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Beschreibung
vor 4 Monaten
In dieser Episode geht es um einen wirkungsvollen Effekt in
Preispsychologie und Vertrieb: Preis verändert
Wahrnehmung, Qualitätsempfinden und Verhalten – messbar im
Gehirn.
Das Stanford/Caltech‑Weinexperiment zeigt, dass Menschen
identischen Wein als besser erleben, wenn sie glauben, er sei
teurer – inklusive stärkerer Aktivität im medialen
orbitofrontalen Cortex, dem Genusszentrum des Gehirns.
Studien zu Energy‑Drinks belegen, dass derselbe Drink bei vollem
Preis kognitive Leistung steigert, bei Rabatt aber schlechter
wirkt. Erwartung bestimmt Wirkung.
Ähnlich funktionieren teure Placebo‑Schmerzmittel: Die teuren
Varianten lindern Schmerzen deutlich stärker, obwohl sie
identisch sind. Preis verstärkt den Placebo‑Effekt.
Für B2B‑Sales heißt das: Niedrige Preise können Vertrauen
reduzieren, während höhere Preise Commitment, Nutzung und
wahrgenommenen Wert erhöhen. Preis ist kein Kostenpunkt, sondern
ein Signal für Qualität, Sicherheit und
Kompetenz.
Quellen:
Wein‑Preis‑Studie (Stanford &
Caltech)https://www.sciencedaily.com/releases/2008/01/080126101053.htm
Originalpaper (PNAS, Plassmann et al.,
2008):https://www.rnl.caltech.edu/publications/pdf/plassmann2008.pdf
Energy‑Drink‑Placebo‑Effekt (Ariely)„Placebo
Effects of Marketing Actions“, Journal of Marketing
Research:https://people.duke.edu/~dandan/webfiles/PapersPI/Placebo%20Marketing%20Actions.pdf
Preis & Schmerzmittel‑Placebos (Ariely et al.,
JAMA)ScienceDaily‑Zusammenfassung:https://www.sciencedaily.com/releases/2008/03/080304173339.htm
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