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Episoden
25.05.2026
45 Minuten
In meiner ersten Folge zu Sertralin ging es vor allem darum, wie ich überhaupt angefangen habe, das Medikament zu nehmen und was sich am Anfang verändert hat.
In dieser Fortsetzung erzähle ich, was danach passiert ist.
Sertralin hat bei mir nicht einfach „alles besser“ gemacht. Ich leide weiterhin, bin nicht einfach gesund und auch nicht plötzlich normal belastbar. Aber etwas Grundlegendes hat sich verändert: Ich habe heute Zugriff auf ein Ruhegefühl, das ich vorher kaum erreichen konnte.
Ich meine damit diesen parasympathischen Zustand, in dem der Körper nicht dauerhaft im Alarm ist. Einfach sitzen. Atmen. Existieren. Nicht ständig angespannt sein, nicht sofort in Panik oder Reizüberflutung rutschen.
Genau dieser Abstand hat bei mir vieles möglich gemacht: Schreiben, Konzentration, Schach, Körperarbeit, Zwerchfelldehnung, Traumaverarbeitung und ein besseres Verständnis meiner Neurodivergenz.
Es geht in dieser Folge um Sertralin, Schlaf, Appetit, Libido, Hypervigilanz, Körperhaltung, Reizverarbeitung und die Frage, warum ich heute sagen kann, dass es mir psychisch besser geht als je zuvor — nicht weil alles gut ist, sondern weil ich zum ersten Mal einen ruhigen Grundzustand überhaupt wieder erreichen kann.
Für mich war Sertralin kein Ersatz für Verarbeitung. Es war eher der Zustand, in dem Verarbeitung überhaupt möglich wurde.
Das ist keine medizinische Empfehlung und keine Dosieranleitung, sondern nur mein persönlicher Erfahrungsbericht.
#Sertralin #SSRI #Trauma #Neurodivergenz #Krebs #PTBS #Konzentration #Hirnbruch
In dieser Fortsetzung erzähle ich, was danach passiert ist.
Sertralin hat bei mir nicht einfach „alles besser“ gemacht. Ich leide weiterhin, bin nicht einfach gesund und auch nicht plötzlich normal belastbar. Aber etwas Grundlegendes hat sich verändert: Ich habe heute Zugriff auf ein Ruhegefühl, das ich vorher kaum erreichen konnte.
Ich meine damit diesen parasympathischen Zustand, in dem der Körper nicht dauerhaft im Alarm ist. Einfach sitzen. Atmen. Existieren. Nicht ständig angespannt sein, nicht sofort in Panik oder Reizüberflutung rutschen.
Genau dieser Abstand hat bei mir vieles möglich gemacht: Schreiben, Konzentration, Schach, Körperarbeit, Zwerchfelldehnung, Traumaverarbeitung und ein besseres Verständnis meiner Neurodivergenz.
Es geht in dieser Folge um Sertralin, Schlaf, Appetit, Libido, Hypervigilanz, Körperhaltung, Reizverarbeitung und die Frage, warum ich heute sagen kann, dass es mir psychisch besser geht als je zuvor — nicht weil alles gut ist, sondern weil ich zum ersten Mal einen ruhigen Grundzustand überhaupt wieder erreichen kann.
Für mich war Sertralin kein Ersatz für Verarbeitung. Es war eher der Zustand, in dem Verarbeitung überhaupt möglich wurde.
Das ist keine medizinische Empfehlung und keine Dosieranleitung, sondern nur mein persönlicher Erfahrungsbericht.
#Sertralin #SSRI #Trauma #Neurodivergenz #Krebs #PTBS #Konzentration #Hirnbruch
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17.05.2026
16 Minuten
Ich nenne es für mich gerade krebsinduzierte Neurodivergenz.
Nicht, weil Krebs aus einem Menschen einfach einen anderen Neurotyp macht. Sondern weil eine schwere Erkrankung, Todesangst, Entzündung, Chemotherapie, Medikamente, Steroide, Kontrollverlust und die Angst vor einem Rezidiv das Nervensystem so belasten können, dass in der Akutzeit plötzlich keine Kapazität mehr übrig bleibt.
Bei mir war diese Kapazität vor allem während der Therapien weg. Ich hatte keine Kraft mehr, souverän zu wirken, Gespräche auszuhalten, Rollen zu erfüllen oder weiter so zu funktionieren, als wäre ich noch derselbe Mensch wie vorher.
Erst später, während der Traumaverarbeitung, habe ich verstanden, woran das eigentlich lag.
Diese fehlende Kraft war nicht nur eine Folge von Krebs. Sie hat sichtbar gemacht, wie viel Energie ich schon vorher dafür verbraucht hatte, zu maskieren, mich anzupassen und gegen meine eigene Wahrnehmung zu leben.
Krebs hat das nicht erfunden. Krebs hat mir in der Akutzeit nur die Kapazität genommen, es weiter zu überspielen.
Ein paar Gedanken über krebsinduzierte Neurodivergenz, Maskieren, Sinnlosigkeit, Akuttherapie, Trauma, Sympathikus, Parasympathikus und die Frage, warum man nach so einem Kollaps vielleicht gar nicht mehr ins alte Leben zurück sollte.
Nicht, weil Krebs aus einem Menschen einfach einen anderen Neurotyp macht. Sondern weil eine schwere Erkrankung, Todesangst, Entzündung, Chemotherapie, Medikamente, Steroide, Kontrollverlust und die Angst vor einem Rezidiv das Nervensystem so belasten können, dass in der Akutzeit plötzlich keine Kapazität mehr übrig bleibt.
Bei mir war diese Kapazität vor allem während der Therapien weg. Ich hatte keine Kraft mehr, souverän zu wirken, Gespräche auszuhalten, Rollen zu erfüllen oder weiter so zu funktionieren, als wäre ich noch derselbe Mensch wie vorher.
Erst später, während der Traumaverarbeitung, habe ich verstanden, woran das eigentlich lag.
Diese fehlende Kraft war nicht nur eine Folge von Krebs. Sie hat sichtbar gemacht, wie viel Energie ich schon vorher dafür verbraucht hatte, zu maskieren, mich anzupassen und gegen meine eigene Wahrnehmung zu leben.
Krebs hat das nicht erfunden. Krebs hat mir in der Akutzeit nur die Kapazität genommen, es weiter zu überspielen.
Ein paar Gedanken über krebsinduzierte Neurodivergenz, Maskieren, Sinnlosigkeit, Akuttherapie, Trauma, Sympathikus, Parasympathikus und die Frage, warum man nach so einem Kollaps vielleicht gar nicht mehr ins alte Leben zurück sollte.
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22.04.2026
21 Minuten
Schule, sinnlose Anforderungen, Demand-Probleme, Hierarchie und dieses Gefühl, innerlich gegen etwas anzulaufen, das für andere völlig normal wirkt.Das hier ist kein glatt ausformulierter Vortrag, sondern eher eine Art spontanes Live-Denken. Mein Versuch, den Gründen für dieses Unwohlsein und für mein Demand-Erleben auf den Grund zu gehen und etwas in Worte zu fassen, das ich schon sehr lange gespürt habe, aber nie richtig benennen konnte.Je weiter ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, dass mein Widerstand nicht nur mit einzelnen Situationen zu tun hat, sondern mit etwas Grundsätzlicherem.Warum sich manche Anforderungen für mich nicht einfach nur nervig, sondern existenziell falsch anfühlen. Warum ich in bestimmten Hierarchien und Systemen nie wirklich Logik erkennen konnte. Und warum mein eigentlicher Kampf vielleicht nie nur gegen Schule, einzelne Menschen oder bestimmte Situationen ging, sondern gegen etwas, das sich für mich insgesamt falsch und entkoppelt angefühlt hat.Es geht um Neurodivergenz, Demand, Hierarchie, Bewusstsein, Sinnlosigkeit und den Versuch, einem tiefen Unwohlsein endlich eine Sprache zu geben.Wenn du dich in Teilen davon wiederfindest, schreib es gern in die Kommentare.
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16.04.2026
17 Minuten
In dieser Folge spreche ich darüber, was ich erst mit 35 wirklich verstanden habe: Dass mein Problem nie einfach „mangelnde Konzentration“ war.
Ich rede über Trauma, Masking, Demand-Probleme, Dissoziation, Hyperfokus, sensorische Überforderung und darüber, wie sehr Schule, Körperhaltung, dauerhafter Stress und fehlende Spiegelung mein Erleben geprägt haben.
Für mich war das keine Faulheit, kein fehlender Wille und kein „sich nicht zusammenreißen“. Mein Gehirn war über Jahre damit beschäftigt, Reize zu ertragen, mich zu regulieren, mich anzupassen und irgendwie funktionsfähig zu bleiben.
Diese Folge ist persönlich, emotional und an einigen Stellen bewusst zugespitzt formuliert. Ich schildere mein eigenes Erleben, meine Beobachtungen und meine Einordnung. Es geht nicht um sterile Fachsprache, sondern um das, was sich über Jahre in meinem Körper und in meinem Denken aufgebaut hat.
Wenn du dich in Themen wie Trauma, Neurodivergenz, Hyperfokus, Masking, Derealisation, Überforderung oder dem Gefühl, nie wirklich richtig gespiegelt worden zu sein, wiedererkennst, schreib es gern in die Kommentare.
#Trauma #Neurodivergenz #Hyperfokus #Masking #ADHS #Dissoziation #Derealisation #Schule #Nervensystem #Podcast
Ich rede über Trauma, Masking, Demand-Probleme, Dissoziation, Hyperfokus, sensorische Überforderung und darüber, wie sehr Schule, Körperhaltung, dauerhafter Stress und fehlende Spiegelung mein Erleben geprägt haben.
Für mich war das keine Faulheit, kein fehlender Wille und kein „sich nicht zusammenreißen“. Mein Gehirn war über Jahre damit beschäftigt, Reize zu ertragen, mich zu regulieren, mich anzupassen und irgendwie funktionsfähig zu bleiben.
Diese Folge ist persönlich, emotional und an einigen Stellen bewusst zugespitzt formuliert. Ich schildere mein eigenes Erleben, meine Beobachtungen und meine Einordnung. Es geht nicht um sterile Fachsprache, sondern um das, was sich über Jahre in meinem Körper und in meinem Denken aufgebaut hat.
Wenn du dich in Themen wie Trauma, Neurodivergenz, Hyperfokus, Masking, Derealisation, Überforderung oder dem Gefühl, nie wirklich richtig gespiegelt worden zu sein, wiedererkennst, schreib es gern in die Kommentare.
#Trauma #Neurodivergenz #Hyperfokus #Masking #ADHS #Dissoziation #Derealisation #Schule #Nervensystem #Podcast
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03.04.2026
20 Minuten
Was passiert, wenn deine Realität dauerhaft nicht gespiegelt wird?
In dieser Folge geht es darum, wie es ist, als neurodivergenter Mensch in einer Wirklichkeit zu leben, die von außen oft nicht richtig gelesen, verstanden oder ernst genommen wird. Ich spreche darüber, wie sich das bei mir schon früh gezeigt hat: in der Schule, in meinem Körper, in meiner Reizverarbeitung, in Scham, Erschöpfung und im schwierigen Verhältnis zu den eigenen Bedürfnissen.
Es geht um:
Neurodivergenz als Minderheitenrealität fehlende Spiegelung und verlorene Selbstkalibrierung Reizüberflutung und dauerhafte innere Anspannung Hunger, Durst, Harndrang und Körpersignale unter Stress Kleidung, Scham und das Übergehen des eigenen Körpers Hierarchie, Missverständnisse und soziale Fehlpassung aber auch um die Erfahrung, wie viel sich verändern kann, wenn man von einzelnen Menschen wirklich verstanden wird
Diese Folge ist der Versuch, von innen zu beschreiben, wie sich so etwas anfühlen kann — und warum echtes Verstandenwerden manchmal nicht nur entlastet, sondern einen Menschen überhaupt erst wieder in die Lage versetzt, sich selbst richtig wahrzunehmen.
In dieser Folge geht es darum, wie es ist, als neurodivergenter Mensch in einer Wirklichkeit zu leben, die von außen oft nicht richtig gelesen, verstanden oder ernst genommen wird. Ich spreche darüber, wie sich das bei mir schon früh gezeigt hat: in der Schule, in meinem Körper, in meiner Reizverarbeitung, in Scham, Erschöpfung und im schwierigen Verhältnis zu den eigenen Bedürfnissen.
Es geht um:
Neurodivergenz als Minderheitenrealität fehlende Spiegelung und verlorene Selbstkalibrierung Reizüberflutung und dauerhafte innere Anspannung Hunger, Durst, Harndrang und Körpersignale unter Stress Kleidung, Scham und das Übergehen des eigenen Körpers Hierarchie, Missverständnisse und soziale Fehlpassung aber auch um die Erfahrung, wie viel sich verändern kann, wenn man von einzelnen Menschen wirklich verstanden wird
Diese Folge ist der Versuch, von innen zu beschreiben, wie sich so etwas anfühlen kann — und warum echtes Verstandenwerden manchmal nicht nur entlastet, sondern einen Menschen überhaupt erst wieder in die Lage versetzt, sich selbst richtig wahrzunehmen.
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Über diesen Podcast
Ich bin Thomas, zweifacher Krebsüberlebender nach R-CHOP, Matrix-
und CAR-T-Zelltherapie. Die ersten 15 Folgen unter dem alten Titel
erzählen meine Geschichte – von Diagnose, Chemo und Klinikalltag
bis zu den psychischen Nachwirkungen. Mit Hirnbruch geht es weiter:
Wie lebt man danach? Panikattacken, Dissoziation, Trauma, Identität
– und wie sich durch Aha-Momente plötzlich neue Klarheit und
Leistungsfähigkeit entwickeln. Offen, direkt und mit schwarzem
Humor, aus der Innenperspektive eines Menschen, der seine Psyche
Stück für Stück neu zusammensetzt.
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