Podcaster
Episoden
12.02.2026
24 Minuten
In dieser Folge spreche ich darüber, wie Neurodivergenz,
Reizüberflutung, Masking und Dissoziation bei mir zusammenspielen
– und warum sich bestimmte Erfahrungen (Schule, Autoritäten,
Medizin) wie ein durchgehendes Muster anfühlen.Ich beschreibe,
was bei mir passiert, wenn Reize nicht mehr filterbar sind:
Schlaf/Ess-/Durst-Signale verschwinden, der Körper hängt in
Kampf/Flucht, und weil weder Wut noch Rückzug „erlaubt“ waren,
blieb irgendwann nur noch Masking. Außen aufmerksam wirken –
innen komplett überlastet. Das führte zu Tagträumen, Zeitlücken
und Dissoziation.Dann gehe ich in konkrete Situationen aus
Kindheit/Jugend und zeige, wie diese Prägung später sogar in
Arzt-Situationen wieder auftauchte: Ich habe Warnsignale
geschluckt, wurde abgewimmelt – und stand kurz vor der
Lymphom-Diagnose praktisch im falschen Film.Kapitel00:00
Neurodivergenz & erster Eindruck (7–10 Sekunden)01:22
Reizüberflutung: Schlaf/Hunger/Durst „aus“03:13 Masking:
funktionieren um jeden Preis05:06 Best-of: Kindheit/Jugend/Schule
& Autoritäten19:08 Arzt-Story: Vitamin D / Warnsignale /
nicht ernst genommen22:09 Kurz vor der Diagnose: „zu jung, keine
Sorge“23:40 Fazit: Warum ich manchmal so vehement bin️ Hinweis:
Hochdosiertes Vitamin D kann gefährlich sein. Bitte nicht
nachmachen und medizinische Themen ärztlich abklären.
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03.02.2026
15 Minuten
Hinweis: Diese Folge
spiegelt meine persönlichen Erfahrungen und Schlussfolgerungen
wider. Sie ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische
Beratung. Wenn du akut in einer Krise bist, hol dir bitte sofort
Hilfe (Notruf 112 oder TelefonSeelsorge 116 123 in
Deutschland).
In dieser Folge sage ich klar, warum ich meine Traumaverarbeitung
und meine psychische Stabilisierung heute weitgehend auf eigene
Faust mache. Ich habe in meinem Leben mit vielen Therapeut:innen
gesprochen – und ich habe dabei nicht nur erlebt, wie viel Kraft
das kosten kann, sondern auch, wie gefährlich es werden kann,
wenn man mit echten Warnsignalen nicht ernst genommen wird. Ich
erzähle, warum mein Vertrauen in klassische Settings dadurch
massiv beschädigt ist und weshalb ich mir nicht nochmal leisten
will, dass meine Wahrnehmung relativiert oder weg erklärt wird.
Ich spreche außerdem darüber, was es für mich heißt,
neurodivergent zu sein – Masking, Reizoffenheit, Dissoziation,
diese dauerhafte innere Anspannung – und warum ich erst jetzt
wirklich begreife, was das in meinem Leben die ganze Zeit
bedeutet hat. Ich beschreibe konkret, wie sich dieses Muster im
Alltag zeigt: draußen unter Menschen, in Arztgesprächen, bei
sozialem Druck, sogar beim Schach. Und warum es für mich so ein
Wendepunkt ist, das nicht mehr als einzelne Probleme zu sehen,
sondern als ein durchgehendes Muster, das plötzlich alles
erklärt.
Und ich erkläre, warum ich stattdessen auf einen anderen Weg
setze: Schreiben, Podcast, Recherche und Selbstbeobachtung über
Zeit – und KI als Werkzeug, um mich informieren und reflektieren
zu können, ohne mich jedes Mal in triggernde Systeme begeben zu
müssen. Der Maßstab ist für mich nicht Theorie, sondern
Veränderung: mehr Grundruhe, mehr Klarheit, bessere Konzentration
– und das Gefühl, meine Vergangenheit endlich verstehen zu
können.
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29.12.2025
9 Minuten
Feiertage können Dinge hochziehen, die lange ruhig waren:
Erinnerungen, Körperreaktionen, Kontrollverlust.
In dieser Folge spreche ich darüber, wie sich die Feiertage für
mich angefühlt haben – im Kontext von Krankheit, medizinischer
Erfahrung und psychischer Belastung – und warum bestimmte Tage
mein Nervensystem stärker triggern als andere.
Es geht nicht um Lösungen oder Anleitungen.
Sondern um Einordnung, Selbstbeobachtung und das Aussprechen
eines Zustands: ausgeliefert sein, sich verlieren – und trotzdem
bei sich bleiben zu wollen.
Eine persönliche Folge, ohne Kitsch, ohne Rezepte.
Hinweis: persönliche Erfahrung und
subjektive psychologische Einordnung. Keine medizinische oder
therapeutische Anleitung.
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24.11.2025
23 Minuten
️ Triggerwarnung: In dieser Folge geht
es um Krebs, Traumata, Dissoziation und starke Stressreaktionen.
In dieser Folge spreche ich über meine frühen
Dissoziationserfahrungen und wie sie sich bis in meine
Krebstherapien hinein fortgesetzt haben. Ich erkläre, warum mein
Nervensystem schon in der Kindheit überfordert war, wie Tagträume
zu einer psychischen Überlebensstrategie wurden und weshalb
soziale Situationen für mich bis heute eine massive
Reizüberflutung darstellen.
Außerdem geht es um den Freeze-Modus: den moment, in dem der
Körper komplett herunterfährt, weil der Sympathikus nicht mehr
kann und der Parasympathikus übernimmt. Ich zeige, wie
Medikamente, Chemotherapie und hormonelle Veränderungen diesen
Zustand verstärken – und warum das nichts mit „Schwäche“ zu tun
hat, sondern mit einem überlasteten System, das sich schützen
will.
Eine Folge über Kindheit, Trauma, Neurobiologie und den Versuch,
sich seine Realität zurückzuerobern.
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11.11.2025
18 Minuten
Triggerhinweis: Persönliche
Krisenerfahrung, Krankheit, psychische Belastung, Frustration.
In dieser Folge zeige ich, wie ich begonnen habe, KI zu nutzen,
um meine Psyche besser zu verstehen. Ich schildere ChatGPT noch
einmal mein erstes Aha-Erlebnis nach meiner Krebsbehandlung –
diesmal so, als würde ich es direkt in diesen Moment hinein
erklären. Die Antwort der KI ist vollständig in der Folge zu
hören.
Genau so bin ich damals überhaupt erst auf den Gedanken gekommen,
dass das, was ich erlebe, etwas
mit Dissoziation zu tun haben könnte.
Nicht als großes Theorie-Thema der Folge, sondern als Begriff,
der plötzlich zu meinem Erleben gepasst hat.
Diese Folge ist kein Lehrbuch und keine fertige Erklärung,
sondern ein Beispiel dafür, wie KI mir geholfen hat, anders auf
meine Psyche zu schauen und mein eigenes Erleben besser
einzuordnen.
Hinweis: Diese Folge ersetzt keine
medizinische oder psychotherapeutische Beratung.
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Über diesen Podcast
Ich bin Thomas, zweifacher Krebsüberlebender nach R-CHOP, Matrix-
und CAR-T-Zelltherapie. Die ersten 15 Folgen unter dem alten Titel
erzählen meine Geschichte – von Diagnose, Chemo und Klinikalltag
bis zu den psychischen Nachwirkungen. Mit Hirnbruch geht es weiter:
Wie lebt man danach? Panikattacken, Dissoziation, Trauma, Identität
– und wie sich durch Aha-Momente plötzlich neue Klarheit und
Leistungsfähigkeit entwickeln. Offen, direkt und mit schwarzem
Humor, aus der Innenperspektive eines Menschen, der seine Psyche
Stück für Stück neu zusammensetzt.
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