materialhersteller und
Infrastrukturplayer erleben durch den Datacenter- und KI-Boom
einen zweiten Frühling. Jede Tech-Welle schafft neue, oft
unerwartete Gewinner.
Zum Schluss sprechen wir über OpenClaw, ein Open-Source-Projekt
für autonome KI-Agenten, die selbstständig Workflows ausführen
können – inklusive E-Mails, Terminen und Systemzugriffen. Wir
beleuchten das enorme Potenzial, aber auch die Risiken:
Sicherheitslücken, fehlende Kontrolle und manipulative
Dynamiken.
Von dort geht es weiter zu Moltbook, einer Art Social Network für
KI-Agenten, und zur Idee „Rent a Human“ – Menschen als
ausführende Instanz für Agenten. Unsere zentrale Frage: Wenn KI
nicht nur antwortet, sondern handelt – wie sichern wir
Transparenz, Kontrolle und Vertrauen?
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29.01.2026
44 Minuten
In der Folge 155 von Schlaflos dank Seattle beginnen wir mit dem
Thema Agentic Commerce: Nachdem wir in der letzten Folge über
Googles Universal Commerce Protocol gesprochen haben, schauen wir
nun darauf, wie Amazon sich aktuell positioniert.
Amazon blockiert weiterhin Drittanbieter-Agenten auf der eigenen
Plattform, signalisiert aber laut CEO Andy Jassy grundsätzlich
Gesprächsbereitschaft. Parallel testet Amazon mit „Buy for Me“
einen eigenen KI-Shopping-Agenten, der über die Amazon-App auch
auf externen Webseiten einkauft. Wir ordnen ein, warum Amazon
kein Interesse daran hat, „einer von vielen“ in offenen
Protokollen zu sein, sondern langfristig sein eigenes
Technologie- und Advertising-Ökosystem absichern will – inklusive
möglicher Ambitionen rund um Alexa und Alexa Plus.
Im nächsten Teil sprechen wir über OpenAIs Monetarisierung im
E-Commerce. Anlass ist die Shopify-Integration, bei der OpenAI
rund 4 % Provision auf erfolgreiche Transaktionen verlangen soll
– zusätzlich zu bestehenden Shopify- und Zahlungsgebühren. Wir
diskutieren, warum diese Gebühr im Vergleich zu klassischen
Marktplätzen eher moderat wirkt, für welche Geschäftsmodelle sie
sinnvoll sein kann und wo Händler Gefahr laufen, zum
gesichtslosen Anbieter zu werden. Zentrale Faktoren sind dabei
Produktdatenqualität, KI-Readiness und die Frage, wie
Markenbindung entsteht, wenn der Kauf komplett im Chat
stattfindet.
Daran anschließend geht es um Werbung in ChatGPT. OpenAI rollt
kontextuelle Ads für kostenlose Nutzer und günstige Abos aus –
mit sehr hohen TKPs von rund 60 US-Dollar. Wir ordnen das als
Premium-Branding-Umfeld ein, sprechen über mögliche
First-Mover-Effekte, aber auch über Risiken für Nutzervertrauen
und die wahrgenommene Neutralität von KI-Antworten.
Danach wechseln wir auf die Chip- und Infrastrukturebene. Wir
sprechen über Nvidias Vendor-Financing-Strategie rund um
CoreWeave, Microsofts Maia-200-Chip als wirtschaftlichen Hebel
gegen explodierende Inference-Kosten und darüber, wie sich die
gesamte KI-Supply-Chain immer weiter verzweigt. Beispiele wie der
japanische Sanitärhersteller Toto, der mit Keramik-Komponenten
für die Halbleiterfertigung stark profitiert, zeigen, wie tief
der KI-Boom inzwischen in klassische Industrien
hineinreicht.
Im geopolitischen Kontext diskutieren wir, warum China trotz
US-Freigabe keine Nvidia-H200-Chips importieren will und
stattdessen konsequent auf eigene Chip-Strategien setzt.
Zum Abschluss geht es um AI-Fraud und Scams. Die Anzahl der
Betrugsfälle steigt nicht mehr stark, die Angriffe werden aber
durch KI deutlich professioneller und schadensintensiver.
Deepfakes, automatisierte Social-Engineering-Angriffe und leicht
verfügbare Tools senken die Einstiegshürde massiv.
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15.01.2026
40 Minuten
Wir starten in der ersten Folge von Schlaflos Dank Seattle in
2026 (Folge 154), mit Apple und Google: Apple setzt bei Siri und
Apple Intelligence auf Gemini. Wir ordnen ein, warum Apple damit
Zeit gewinnt und sich auf User Experience statt eigene KI-Modelle
fokussiert und weshalb der Deal für Google trotz kleiner
Lizenzsumme strategisch extrem wertvoll ist (Distribution,
Momentum, KI-Comeback).
Anschließend geht es um Apples Servicegeschäft, das 2025 ein
Rekordjahr hingelegt hat. Services sind Apples stabiles Rückgrat
– KI dient hier als leiser Enabler für Fitness, Health, TV, Music
und Payments, nicht als Showeffekt.
Danach schauen wir auf Amazon: Alexa+ wird breit ausgerollt (97 %
von 600 Mio. Geräten) inklusive Web-Zugang über alexa.com. Alexa
entwickelt sich vom Voice-Assistant zum geräteübergreifenden
KI-Agenten. Ergänzt wird das durch die Übernahme des
AI-Wearable-Startups Bee.
Ein weiterer Block dreht sich um Health-KI: OpenAI startet
ChatGPT Health, Anthropic kontert mit Claude for Healthcare. Wir
sprechen über Spezialisierung, Compliance und Vertrauen in einem
milliardenschweren Markt.
Außerdem diskutieren wir KI-Shopping: Googles Buy-Buttons in
Gemini, das Universal-Commerce-Protokoll und die neue Doppelrolle
als Händler-Enabler und Gatekeeper.
Zum Schluss geht es um Walmart und Drohnenlieferungen, die von
Pilotprojekten auf Hunderte Standorte skaliert werden. Ein
Beispiel dafür, wie langfristige Infrastrukturarbeit echten
Impact schafft.
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31.12.2025
53 Minuten
In der Folge 153 von Schlaflos dank Seattle, unserer
Re-Assessment-2025-Folge, sprechen wir darüber, wie sich die
großen Tech-, Plattform- und KI-Versprechen des Jahres
tatsächlich entwickelt haben – jenseits von Ankündigungen,
Keynotes und Schlagzeilen. Wir ziehen Bilanz: Was ist Realität
geworden, was steckt fest, und wo zeigt sich erst jetzt die
strategische Tragweite?
Im Fokus stehen dabei die großen Plattformen und ihre
Machtverschiebungen. Wir schauen auf Apple zwischen CarPlay
Ultra, Satellitenstrategie, Siri-Verzögerung und dem
Formel-1-Deal – und fragen, ob Apples Zurückhaltung Ausdruck von
Plan oder von Orientierungslosigkeit ist. Parallel beleuchten wir
TikTok zwischen politischer Hängepartie in den USA, wachsendem
E-Commerce-Ambitionsniveau in Europa und der Frage, ob Social
Commerce hier wirklich skaliert oder gerade erst seine
Anlaufphase verlässt.
Ein zentrales Thema der Folge ist der Kampf um Distribution,
Daten und Checkout: Amazon baut sich mit Haul, Optics, Kuiper und
Logistik-Services immer tiefer als Infrastrukturplayer ein,
während OpenAI und Perplexity mit eigenen Browsern eine neue
Datenschicht etablieren wollen. Cloudflare versucht mit „Pay per
Crawl“ erstmals, das offene Web gegen KI-Scraping zu
monetarisieren – mit unklaren Folgen für Publisher und
Plattformen.
Wir sprechen außerdem über den Status von KI im
Unternehmenskontext: Warum Private- und Sovereign-AI-Ansätze vom
Randthema zum Management-Standard geworden sind, wie Uber
Datenannotation als eigenes Geschäftsmodell skaliert und warum
ChatGPT trotz Rekord-Downloads vor allem eines zeigt – dass
Reichweite nicht automatisch Kontrolle bedeutet.
Abgerundet wird die Folge durch einen Blick auf autonome
Mobilität, Regulierung, Ultra-Fast-Fashion und die zunehmende
politische Einhegung globaler Plattformen. Insgesamt ist Folge
153 kein Ausblick, sondern eine Standortbestimmung: Ein
Re-Assessment darüber, wer 2025 wirklich vorangekommen ist – und
wer vor allem gut darin war, Bewegung zu simulieren.
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Über diesen Podcast
Der Business- und Tech-Podcast für alle, die verstehen wollen, wie
technologische Innovation Märkte und Unternehmen transformiert.
Jede Episode liefert aktuelle Insights und Tech-News und
analysiert, wie neue Trends Chancen und Risiken für Unternehmen
bieten. Ob Künstliche Intelligenz, digitale Disruption oder neue
Geschäftsmodelle: Innovative Unternehmen treiben den Wandel voran
und stellen CEOs etablierter Unternehmen vor komplexe Aufgaben –
und oft schlaflose Nächte. Mehr unter: www.liquam.com
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