Genf: Eine Spitex für den ganzen Kanton

Genf: Eine Spitex für den ganzen Kanton

vor 6 Tagen
Und wo die Spitex in der Westschweiz anders tickt.
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Beschreibung

vor 6 Tagen
Gast: Nicolas Huber, Aussenbeauftragter IMAD Host: Martin Radtke,
Co-Herausgeber Spitex-Drehscheibe Wer an Spitex denkt, denkt meist
an die Deutschschweiz. Nikolas Huber schaut dagegen von Genf aus
auf die Branche. Und dort funktioniert einiges anders. Nicolas
Huber ist Verantwortlicher für Aussenbeziehungen bei IMAD, der
öffentlichen Spitex-Organisation des Kantons Genf, und
Vorstandsmitglied von Spitex Schweiz. Er spricht über die
Besonderheiten der Westschweiz und erklärt, weshalb die Romandie
nicht nur sprachlich eigene Wege geht. Schon der Begriff «Spitex»
ist dort kaum verbreitet. Stattdessen tragen die Organisationen
unterschiedliche Namen. «In der Deutschschweiz ist die Marke Spitex
sehr bekannt», sagt Nicolas Huber. «In der Romandie nicht.» Auch
die Strukturen unterscheiden sich. Während viele Deutschschweizer
Organisationen lokal oder regional organisiert sind, gibt es in
Genf genau eine öffentliche Organisation für den ganzen Kanton.
Rund 2’500 Mitarbeitende arbeiten bei IMAD. Neben Pflegeleistungen
gehören auch Mahlzeitendienste, betreute Wohnungen oder
spezialisierte Angebote dazu. Die Grösse habe Vorteile, sagt Huber.
Spitäler oder Ärztinnen und Ärzte hätten nur eine
Ansprechpartnerin. Prozesse könnten einfacher vereinheitlicht
werden. Gleichzeitig sei IMAD eng mit dem Staat verbunden. Die
Organisation hat denselben Status wie das Universitätsspital Genf
und arbeitet direkt mit dem Gesundheitsdepartement zusammen. Auch
personell ist Genf speziell. Über die Hälfte der Mitarbeitenden
lebt in Frankreich. Unterschiedliche Kulturen seien deshalb Alltag.
«Wir versuchen vor allem, eine gemeinsame IMAD-Kultur zu
entwickeln», sagt Huber. Für die Zukunft sieht er die Branche vor
grossen Herausforderungen. Die Pflege werde komplexer,
Spezialisierungen wichtiger. Kleine Organisationen könnten dabei
zunehmend unter Druck geraten. Entscheidend sei deshalb der
Austausch untereinander. Oder wie Nicolas Huber sagt: «Die
Gesamtbranche muss stark sein.»
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