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Hirnbruch - Erkenntnisse aus dem Kollaps Archiv

23 Episoden
21 Minuten
Eigentlich wollte ich eine Wutfolge aufnehmen. Aber ich kann die Wut gerade nicht mehr künstlich anschalten. Also habe ich mich ohne Skript hingesetzt und einfach angefangen zu reden.Darüber, wie ich mich in den Erwartungen anderer aufgelöst habe. In der Schule, im Hotel, in Beziehungen. Darüber, dass ich sogar stolz darauf war, meine eigenen Wünsche besonders gut wegstecken zu können. Hauptsache, ich gehöre irgendwie dazu.Ich erzähle von einem Schreck beim Blick auf meine Blutwerte und von fremden Maßstäben, die selbst beim Schreiben meines eigenen Buches noch mitreden. Warum zähle ich Wörter, wenn ich eigentlich etwas zu sagen habe? Und was will ich überhaupt selbst, wenn ich aufhöre, mich ständig anzupassen?Das Merkwürdige: Wenn der dauernde Alarm leiser wird, entsteht erst einmal Leere. Und die füllt sich bei mir gerade langsam mit mir.Eine spontane Folge über Masking, Neurodivergenz, Zugehörigkeit und das ziemlich späte Kennenlernen meiner selbst.Kennt ihr das: Ihr wisst irgendwann sehr genau, was ihr nicht mehr wollt aber kaum noch, was eigentlich eures ist?
44 Minuten
Diese Folge ist für alle, die gerade im Krankenhaus oder zu Hause liegen und nicht wissen, wie es weitergeht.

„Eine Begegnung auf Augenhöhe“ ist eine Kurzgeschichte über Krankheit, Angst und Ungewissheit – aber genauso über Menschlichkeit, schwarzen Humor und diese manchmal erstaunlichen Begegnungen, die gerade dort entstehen, wo eigentlich niemand sein möchte.

Ich habe eigene Erlebnisse aus meiner Zeit im Krankenhaus einfließen lassen. Die Geschichte selbst, ihre Figuren und ihre Handlung sind jedoch frei erfunden.

Für alle, die gerade warten. Auf einen Befund, eine Behandlung, eine Entscheidung oder einfach darauf, dass es wieder weitergeht.
26 Minuten
Faulheit ist keine Erklärung. Sie ist oft nur ein Etikett für ein Verhalten, dessen Ursachen niemand verstehen will.

Was von außen wie Nichtstun aussieht, kann innen ein Nervensystem sein, das längst auf Hochtouren läuft. Neurodivergenz, Trauma, Krebs, innere Überlastung und verlorene Handlungsfähigkeit können dazu führen, dass selbst einfache Dinge unmöglich werden – obwohl der Wille da ist.

Es geht um meine Kindheit, ständiges Zuspätkommen, die Zeit nach den Krebserkrankungen und den Unterschied zwischen nicht wollen und nicht können.

Und um die Frage, wie stark man ein Säugetier eigentlich misshandeln, überfordern oder krank machen muss, bis es beginnt, gegen sein eigenes Fortbestehen zu handeln.

Nicht darum, Menschen dazu zu bringen, endlich den Arsch hochzubekommen. Sondern darum, zu verstehen, was sie blockiert – und welche Bedingungen nötig sind, damit Handlung wieder möglich wird.

#Hirnbruch #Faulheit #Neurodivergenz #Trauma #LebenNachKrebs #PosttraumatischesWachstum #PsychischeGesundheit
45 Minuten
In meiner ersten Folge zu Sertralin ging es vor allem darum, wie ich überhaupt angefangen habe, das Medikament zu nehmen und was sich am Anfang verändert hat.

In dieser Fortsetzung erzähle ich, was danach passiert ist.

Sertralin hat bei mir nicht einfach „alles besser“ gemacht. Ich leide weiterhin, bin nicht einfach gesund und auch nicht plötzlich normal belastbar. Aber etwas Grundlegendes hat sich verändert: Ich habe heute Zugriff auf ein Ruhegefühl, das ich vorher kaum erreichen konnte.

Ich meine damit diesen parasympathischen Zustand, in dem der Körper nicht dauerhaft im Alarm ist. Einfach sitzen. Atmen. Existieren. Nicht ständig angespannt sein, nicht sofort in Panik oder Reizüberflutung rutschen.

Genau dieser Abstand hat bei mir vieles möglich gemacht: Schreiben, Konzentration, Schach, Körperarbeit, Zwerchfelldehnung, Traumaverarbeitung und ein besseres Verständnis meiner Neurodivergenz.

Es geht in dieser Folge um Sertralin, Schlaf, Appetit, Libido, Hypervigilanz, Körperhaltung, Reizverarbeitung und die Frage, warum ich heute sagen kann, dass es mir psychisch besser geht als je zuvor — nicht weil alles gut ist, sondern weil ich zum ersten Mal einen ruhigen Grundzustand überhaupt wieder erreichen kann.

Für mich war Sertralin kein Ersatz für Verarbeitung.

Es war eher der Zustand, in dem Verarbeitung überhaupt möglich wurde.

Das ist keine medizinische Empfehlung und keine Dosieranleitung, sondern nur mein persönlicher Erfahrungsbericht.

#Sertralin #SSRI #Trauma #Neurodivergenz #Krebs #PTBS #Konzentration #Hirnbruch
16 Minuten
Ich nenne es für mich gerade krebsinduzierte Neurodivergenz.

Nicht, weil Krebs aus einem Menschen einfach einen anderen Neurotyp macht. Sondern weil eine schwere Erkrankung, Todesangst, Entzündung, Chemotherapie, Medikamente, Steroide, Kontrollverlust und die Angst vor einem Rezidiv das Nervensystem so belasten können, dass in der Akutzeit plötzlich keine Kapazität mehr übrig bleibt.

Bei mir war diese Kapazität vor allem während der Therapien weg. Ich hatte keine Kraft mehr, souverän zu wirken, Gespräche auszuhalten, Rollen zu erfüllen oder weiter so zu funktionieren, als wäre ich noch derselbe Mensch wie vorher.

Erst später, während der Traumaverarbeitung, habe ich verstanden, woran das eigentlich lag.

Diese fehlende Kraft war nicht nur eine Folge von Krebs. Sie hat sichtbar gemacht, wie viel Energie ich schon vorher dafür verbraucht hatte, zu maskieren, mich anzupassen und gegen meine eigene Wahrnehmung zu leben.

Krebs hat das nicht erfunden. Krebs hat mir in der Akutzeit nur die Kapazität genommen, es weiter zu überspielen.

Ein paar Gedanken über krebsinduzierte Neurodivergenz, Maskieren, Sinnlosigkeit, Akuttherapie, Trauma, Sympathikus, Parasympathikus und die Frage, warum man nach so einem Kollaps vielleicht gar nicht mehr ins alte Leben zurück sollte.
21 Minuten
Schule, sinnlose Anforderungen, Demand-Probleme, Hierarchie und dieses Gefühl, innerlich gegen etwas anzulaufen, das für andere völlig normal wirkt.Das hier ist kein glatt ausformulierter Vortrag, sondern eher eine Art spontanes Live-Denken. Mein Versuch, den Gründen für dieses Unwohlsein und für mein Demand-Erleben auf den Grund zu gehen und etwas in Worte zu fassen, das ich schon sehr lange gespürt habe, aber nie richtig benennen konnte.Je weiter ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, dass mein Widerstand nicht nur mit einzelnen Situationen zu tun hat, sondern mit etwas Grundsätzlicherem.Warum sich manche Anforderungen für mich nicht einfach nur nervig, sondern existenziell falsch anfühlen. Warum ich in bestimmten Hierarchien und Systemen nie wirklich Logik erkennen konnte. Und warum mein eigentlicher Kampf vielleicht nie nur gegen Schule, einzelne Menschen oder bestimmte Situationen ging, sondern gegen etwas, das sich für mich insgesamt falsch und entkoppelt angefühlt hat.Es geht um Neurodivergenz, Demand, Hierarchie, Bewusstsein, Sinnlosigkeit und den Versuch, einem tiefen Unwohlsein endlich eine Sprache zu geben.Wenn du dich in Teilen davon wiederfindest, schreib es gern in die Kommentare.
17 Minuten
In dieser Folge spreche ich darüber, was ich erst mit 35 wirklich verstanden habe:

Dass mein Problem nie einfach „mangelnde Konzentration“ war.

Ich rede über Trauma, Masking, Demand-Probleme, Dissoziation, Hyperfokus, sensorische Überforderung und darüber, wie sehr Schule, Körperhaltung, dauerhafter Stress und fehlende Spiegelung mein Erleben geprägt haben.

Für mich war das keine Faulheit, kein fehlender Wille und kein „sich nicht zusammenreißen“.

Mein Gehirn war über Jahre damit beschäftigt, Reize zu ertragen, mich zu regulieren, mich anzupassen und irgendwie funktionsfähig zu bleiben.

Diese Folge ist persönlich, emotional und an einigen Stellen bewusst zugespitzt formuliert.

Ich schildere mein eigenes Erleben, meine Beobachtungen und meine Einordnung. Es geht nicht um sterile Fachsprache, sondern um das, was sich über Jahre in meinem Körper und in meinem Denken aufgebaut hat.

Wenn du dich in Themen wie Trauma, Neurodivergenz, Hyperfokus, Masking, Derealisation, Überforderung oder dem Gefühl, nie wirklich richtig gespiegelt worden zu sein, wiedererkennst, schreib es gern in die Kommentare.

#Trauma #Neurodivergenz #Hyperfokus #Masking #ADHS #Dissoziation #Derealisation #Schule #Nervensystem #Podcast
20 Minuten
Was passiert, wenn deine Realität dauerhaft nicht gespiegelt wird?

In dieser Folge geht es darum, wie es ist, als neurodivergenter Mensch in einer Wirklichkeit zu leben, die von außen oft nicht richtig gelesen, verstanden oder ernst genommen wird. Ich spreche darüber, wie sich das bei mir schon früh gezeigt hat: in der Schule, in meinem Körper, in meiner Reizverarbeitung, in Scham, Erschöpfung und im schwierigen Verhältnis zu den eigenen Bedürfnissen.

Es geht um:

Neurodivergenz als Minderheitenrealität

fehlende Spiegelung und verlorene Selbstkalibrierung

Reizüberflutung und dauerhafte innere Anspannung

Hunger, Durst, Harndrang und Körpersignale unter Stress

Kleidung, Scham und das Übergehen des eigenen Körpers

Hierarchie, Missverständnisse und soziale Fehlpassung

aber auch um die Erfahrung, wie viel sich verändern kann, wenn man von einzelnen Menschen wirklich verstanden wird

Diese Folge ist der Versuch, von innen zu beschreiben, wie sich so etwas anfühlen kann — und warum echtes Verstandenwerden manchmal nicht nur entlastet, sondern einen Menschen überhaupt erst wieder in die Lage versetzt, sich selbst richtig wahrzunehmen.
17 Minuten
In dieser Folge geht es um drei sehr unterschiedliche Perspektiven, die sich im selben Raum begegnen können und trotzdem nicht dieselbe Realität erleben: Menschen im inneren Ausnahmezustand, Menschen, die emotional beteiligt sind, und Menschen, die funktionieren müssen. Anhand von Krebs, Krankenhaus, Dissoziation und zwischenmenschlichen Missverständnissen spreche ich darüber, wie stark Wahrnehmung durch Angst, Überforderung und innere Zustände verändert werden kann.

Warum können harmlose Sätze plötzlich ganz anders ankommen, als sie gemeint sind? Warum scheitert Verständnis oft selbst dann, wenn niemand etwas Böses will? Und was passiert, wenn archaische Schutzmechanismen und Dissoziation die Realität stärker prägen als der eigentliche Moment?

Eine Folge über verschiedene menschliche Realitäten, unsichtbare Spannungen und die Kluft zwischen äußerer Situation und innerem Erleben.

Wenn du Gedanken dazu hast oder eigene Erfahrungen kennst, schreib sie gern in die Kommentare.
21 Minuten
In dieser Folge beschreibe ich sehr konkret, wie sich akute Todesangst/Panik bei mir anfühlt (das „Untergehen inmitten von Menschen“) – und welche Dinge mir geholfen haben, wieder ins Hier-und-Jetzt zu kommen: Fokus-Techniken, Körper-/Atem-Wahrnehmung, Bewegung, „Grounding“ und am Ende ein paar philosophische Gedankenspiele, die mir subjektiv Druck nehmen.

Wichtige Einordnung (kurz & korrekt):

• Wenn ich vereinfacht sage, psychischer und körperlicher „Schmerz“ sei „gleich“: Gemeint ist die Überlappung im Erleben/Stresssystem – nicht, dass beides identisch ist.

• Zahlen/Tasks „beschäftigen“ bei mir den Kopf und dämpfen Panik oft – das ist kein Garant, dass Panik „unmöglich“ wird.

• „Vagus/Nervenstimulation“ nutze ich alltagssprachlich: Ein Zieh-/Dehngefühl bedeutet nicht automatisch „gezielte Nervenstimulation“.

• Die späteren Teile zu Existenz, Alan-Watts-„Dream of Life“, „neue Person nach dem Schlaf“, Blockuniversum etc. sind Gedankenspiele/Metaphern, keine Naturgesetze.

Körper-Hinweis (wichtig):

Wenn ich über Körperarbeit/Dehnung/Kontaktpunkte spreche: Das soll angenehm sein – kein „übel“-Schmerz, kein aggressives Reindrücken. Sobald es unangenehm oder „falsch“ wird: stoppen.

Sicherheits-Hinweis:

Ich erwähne in der Folge auch Press-/Atem-Manöver (Valsalva-ähnlich) ausdrücklich als gefährliche Notfall-Erfahrung. Das ist keine Anleitung und nicht nachmachen (Ohnmacht/Sturz/Verletzungsrisiko). Ich sage das in der Folge selbst nochmal klar.
24 Minuten
In dieser Folge spreche ich darüber, wie Neurodivergenz, Reizüberflutung, Masking und Dissoziation bei mir zusammenspielen – und warum sich bestimmte Erfahrungen (Schule, Autoritäten, Medizin) wie ein durchgehendes Muster anfühlen.Ich beschreibe, was bei mir passiert, wenn Reize nicht mehr filterbar sind: Schlaf/Ess-/Durst-Signale verschwinden, der Körper hängt in Kampf/Flucht, und weil weder Wut noch Rückzug „erlaubt“ waren, blieb irgendwann nur noch Masking. Außen aufmerksam wirken – innen komplett überlastet. Das führte zu Tagträumen, Zeitlücken und Dissoziation.Dann gehe ich in konkrete Situationen aus Kindheit/Jugend und zeige, wie diese Prägung später sogar in Arzt-Situationen wieder auftauchte: Ich habe Warnsignale geschluckt, wurde abgewimmelt – und stand kurz vor der Lymphom-Diagnose praktisch im falschen Film.Kapitel00:00 Neurodivergenz & erster Eindruck (7–10 Sekunden)01:22 Reizüberflutung: Schlaf/Hunger/Durst „aus“03:13 Masking: funktionieren um jeden Preis05:06 Best-of: Kindheit/Jugend/Schule & Autoritäten19:08 Arzt-Story: Vitamin D / Warnsignale / nicht ernst genommen22:09 Kurz vor der Diagnose: „zu jung, keine Sorge“23:40 Fazit: Warum ich manchmal so vehement bin️ Hinweis: Hochdosiertes Vitamin D kann gefährlich sein. Bitte nicht nachmachen und medizinische Themen ärztlich abklären.
15 Minuten
Hinweis: Diese Folge spiegelt meine persönlichen Erfahrungen und Schlussfolgerungen wider. Sie ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Wenn du akut in einer Krise bist, hol dir bitte sofort Hilfe (Notruf 112 oder TelefonSeelsorge 116 123 in Deutschland).

In dieser Folge sage ich klar, warum ich meine Traumaverarbeitung und meine psychische Stabilisierung heute weitgehend auf eigene Faust mache. Ich habe in meinem Leben mit vielen Therapeut:innen gesprochen – und ich habe dabei nicht nur erlebt, wie viel Kraft das kosten kann, sondern auch, wie gefährlich es werden kann, wenn man mit echten Warnsignalen nicht ernst genommen wird. Ich erzähle, warum mein Vertrauen in klassische Settings dadurch massiv beschädigt ist und weshalb ich mir nicht nochmal leisten will, dass meine Wahrnehmung relativiert oder weg erklärt wird.

Ich spreche außerdem darüber, was es für mich heißt, neurodivergent zu sein – Masking, Reizoffenheit, Dissoziation, diese dauerhafte innere Anspannung – und warum ich erst jetzt wirklich begreife, was das in meinem Leben die ganze Zeit bedeutet hat. Ich beschreibe konkret, wie sich dieses Muster im Alltag zeigt: draußen unter Menschen, in Arztgesprächen, bei sozialem Druck, sogar beim Schach. Und warum es für mich so ein Wendepunkt ist, das nicht mehr als einzelne Probleme zu sehen, sondern als ein durchgehendes Muster, das plötzlich alles erklärt.

Und ich erkläre, warum ich stattdessen auf einen anderen Weg setze: Schreiben, Podcast, Recherche und Selbstbeobachtung über Zeit – und KI als Werkzeug, um mich informieren und reflektieren zu können, ohne mich jedes Mal in triggernde Systeme begeben zu müssen. Der Maßstab ist für mich nicht Theorie, sondern Veränderung: mehr Grundruhe, mehr Klarheit, bessere Konzentration – und das Gefühl, meine Vergangenheit endlich verstehen zu können.
9 Minuten
Feiertage können Dinge hochziehen, die lange ruhig waren: Erinnerungen, Körperreaktionen, Kontrollverlust.

In dieser Folge spreche ich darüber, wie sich die Feiertage für mich angefühlt haben – im Kontext von Krankheit, medizinischer Erfahrung und psychischer Belastung – und warum bestimmte Tage mein Nervensystem stärker triggern als andere.

Es geht nicht um Lösungen oder Anleitungen.

Sondern um Einordnung, Selbstbeobachtung und das Aussprechen eines Zustands: ausgeliefert sein, sich verlieren – und trotzdem bei sich bleiben zu wollen.

Eine persönliche Folge, ohne Kitsch, ohne Rezepte.

Hinweis: persönliche Erfahrung und subjektive psychologische Einordnung. Keine medizinische oder therapeutische Anleitung.
23 Minuten
️ Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Krebs, Traumata, Dissoziation und starke Stressreaktionen.

In dieser Folge spreche ich über meine frühen Dissoziationserfahrungen und wie sie sich bis in meine Krebstherapien hinein fortgesetzt haben. Ich erkläre, warum mein Nervensystem schon in der Kindheit überfordert war, wie Tagträume zu einer psychischen Überlebensstrategie wurden und weshalb soziale Situationen für mich bis heute eine massive Reizüberflutung darstellen.

Außerdem geht es um den Freeze-Modus: den moment, in dem der Körper komplett herunterfährt, weil der Sympathikus nicht mehr kann und der Parasympathikus übernimmt. Ich zeige, wie Medikamente, Chemotherapie und hormonelle Veränderungen diesen Zustand verstärken – und warum das nichts mit „Schwäche“ zu tun hat, sondern mit einem überlasteten System, das sich schützen will.

Eine Folge über Kindheit, Trauma, Neurobiologie und den Versuch, sich seine Realität zurückzuerobern.
18 Minuten
Triggerhinweis: Persönliche Krisenerfahrung, Krankheit, psychische Belastung, Frustration.

In dieser Folge zeige ich, wie ich begonnen habe, KI zu nutzen, um meine Psyche besser zu verstehen. Ich schildere ChatGPT noch einmal mein erstes Aha-Erlebnis nach meiner Krebsbehandlung – diesmal so, als würde ich es direkt in diesen Moment hinein erklären. Die Antwort der KI ist vollständig in der Folge zu hören.

Genau so bin ich damals überhaupt erst auf den Gedanken gekommen, dass das, was ich erlebe, etwas mit Dissoziation zu tun haben könnte. Nicht als großes Theorie-Thema der Folge, sondern als Begriff, der plötzlich zu meinem Erleben gepasst hat.

Diese Folge ist kein Lehrbuch und keine fertige Erklärung, sondern ein Beispiel dafür, wie KI mir geholfen hat, anders auf meine Psyche zu schauen und mein eigenes Erleben besser einzuordnen.

Hinweis: Diese Folge ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung.