KI als Trainingsassistenz: Einsatz von Künstliche Intelligenz für Trainer

KI als Trainingsassistenz: Einsatz von Künstliche Intelligenz für Trainer

vor 1 Tag
Was verändert sich für Trainerinnen und Trainer, wenn sie KI als konkretes Werkzeug in der Vorbereitung, live im Seminar, und in der Nachbereitung nutzen?
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Erfahrungsaustausch zum Lernen im Unternehmenskontext

Beschreibung

vor 1 Tag
Gemeinsam mit Simone Engelhard und Simon Qualmann von der Lernglust
spreche ich in dieser Folge über den Einsatz von KI im
Trainingsumfeld. Die beiden haben sich das Thema aber nicht nur in
der Praxis erarbeitet, sondern auch zu Papier gebracht: In ihrem
Buch "Seminare, Workshops und Meetings mit KI unterstützen". Warum
ein Buch über KI? Die Idee kam nach Simones Master-Thesis zu KI im
Corporate Learning auf. Die Kernfrage: Kann KI nicht nur schnell
Lernziele formulieren, sondern qualitativ sinnvolle Lerninhalte
mitgestalten? Das Buch richtet sich bewusst nicht an
Technik-Enthusiasten, sondern an Menschen, die mit Gruppen arbeiten
und wissen wollen, wo KI wirklich hilft und wo man lieber selbst
Hand anlegt. Den schnelllebigen Teil, aktuelle Tools und
Anwendungsfälle, haben die Autoren bewusst in digitale
Zusatzmaterialien ausgelagert, damit das Buch selbst länger
relevant bleibt. „Es war nicht der Gedanke, uns
wegzurationalisieren, sondern zu fragen, welche Möglichkeiten
passen zu meinen Skills, zu meinen Themen." Sechs Rollen – ein
Modell für den ganzen Trainingsprozess Ein Baustein des Buches ist
ein Rollenmodell, das KI entlang des Trainingsprozesses verortet:
Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung. Beispiele sind: Der
Prozessunterstützer bei der Vorbereitung: Er hilft dabei,
Zielgruppen besser zu verstehen. Der Kreativmotor bei der
Vorbereitung: Ein Trick: Nicht einfach „du bist ein kreativer
Content Writer" als Prompt nutzen, sondern die KI in eine konkrete
Person innerhalb der Zielgruppe versetzen. Ein Handwerker, der eine
kreative Lösung sucht, liefert ganz andere Ideen als ein
generischer „Kreativexperte". Der Moderationsmanager &
Interaktionsimpuls während der Durchführung: Dabei ist die KI nicht
als Hauptdarstellerin, sondern als Methode im Einsatz. So kann sie
zum Beispiel in Vorstellungsrunden Gruppen helfen sich selbst und
ihrer Erwartungen besser vorzustellen. Reflektionsanalyst bei der
Nachbereitung: Dabei bewusst die KI auch als Kritiker nutzen!
Welche Fähigkeiten brauchen Trainer morgen? Didaktisches
Grundwissen bleibt unverzichtbar. Es geht nicht darum, jedes Detail
zu beherrschen, sondern einschätzen zu können, ob das, was KI
ausspuckt, didaktisch Sinn ergibt. Situative Reaktionsfähigkeit ist
weiterhin notwendig. Die KI kann schließlich nicht helfen, wenn
etwas in der Gruppe eskaliert oder ins Stocken gerät.
Vermittlerkompetenz wird sogar noch wichtiger. Die Welt wird
diverser, kontroverser, komplexer. Dafür braucht es Menschen, die
Räume halten können. Und wenn ich gar nicht mitgehen will beim
KI-Trend? Jedem Trend wohnt ein Gegentrend inne. Auszubildende z.B.
freuen sich über haptische Aufgaben ohne KI-Beteiligung. Digital
Detox hat seine Berechtigung. Fazit KI ist kein Ersatz für gutes
Training. Es ist aber ein ernstzunehmendes Arbeitsmittel, das man
bewusst einsetzen kann und sollte. Der Unterschied liegt nicht im
Tool, sondern in der Frage dahinter: Was will ich eigentlich? Wer
das nicht weiß, wird mit KI genauso wenig weiterkommen wie ohne.
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