Episode 280: Mary and Max - Depressive Knetmännchen feiern Geburtstag
vor 4 Wochen
Mary and Max aus dem Jahr 2009 von Adam Elliot. Ein Claymotion-Film
aus einer Zeit, in der CGI schon lange das Animationsfeld
übernommen hat: Wer sich hier leichte Wallace and Gromit
Skurrilität erhofft, ist allerdings an der falschen Adresse.
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Wir lieben Filme und wir lieben es, über Filme zu diskutieren. Die Sache ist nur, wir haben einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack. Daher drückt jeder von uns dem jeweils anderen für die aktuelle Episode einen neuen Film aufs Auge mit dem Ziel, des...
Beschreibung
vor 4 Wochen
Die achtjährige Mary, die im Australien des Jahres 1976 lebt, ist
ein äußerst einsames Kind: Ihr Vater beschäftigt sich lieber mit
seinen ausgestopften Vögeln als mit seiner Familie, ihre Mutter ist
eine alkoholabhängige Kleptomanin und in der Schule wird sie wegen
eines auffälligen Muttermals auf ihrer Stirn gehänselt. In ihrer
Einsamkeit beschließt sie, sich einen Brieffreund zu suchen. Der
willkürliche Griff ins Telefonbuch erwählt dabei den 44 Jahre alten
New Yorker Max, der ebenfalls sein Kreuz zu tragen hat: Er ist
ebenfalls einsam, hat Asperger, ist übergewichtig und kommt weder
mit der Welt noch ihren menschlichen Bewohnern klar: Aber wie Mary
besitzt er eine unbändige Neugier, liebt es, sich existenzielle
Fragen zu stellen, liebt wie Mary die Cartoonserie Noblets und ist
Erfinder solch großartiger Mahlzeiten wie Schokoladen Hot Dogs.
Zwischen dem ungleichen Paar entsteht eine enge Brieffreundschaft,
in der sie sich über ihr Leben austauschen, Max’ Marys Fragen
beantwortet und sie ihm auf ihre kindliche Art hilft, mit dem
harten New Yorker Alltag besser klarzukommen. Aber ihre Briefe voll
mit Mobbinggeschichten, Fragen zu romantischen Beziehungen und
Sexualität lösen in Max auch immer wieder Panikattacken aus, die
ihre Beziehung in einem fragilen Zustand halten. Als die
mittlerweile erwachsene Mary Psychologie studiert und ihre Thesis
über Max’ Krankheit schreibt, kommt es zum endgültigen Bruch. Und
so fallen beide wieder in ihre Einsamkeit zurück. Aber eine kleine
Hoffnung auf Versöhnung und vielleicht sogar ein Real Life Treffen
bleiben bestehen. Mary and Max aus dem Jahr 2009 von Adam Elliot.
Ein Claymotion-Film aus einer Zeit, in der CGI schon lange das
Animationsfeld übernommen hat: Wer sich hier leichte Wallace and
Gromit Skurrilität erhofft, ist allerdings an der falschen Adresse.
Im Gegensatz zu seinem britischen Kollegen Nick Park taucht Adam
Elliot tief hinab in düstere, harte, traurige Themen: Mobbing,
Alkoholismus, Depression, Psychopathologie, Suizidalität… Johannes,
war das zuviel für dein sensibles Herz?
ein äußerst einsames Kind: Ihr Vater beschäftigt sich lieber mit
seinen ausgestopften Vögeln als mit seiner Familie, ihre Mutter ist
eine alkoholabhängige Kleptomanin und in der Schule wird sie wegen
eines auffälligen Muttermals auf ihrer Stirn gehänselt. In ihrer
Einsamkeit beschließt sie, sich einen Brieffreund zu suchen. Der
willkürliche Griff ins Telefonbuch erwählt dabei den 44 Jahre alten
New Yorker Max, der ebenfalls sein Kreuz zu tragen hat: Er ist
ebenfalls einsam, hat Asperger, ist übergewichtig und kommt weder
mit der Welt noch ihren menschlichen Bewohnern klar: Aber wie Mary
besitzt er eine unbändige Neugier, liebt es, sich existenzielle
Fragen zu stellen, liebt wie Mary die Cartoonserie Noblets und ist
Erfinder solch großartiger Mahlzeiten wie Schokoladen Hot Dogs.
Zwischen dem ungleichen Paar entsteht eine enge Brieffreundschaft,
in der sie sich über ihr Leben austauschen, Max’ Marys Fragen
beantwortet und sie ihm auf ihre kindliche Art hilft, mit dem
harten New Yorker Alltag besser klarzukommen. Aber ihre Briefe voll
mit Mobbinggeschichten, Fragen zu romantischen Beziehungen und
Sexualität lösen in Max auch immer wieder Panikattacken aus, die
ihre Beziehung in einem fragilen Zustand halten. Als die
mittlerweile erwachsene Mary Psychologie studiert und ihre Thesis
über Max’ Krankheit schreibt, kommt es zum endgültigen Bruch. Und
so fallen beide wieder in ihre Einsamkeit zurück. Aber eine kleine
Hoffnung auf Versöhnung und vielleicht sogar ein Real Life Treffen
bleiben bestehen. Mary and Max aus dem Jahr 2009 von Adam Elliot.
Ein Claymotion-Film aus einer Zeit, in der CGI schon lange das
Animationsfeld übernommen hat: Wer sich hier leichte Wallace and
Gromit Skurrilität erhofft, ist allerdings an der falschen Adresse.
Im Gegensatz zu seinem britischen Kollegen Nick Park taucht Adam
Elliot tief hinab in düstere, harte, traurige Themen: Mobbing,
Alkoholismus, Depression, Psychopathologie, Suizidalität… Johannes,
war das zuviel für dein sensibles Herz?
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