Episode 284: Halt auf freier Strecke - Heute reden wir übers Sterben
vor 6 Tagen
Die letzten Tage eines Menschen mit schwerer
persönlichkeitsverändernder Krankheit: Andreas Dresen erzählt dies
in Halt auf freier Strecke aus dem Jahr 2014 in einem
realistischen, lakonischen Ton, der umso brutaler die Tragik der
Situation offenbart
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Wir lieben Filme und wir lieben es, über Filme zu diskutieren. Die Sache ist nur, wir haben einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack. Daher drückt jeder von uns dem jeweils anderen für die aktuelle Episode einen neuen Film aufs Auge mit dem Ziel, des...
Beschreibung
vor 6 Tagen
Frank, Anfang/Mitte 40, Lagerarbeiter, Familie mit zwei Kindern,
mitten im Leben stehend, bekommt die schlimmste Diagnose, die man
sich vorstellen kann. Ein Hirntumor, bösartig, ohne Aussicht auf
Heilung. Seine Lebenserwartung, vielleicht ein paar Monate.
Zusammen mit seiner Frau, der BVG-Fahrerin Simone, muss er darüber
nachdenken, wie er dies seinen beiden Kindern Lily und Mika
erzählen kann, wie er behandelt werden möchte, und ganz generell,
wie seine letzten Wochen auf der Erde aussehen sollen. Neben der
belastenden Strahlentherapie versucht die Familie so gut es geht,
Alltag zu leben: Schule, Sport, gemeinsame Quality Time und ein
Besuch im Tropical Island stehen auf dem Programm. Aber der Tumor
macht sich stärker und stärker bemerkbar: Frank wird von
Kopfschmerzen geplagt, verliert mehr und mehr die Orientierung und
wird immer schneller zum Pflegefall. Die letzten Tage eines
Menschen mit schwerer persönlichkeitsverändernder Krankheit:
Andreas Dresen erzählt dies in Halt auf freier Strecke aus dem Jahr
2014 in einem realistischen, lakonischen Ton, der umso brutaler die
Tragik der Situation offenbart. Immer dabei das iPhone, das den
Familienalltag in intimen Nahaufnahmen einfängt. Auch immer dabei,
der Tumor, zuerst als abstrakte Angst, dann als Terror im
familiären Alltag, schließlich ganz real als Mann, der im Radio zu
hören ist, in der Harald Schmidt Show auftritt und neben Frank im
Bett schläft. Johannes, wir haben im Laufe unseres Podcasts schon
so manches Tabuthema angefasst. Aber das größte Tabuthema überhaupt
haben wir bisher nur in Liebe von Michael Haneke gestreift, und
auch da fast so en passant. Deshalb muss ich dich jetzt erst einmal
fragen. Fühlst du dich gewappnet, heute über das Sterben zu reden?
mitten im Leben stehend, bekommt die schlimmste Diagnose, die man
sich vorstellen kann. Ein Hirntumor, bösartig, ohne Aussicht auf
Heilung. Seine Lebenserwartung, vielleicht ein paar Monate.
Zusammen mit seiner Frau, der BVG-Fahrerin Simone, muss er darüber
nachdenken, wie er dies seinen beiden Kindern Lily und Mika
erzählen kann, wie er behandelt werden möchte, und ganz generell,
wie seine letzten Wochen auf der Erde aussehen sollen. Neben der
belastenden Strahlentherapie versucht die Familie so gut es geht,
Alltag zu leben: Schule, Sport, gemeinsame Quality Time und ein
Besuch im Tropical Island stehen auf dem Programm. Aber der Tumor
macht sich stärker und stärker bemerkbar: Frank wird von
Kopfschmerzen geplagt, verliert mehr und mehr die Orientierung und
wird immer schneller zum Pflegefall. Die letzten Tage eines
Menschen mit schwerer persönlichkeitsverändernder Krankheit:
Andreas Dresen erzählt dies in Halt auf freier Strecke aus dem Jahr
2014 in einem realistischen, lakonischen Ton, der umso brutaler die
Tragik der Situation offenbart. Immer dabei das iPhone, das den
Familienalltag in intimen Nahaufnahmen einfängt. Auch immer dabei,
der Tumor, zuerst als abstrakte Angst, dann als Terror im
familiären Alltag, schließlich ganz real als Mann, der im Radio zu
hören ist, in der Harald Schmidt Show auftritt und neben Frank im
Bett schläft. Johannes, wir haben im Laufe unseres Podcasts schon
so manches Tabuthema angefasst. Aber das größte Tabuthema überhaupt
haben wir bisher nur in Liebe von Michael Haneke gestreift, und
auch da fast so en passant. Deshalb muss ich dich jetzt erst einmal
fragen. Fühlst du dich gewappnet, heute über das Sterben zu reden?
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