Feedback bekommen: Warum wir stärker reagieren als gewollt

Feedback bekommen: Warum wir stärker reagieren als gewollt

vor 1 Tag
38 Minuten
0
0 0 0
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 1 Tag

Feedback bekommen klingt einfach und fühlt sich trotzdem oft
falsch an. Nicht weil das Feedback schlecht war, sondern weil
etwas in uns darauf reagiert, das wir nicht vollständig steuern
können.


Warum das kein Charakterfehler ist, was psychologisch
dahintersteckt und was unsere Reaktionen uns eigentlich sagen
wollen. Darum geht es heute.


Hörst du Perfectly Human zum ersten Mal? Abonniere den Podcast
und hör direkt in die ersten Folgen rein.


 


Was du mitnehmen kannst:


Warum wir Feedback oft nicht wirklich zum Verbessern suchen,
sondern für Bestätigung, Sicherheit oder Orientierung


Welche drei psychologischen Mechanismen dafür sorgen, dass
Feedback uns manchmal stärker trifft als erwartet


Wie du deine Reaktion auf Feedback als wertvolle Information
lesen kannst, statt sie zu unterdrücken


Einen einfachen Dreischritt, um mit Feedback und den eigenen
Emotionen darauf besser umzugehen


Wann Feedback unfair oder unangebracht ist, und wie du damit für
dich umgehst


 


Episodenbeschreibung


Fast jeder kennt das: Du bekommst Feedback, vielleicht sogar gut
gemeint und inhaltlich richtig, und trotzdem macht in dir etwas
dich? Du rechtfertigst dich, ziehst dich zurück oder zweifelst
plötzlich an dir selbst. Und hinterher fragst du dich: Warum habe
ich eigentlich so reagiert?


Das ist kein Zufall und kein Charakterfehler. Drei psychologische
Mechanismen erklären, warum Feedback uns gerade dann stark
trifft, wenn uns etwas wirklich wichtig ist: Self-Serving Bias,
Selbstwertbedrohung und kognitive Dissonanz. Unser Gehirn
reagiert nicht auf das Feedback selbst, sondern auf das, was es
in uns berührt.


Die Appraisal-Theorie von Lazarus zeigt: Nicht das Feedback
bestimmt unsere Emotion, sondern wie wir es bewerten. Das
verändert, was möglich wird. Unsere Reaktion ist dann nicht mehr
nur etwas, das uns im Weg steht, sondern eine Information, die
uns etwas über uns selbst sagt.


Außerdem sprechen wir darüber, wann Feedback unfair oder
unangebracht ist, wie man das erkennt und wie man bewusst
entscheidet, was man annimmt und was man lässt.


Timestamps


00:01:31 Kontext


00:04:51 Warum wir Feedback suchen, und was wir wirklich wollen


00:09:32 Warum Feedback uns stärker trifft, wenn uns etwas
wichtig ist


00:15:32 Wie wir mit Feedback und unseren Reaktionen besser
umgehen


00:25:31 Umgang mit unfairem oder unangebrachtem Feedback


00:36:23 Zusammenfassung


00:38:36 Reflexion


00:40:06 Abschluss


 


Der Gedanke dieser Episode


Deine Reaktion auf Feedback ist keine Schwäche. Sie ist
Information.


Mein Gedanke dazu


Ich nehme mir Dinge schnell zu Herzen. Feedback fällt mir nicht
immer leicht, auch wenn ich fachlich genau weiß, was gerade
passiert. Was mir mehr hilft als der Versuch, cooler zu werden:
zu erkennen, dass meine Reaktion meistens nicht bedeutet, dass
etwas mit mir nicht stimmt. Sie bedeutet oft nur, dass mir etwas
wichtig ist.


 


Gab es Feedback, das dich länger beschäftigt hat als erwartet?
Etwas, das dich getroffen hat, und du weißt heute vielleicht,
warum? Oder du weißt es immer noch nicht? Ich freue mich auf
deine Perspektive in den Kommentaren.


Wenn du jemanden kennst, der das Gefühl kennt, auf Feedback zu
reagieren und hinterher zu denken: warum eigentlich?, schick ihr
oder ihm diese Folge.


Bewerte Perfectly Human auf Apple Podcasts und bei Spotify. Das
hilft enorm, damit mehr Menschen den Podcast finden.


 


Forschung & Konzepte


Feedback Seeking Behavior: Ashford, S. J., Blatt, R., &
VandeWalle, D. (2003). Reflections on the looking glass: A review
of research on feedback-seeking behavior in organizations.
Journal of Management, 29(6), 773–799


Self-Serving Bias: Mezulis, A. H., Abramson, L. Y., Hyde, J. S.
& Hankin, B. L. (2004). Is there a universal positivity bias
in attributions? A meta-analytic review of individual,
developmental, and cultural differences in the self-serving
attributional bias. Psychological Bulletin, 130(5), 711–747.


Kognitive Dissonanz: Festinger, L. (1957). A Theory of Cognitive
Dissonance. Stanford University Press.


Appraisal-Theorie: Lazarus, R. S. (1991). Emotion and Adaptation.
Oxford University Press.


 


Hier findest du mich:


Website: https://niniasimon.com


Podcast & Newsletter bei Substack:
https://niniasimon.substack.com


Instagram: @niniasimon


X: @niniasimon


LinkedIn: https://linkedin.com/in/niniasimon


Nostr:
https://njump.me/npub1e672333gatw7enzex6zckkwml5jkvra9ch3gzvyhfvv95jc8gj2q0zyu6r


This is a public episode. If you would like to discuss this with
other subscribers or get access to bonus episodes, visit
niniasimon.substack.com
15
15
Close