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Beschreibung
vor 3 Wochen
In meiner ersten Folge zu Sertralin ging es vor allem darum, wie
ich überhaupt angefangen habe, das Medikament zu nehmen und was
sich am Anfang verändert hat.
In dieser Fortsetzung erzähle ich, was danach passiert ist.
Sertralin hat bei mir nicht einfach „alles besser“ gemacht. Ich
leide weiterhin, bin nicht einfach gesund und auch nicht
plötzlich normal belastbar. Aber etwas Grundlegendes hat sich
verändert: Ich habe heute Zugriff auf ein Ruhegefühl, das ich
vorher kaum erreichen konnte.
Ich meine damit diesen parasympathischen Zustand, in dem der
Körper nicht dauerhaft im Alarm ist. Einfach sitzen. Atmen.
Existieren. Nicht ständig angespannt sein, nicht sofort in Panik
oder Reizüberflutung rutschen.
Genau dieser Abstand hat bei mir vieles möglich gemacht:
Schreiben, Konzentration, Schach, Körperarbeit,
Zwerchfelldehnung, Traumaverarbeitung und ein besseres
Verständnis meiner Neurodivergenz.
Es geht in dieser Folge um Sertralin, Schlaf, Appetit, Libido,
Hypervigilanz, Körperhaltung, Reizverarbeitung und die Frage,
warum ich heute sagen kann, dass es mir psychisch besser geht als
je zuvor — nicht weil alles gut ist, sondern weil ich zum ersten
Mal einen ruhigen Grundzustand überhaupt wieder erreichen kann.
Für mich war Sertralin kein Ersatz für Verarbeitung.
Es war eher der Zustand, in dem Verarbeitung überhaupt möglich
wurde.
Das ist keine medizinische Empfehlung und keine Dosieranleitung,
sondern nur mein persönlicher Erfahrungsbericht.
#Sertralin #SSRI #Trauma #Neurodivergenz #Krebs #PTBS
#Konzentration #Hirnbruch
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