Podcaster
Episoden
31.12.2025
53 Minuten
Shownotes: In der Folge 153 von Schlaflos dank Seattle, unserer
Re-Assessment-2025-Folge, sprechen wir darüber, wie sich die
großen Tech-, Plattform- und KI-Versprechen des Jahres
tatsächlich entwickelt haben – jenseits von Ankündigungen,
Keynotes und Schlagzeilen. Wir ziehen Bilanz: Was ist Realität
geworden, was steckt fest, und wo zeigt sich erst jetzt die
strategische Tragweite?
Im Fokus stehen dabei die großen Plattformen und ihre
Machtverschiebungen. Wir schauen auf Apple zwischen CarPlay
Ultra, Satellitenstrategie, Siri-Verzögerung und dem
Formel-1-Deal – und fragen, ob Apples Zurückhaltung Ausdruck von
Plan oder von Orientierungslosigkeit ist. Parallel beleuchten wir
TikTok zwischen politischer Hängepartie in den USA, wachsendem
E-Commerce-Ambitionsniveau in Europa und der Frage, ob Social
Commerce hier wirklich skaliert oder gerade erst seine
Anlaufphase verlässt.
Ein zentrales Thema der Folge ist der Kampf um Distribution,
Daten und Checkout: Amazon baut sich mit Haul, Optics, Kuiper und
Logistik-Services immer tiefer als Infrastrukturplayer ein,
während OpenAI und Perplexity mit eigenen Browsern eine neue
Datenschicht etablieren wollen. Cloudflare versucht mit „Pay per
Crawl“ erstmals, das offene Web gegen KI-Scraping zu
monetarisieren – mit unklaren Folgen für Publisher und
Plattformen.
Wir sprechen außerdem über den Status von KI im
Unternehmenskontext: Warum Private- und Sovereign-AI-Ansätze vom
Randthema zum Management-Standard geworden sind, wie Uber
Datenannotation als eigenes Geschäftsmodell skaliert und warum
ChatGPT trotz Rekord-Downloads vor allem eines zeigt – dass
Reichweite nicht automatisch Kontrolle bedeutet.
Abgerundet wird die Folge durch einen Blick auf autonome
Mobilität, Regulierung, Ultra-Fast-Fashion und die zunehmende
politische Einhegung globaler Plattformen. Insgesamt ist Folge
153 kein Ausblick, sondern eine Standortbestimmung: Ein
Re-Assessment darüber, wer 2025 wirklich vorangekommen ist – und
wer vor allem gut darin war, Bewegung zu simulieren.
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18.12.2025
40 Minuten
In Folge 152 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die
Ernennung von Denise Dresser zur Chief Revenue Officer bei OpenAI
und darüber, was diese Personalie über die aktuelle Strategie des
Unternehmens verrät. Wir ordnen ein, warum OpenAI mit einer
ehemaligen Slack-CEO und Salesforce-Managerin klar auf
Enterprise-Vertrieb, Monetarisierung und Governance setzt – und
ob das noch zu „Code Red“, also dem ausgerufenen Fokus auf
Produkt und Customer Experience, passt.
Anschließend schauen wir auf Googles Android-XR-Ankündigungen.
Unser Fazit: Entscheidend ist weniger die Brille als das
dahinterliegende Android-Ökosystem. Mit vielen Hardwarepartnern
und Millionen Entwicklern könnte XR erstmals aus der Demo-Ecke
herauskommen und im Business ankommen – etwa in Wartung, Montage
und Field Service.
Im dritten Teil diskutieren wir eine Postbank-Studie, nach der
große Social-Media-Plattformen bei Jugendlichen an Nutzung
verlieren. Für uns ist das kein „Death of Social Media“, sondern
ein Shift hin zu Dark Social, privaten Accounts und geschützten
Communities – mit spürbaren Konsequenzen für Brand- und
Reichweitenstrategien.
Darauf aufbauend geht es um Googles KI-Zusammenfassungen in
Google News und die parallele kartellrechtliche Untersuchung der
EU. Wir sprechen über Zero-Click-Search, selektive Zahlungen an
große Verlage und die Frage, wer künftig noch über Inhalte und
Reichweite entscheidet.
Zum Abschluss ordnen wir die Hochstufung von Wärtsilä durch die
Bank of America ein und sprechen darüber, warum Energie und
Data-Center-Power zum kritischen Faktor für KI und
Digitalisierung werden. Unser Fazit: KI ist längst nicht mehr nur
Software – sie ist Infrastruktur
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04.12.2025
40 Minuten
In Folge 151 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die
zunehmenden Cyberangriffe auf den deutschen Mittelstand und die
wachsenden Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Wir
diskutieren, warum besonders kleine und mittlere Unternehmen von
professionellen Ransomware-Gruppen angegriffen werden, welche
Rolle historisch gewachsene IT-Landschaften spielen und wie
regulatorische Anforderungen wie die NIS2-Richtlinie das Thema
zusätzlich verschärfen
Anschließend beschäftigen wir uns mit dem überraschenden Comeback
von DeepSeek, das nach einer Phase auffälliger Zurückhaltung
plötzlich zwei neue Modelle – DeepSeek 3.2 und 3.2 Special –
veröffentlicht hat. Wir sprechen über deren Leistungsfähigkeit,
die Positionierung zwischen Open-Source-Modellen und
High-End-Lösungen wie GPT-5 oder Gemini 3, das Thema
Kostenreduktion und die strategischen Herausforderungen rund um
Distribution und Vertrauen.
Danach geht es um OpenAIs ungewöhnliche Beteiligung an Thrive
Holdings – ein Kreislaufgeschäft, bei dem OpenAI
Engineering-Leistungen in Portfoliounternehmen einbringt und
dafür Anteile erhält. Wir diskutieren, ob dies ein sinnvoller
strategischer Schritt oder ein Symptom einer entstehenden
KI-Bewertungsblase ist, welche Ziele Thrive eigentlich verfolgt
und warum OpenAI trotz „Code Red“ möglicherweise seinen Fokus
verliert.
Im Anschluss widmen wir uns Alibabas Einstieg in den Markt für
KI-Brillen. Mit den neuen Quark S1 und G1 Modellen adressiert
Alibaba den rasant wachsenden Wearables-Sektor in China und
greift Meta und Xiaomi an. Wir sprechen über Funktionen wie
Echtzeitübersetzung, Navigations-Overlays, Meeting-Transkription
und Bezahlen per Brille, die tiefe Einbindung ins Qwen-Ökosystem
sowie die strategische Bedeutung für den chinesischen und
internationalen Markt.
Darauf folgt ein Blick auf Apple und Intel: Apple plant, künftig
Low-End-M-Chips wieder bei Intel fertigen zu lassen – ein
politisch und strategisch motivierter Schritt, der weniger mit
Technologie als mit Diversifizierung, geopolitischen Interessen
und dem Label „Made in USA“ zu tun hat. Wir ordnen ein, warum
Intel trotz Qualitätslücke für Apple relevant wird und welche
langfristigen Effekte das haben könnte.
Zum Abschluss sprechen wir über Amazons neuen
Quick-Commerce-Vorstoß „Amazon Now“. Der Dienst startet in
Seattle und Philadelphia und soll Haushaltswaren und Lebensmittel
in rund 30 Minuten liefern. Wir analysieren, warum Quick Commerce
in Europa gescheitert ist, wieso er in den USA oder Asien anders
funktionieren könnte, welche Rolle Amazon Flex,
Micro-Fulfillment-Center und vorhandene Infrastruktur spielen –
und wie solche Angebote den Wettbewerb im Handel weiter
verschärfen.
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20.11.2025
26 Minuten
In unserer Jubiläumsfolge von Schlaflos dank Seattle sprechen wir
wieder über eine ganze Reihe aktueller Entwicklungen aus der
Tech- und KI-Welt. Wir starten mit OpenAI, wo deutlich wird, dass
das Unternehmen die Gesundheitsbranche stärker ins Visier nimmt.
Nicht weil es eine komplette Neuausrichtung gäbe, sondern weil
Gesundheitsfragen bereits jetzt zu den wichtigsten Use Cases
gehören. OpenAI rekrutiert Ärzte und Fachexperten, um
medizinische Auskünfte zu verbessern – ein riesiger Markt, aber
zugleich ein hochregulierter Bereich voller Risiken,
Haftungsfragen und Datenschutzthemen.
Danach sprechen wir über Googles neue Shopping-Features. Mit
Funktionen wie „Buy it for me“, automatischen Store-Telefonaten
und conversational Produktsuche versucht Google, im
Commerce-Bereich gegen OpenAI zu bestehen. Gleichzeitig entsteht
ein neuer Gatekeeper-Effekt: Händler müssen sich immer stärker an
KI-Systeme anpassen, die bestimmen, welche Produkte sichtbar
werden.
Im dritten Thema geht es um DeepSeek, das chinesische KI-Startup,
das den Westen vor einem Jahr mit einem hocheffizienten Modell
überrascht hat und einen regelrechten „Efficiency-Schock“
ausgelöst hat. Nach langer Funkstille meldet sich das Unternehmen
zurück – allerdings ungewöhnlich zurückhaltend und
pessimistischer als erwartet. Anstatt neue Durchbrüche zu feiern,
warnt ein Senior-Forscher vor den gesellschaftlichen Risiken von
KI.
Anschließend schauen wir nach Europa: Microsoft investiert zehn
Milliarden US-Dollar in ein gigantisches KI-Rechenzentrum in
Portugal, während die Schwarz-Gruppe – bekannt durch Lidl und
Kaufland – elf Milliarden in ein eigenes Mega-Datacenter in
Deutschland steckt. Beide Projekte zeigen den enormen
Infrastrukturbedarf der KI-Welt und die wachsende Bedeutung
europäischer Standorte. Besonders spannend: Die Schwarz-Gruppe
wird mit Stackit zunehmend zu einer Alternative zu
US-Hyperscalern – ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler
Souveränität.
Zum Abschluss sprechen wir über Jeff Bezos, der überraschend
wieder in eine operative Rolle zurückkehrt. Als Co-CEO des
KI-Startups Project Prometheus will er „AI for the physical
economy“ entwickeln – KI, die reale Industrien wie Fertigung,
Robotik, Raumfahrt und Supply Chains beeinflusst. Das Startup hat
bereits über sechs Milliarden US-Dollar eingesammelt und
Top-Talente aus der gesamten Branche angezogen.
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06.11.2025
45 Minuten
In Folge 149 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über
Palantirs Höhenflug und eine steigende Skepsis: Wir ordnen die
starken Quartalszahlen ein, erklären das KGV und vergleichen es
mit Microsoft und Nvidia, diskutieren die Frage, wie viel
KI-Fantasie und wie viel Substanz im Kurs stecken. Wir zeigen,
womit Palantir aktuell Geld verdient und weshalb das „AI“-Label
oft eher Vermarktung als Produktkern ist.
Danach drehen wir den Blick auf OpenAIs Mega-Einkäufe von
Rechenleistung (u. a. der neue AWS-Deal über 38 Mrd. $) und
diskutieren Multi-Sourcing, mögliche Kapazitätsengpässe, Leasing-
und Marktplatz-Logik in der Cloud sowie die Systemrisiken, wenn
eine Seite strauchelt.
Im Commerce-Teil beleuchten wir OpenAIs Checkout-Ambitionen: die
PayPal-Kooperation als Hebel für Conversational Commerce, die
Rolle von Stripe/Klarna, wiederkehrende Zahlungen und warum
Zahlungsanbieter für „Frag–Finde–Kaufe“-Journeys im Chat zentral
werden.
Anschließend geht’s um Amazons „Alexa Plus“ in der
Amazon-Music-App als erstes praktisches Testfeld der neuen,
KI-gestützten Alexa-Generation: natürlichere Dialoge, komplexe
Musik-Queries, personalisierte Playlists – und die Frage, ob
Alexa vom reinen Voice-Assistant zum echten KI-Assistenten
reift.
In der Bullshit-Corner nehmen wir Elon Musks
Robotaxi-Ankündigungen auseinander, ordnen die Realität mit
Sicherheitsfahrern und fehlenden Genehmigungen ein, erinnern an
den nie gelieferten Roadster und streifen die jüngsten
Sticheleien zwischen Musk und Altman.
Zum Schluss blicken wir nach Frankreich: Das
Wirtschaftsministerium droht Shein mit einem Verkaufsverbot – ein
Fall, der den wachsenden EU-Druck auf Temu/Shein, Fragen zu
Lieferketten, Produkt- und Marktplatzaufsicht sowie die
Glaubwürdigkeit der Plattformmodelle in Europa zuspitzt.
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Über diesen Podcast
Der Business- und Tech-Podcast für alle, die verstehen wollen, wie
technologische Innovation Märkte und Unternehmen transformiert.
Jede Episode liefert aktuelle Insights und Tech-News und
analysiert, wie neue Trends Chancen und Risiken für Unternehmen
bieten. Ob Künstliche Intelligenz, digitale Disruption oder neue
Geschäftsmodelle: Innovative Unternehmen treiben den Wandel voran
und stellen CEOs etablierter Unternehmen vor komplexe Aufgaben –
und oft schlaflose Nächte. Mehr unter: www.liquam.com
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