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In der Bibel in 1. Könige ab Kapitel 16 können wir über König
Ahab und den Propheten Elia lesen. Über Ahab steht dort, dass er
tat, was dem Herrn missfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen
waren. Er hatte eine ausländische Frau geheiratet und deren
Götterkult von Baal und Aschera übernommen und diese Götter durch
den Bau von Anbetungsstätten und staatlich finanzierter Priester
so etabliert, dass auch das Volk diesem Kult folgte.

Elia will die Zustände wieder geraderücken und nach einer
schweren Dürrekatastrophe fordert er eine Volksversammlung
einschließlich aller fremden Priester auf dem Berg Carmel. Über
ein Wunder sollte sich der wahre Gott herausstellen.

Doch zuerst wandte Elia sich an das Volk. In 1. Könige 18, Vers
21 steht:

21 Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt
ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach,
ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm
nichts. 

Wie lange hinkt ihr auf beide Seiten? Oder nach anderen
Übersetzungen: Wie lange schwankt ihr noch hin und her? Wie lange
noch wollte ihr auf zwei Hochzeiten tanzen? Wie lange braucht ihr
noch, um Euch zu entscheiden?

Und das Volk antwortete nichts.

Ich kann das Volk gut verstehen. Warum sollte man alles nur auf
ein Pferd setzen? Lieber sichere ich mich ab, und halte mir
mehrere Optionen offen.

Und sich klar gegen die Überzeugung der Machtinhaber, derjenigen,
die gerade das Sagen haben, deren Urteil wir fürchten, zu
positionieren kann gefährlich sein.

Baal und Aschera sind Fruchtbarkeitsgötter oder auch
Wettergötter, die eine gute Ernte sicherstellen. In der Verehrung
hoffte man auf Erfolg, auf materielle Sicherheit, auf ein gutes
Leben.

Mein Eindruck ist, dass wir in einer Zeit leben, in der
verschiedene religiöse Einflüsse sich mischen. Ich sehe eine
wachsende Anzahl von buddhistischen Dekoelementen, verschiedene
Ansätze von Wiedergeburtsglauben werden immer verbreiteter,
Schmuckstücke als Glücksbringer oder im Urlaub in fremden Tempeln
kleine Rituale auszuführen sind völlig normal.

Und wenn es um innere Einstellungen geht, ist die Frage, welche
Opfer ich dem Erfolg bringe, mit welcher Intensität ich mich für
mein Glück nach allen Richtungen absichere.

Gott macht immer wieder deutlich, dass er ein eifersüchtiger Gott
ist und möchte, dass wir ausschließlich auf ihn vertrauen. Das
fällt schwer, weil es unmodern ist, auf Unverständnis stößt und
weil es bedeutet, dass ich auf manche Absicherungsmechanismen
verzichten muss.

Ich wünsche uns allen den Mut, uns eindeutig für Gott zu
entscheiden.

Eure Christine Sommer

 
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„Was hinkt ihr?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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