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Beschreibung
vor 1 Tag
Jetzt sind wir so in der nachpfingstlichen Zeit
und ich frage mich: wie zeigt sich der Heilige Geist in
unserem Alltag?
An Pfingstmontag wird hier im
Heidelberger Norden jedes Jahr ein
ökumenischer
Tauferinnerungsgottesdienstgefeiert. Ich mag das
gerne: ökumenisch, sich
gemeinsam erinnern an die Zusage Gottes:
Du bist mein geliebtes Kind. Ich bin bei dir! Der
Pfarrer forderte uns auf, sich zu erinnern, sich bewusst zu
machen: auch unabhängig von der Taufe: wo habe ich ganz
tief gespürt: Gott sieht mich, nennt mich bei MEINEM
Namen?
Können Sie sich, könnt Ihr Euch an solche Berührungen
Gottes, Berührungen durch den Heiligen Geist erinnern?
Sowohl bei der Konfirmation als auch bei
der Hochzeit waren es nicht nur die
Worte, sondern eine ganz tiefes inneres
Angesprochen Sein. Ich spürte bei der
Konfirmation als würde eine Hand auf
meiner Schulter liegen, die mir sagt:
DU bist gemeint.
Auch bei der Hochzeit spürte
ich diese segnende Hand über meinen Mann und mich und erlebte
eine ganz tiefe Gemeinschaft als Paar mit dem Heiligen
Geist unter der Botschaft: ihr
gehört zusammen, egal was kommt.
In Krisenzeiten konnte ich mir immer wieder diese
Erfahrung bewusst machen, das half!
Am Tag der Beerdigung, übrigens, war das
Losungswort unser Trauspruch
aus dem Epheserbrief: Wandelt als Kinder des Lichts; die
Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Eine weitere Situation fällt mir ein: neulich
wurden 5 ehrenamtliche Klinikseelsorgende in
einem wunderschönen Gottesdienst in der Kopfklinik eingeführt und
eingesegnet. Es war eine große Freude. Tief im Inneren dachte
ich: ach, nach so vielen Jahren der Beauftragung würde ich mir
einen auffrischenden Segen für diesen Dienst
wünschen. Auf einmal wurden alle
Gottesdienstteilnehmenden eingeladen, sich segnen zu lassen. Wie
liebevoll weht der Geist Gottes! Es war so
berührend, sich mit anderen Kollegen und Kolleginnen, auch mit
den Patienten und anderen Gottesdienstbesuchern, unter Gottes
liebevollen Segen zu stellen.
In dem oben genannten
Tauferinnerungsgottesdienst ließ mich
gleichzeitig auch aufhorchen: mit dem Segen ist ein
Auftrag verbunden. Wir sind
herausgefordert, uns aufzumachen, hinauszugehen, zu
hören, zu ermutigen, unseren Gaben entsprechend die Liebe und den
Segen Gottes weiterzugeben.
Im Vertrauen auf den Heiligen Geist wünsche ich viele
segensreiche Erfahrungen und den Mut des
Aufbruchs,
Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
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