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vor 21 Stunden
Am Donnerstag hat die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer
begonnen, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird.
Insbesondere das Gastgeberland USA sorgt für politische
Verstimmung. Zum ersten Mal findet die WM in einem Land statt, das
zur gleichen Zeit gegen ein anderes Teilnehmerland Krieg führt. Zum
ersten Mal auch sind ganze nationale Fangruppen von der Einreise zu
WM-Spielen ausgeschlossen, etwa Fans aus Iran oder Haiti. Und zum
ersten Mal ist schon vor dem ersten Anpfiff ein von der FIFA
bestellter Schiedsrichter, Omar Artan aus Somalia, trotz gültigen
Visums am Einreiseflughafen abgewiesen worden. Nach Russland 2018
und Katar 2022 ist es das dritte Mal in Folge, dass die politische
Lage im Gastgeberland der Weltmeisterschaft die Diskussionen vor
Beginn der Spiele stärker bestimmt als alles Sportliche. Und auch
den USA unter Donald Trump darf der Versuch unterstellt werden, die
WM zum sogenannten "Sportswashing" zu benutzen, also das Ereignis
zu instrumentalisieren, um das Image des eigenen Landes
aufzupolieren. Bislang scheint das nicht wirklich zu gelingen.
Angst vor Repression der Ausländerbehörde ICE und die vollkommen
überhöhten Ticketpreise haben dafür gesorgt, dass die Hotel- und
Gastrobranche in den USA von enttäuschten Erwartungen berichtet.
Präsident Trump nimmt nicht einmal am Eröffnungsspiel der
US-Nationalmannschaft gegen Paraguay teil und feiert stattdessen am
Wochenende seinen 80. Geburtstag mit Käfigkämpfen vor dem Weißen
Haus. Wie umgehen mit dieser WM, die sportliche Superlative bietet,
weil zum ersten Mal 48 statt 32 Mannschaften teilnehmen? Und ist
diese Größe eigentlich gut, weil auch die Kleinen zum Zug kommen,
oder reine Geld- und Machtgier des FIFA-Chefs Gianni Infantino, der
damit seine Herrscherposition festigt? Wie politisch muss
Sportberichterstattung in diesen Zeiten sein? Was verspricht sich
eigentlich Mexiko von der WM? Und kann der Fußball dafür sorgen,
dass sich in Deutschland für ein paar Wochen die allgemeine Laune
ein wenig bessert? Darüber diskutiert Moderator Bernd Pickert mit
taz-Sportredakteur Andreas Rüttenauer, taz-Chefreporter Peter
Unfried und dem langjährigen Mexiko-Korrespondenten Wolf-Dieter
Vogel.
begonnen, die in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird.
Insbesondere das Gastgeberland USA sorgt für politische
Verstimmung. Zum ersten Mal findet die WM in einem Land statt, das
zur gleichen Zeit gegen ein anderes Teilnehmerland Krieg führt. Zum
ersten Mal auch sind ganze nationale Fangruppen von der Einreise zu
WM-Spielen ausgeschlossen, etwa Fans aus Iran oder Haiti. Und zum
ersten Mal ist schon vor dem ersten Anpfiff ein von der FIFA
bestellter Schiedsrichter, Omar Artan aus Somalia, trotz gültigen
Visums am Einreiseflughafen abgewiesen worden. Nach Russland 2018
und Katar 2022 ist es das dritte Mal in Folge, dass die politische
Lage im Gastgeberland der Weltmeisterschaft die Diskussionen vor
Beginn der Spiele stärker bestimmt als alles Sportliche. Und auch
den USA unter Donald Trump darf der Versuch unterstellt werden, die
WM zum sogenannten "Sportswashing" zu benutzen, also das Ereignis
zu instrumentalisieren, um das Image des eigenen Landes
aufzupolieren. Bislang scheint das nicht wirklich zu gelingen.
Angst vor Repression der Ausländerbehörde ICE und die vollkommen
überhöhten Ticketpreise haben dafür gesorgt, dass die Hotel- und
Gastrobranche in den USA von enttäuschten Erwartungen berichtet.
Präsident Trump nimmt nicht einmal am Eröffnungsspiel der
US-Nationalmannschaft gegen Paraguay teil und feiert stattdessen am
Wochenende seinen 80. Geburtstag mit Käfigkämpfen vor dem Weißen
Haus. Wie umgehen mit dieser WM, die sportliche Superlative bietet,
weil zum ersten Mal 48 statt 32 Mannschaften teilnehmen? Und ist
diese Größe eigentlich gut, weil auch die Kleinen zum Zug kommen,
oder reine Geld- und Machtgier des FIFA-Chefs Gianni Infantino, der
damit seine Herrscherposition festigt? Wie politisch muss
Sportberichterstattung in diesen Zeiten sein? Was verspricht sich
eigentlich Mexiko von der WM? Und kann der Fußball dafür sorgen,
dass sich in Deutschland für ein paar Wochen die allgemeine Laune
ein wenig bessert? Darüber diskutiert Moderator Bernd Pickert mit
taz-Sportredakteur Andreas Rüttenauer, taz-Chefreporter Peter
Unfried und dem langjährigen Mexiko-Korrespondenten Wolf-Dieter
Vogel.
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