Learning Circles: Wie strukturiertes Peer Learning wirkt

Learning Circles: Wie strukturiertes Peer Learning wirkt

vor 3 Wochen
Interview mit Nele Graf über Learning Circles: eine Lernmethode die nicht nur effektiv ist sondern auch die Lernkultur verändern kann.
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Erfahrungsaustausch zum Lernen im Unternehmenskontext

Beschreibung

vor 3 Wochen
# Learning Circles: Wie strukturiertes Peer Learning wirkt Wie
gestalten wir Lernprozesse, die wirklich etwas verändern. Lernen,
das mehr ist als der passive Konsum von Inhalten? Gemeinsam mit
Nele Graf spreche ich in dieser Folge über ein Format, das genau
hier ansetzt: Learning Circles. Richtig eingesetzt können Learning
Circles deutlich wirksamer sein als manche klassische
Trainingsformate. Wir sprechen über konkrete Praxisbeispiele und
darüber, wie der Einstieg im eigenen Unternehmen gelingen kann. ##
Was Learning Circles wirklich sind Ein Learning Circle ist keine
lose Lerngruppe, sondern ein strukturiertes Peer Learning Format
mit klaren Rahmenbedingungen, zum Beispiel: - 3 bis 6 Personen -
definierter Zeitraum, häufig über 12 Wochen - regelmäßige Treffen -
klare Lernziele - Praxistransfer zwischen den Sessions Der
entscheidende Punkt ist die Kombination aus Dialog, Verbindlichkeit
und Umsetzung. Zwischen den Treffen wird ausprobiert. In den
Treffen wird reflektiert. Dieser feste Rhythmus macht den
Unterschied. Learning Circles sind damit nah an echter
Kompetenzentwicklung. Sie schaffen eine tragfähige Basis für
nachhaltige Verhaltensänderungen. ## Warum das Format so wirksam
ist Im Gespräch sprechen wir unter anderem über drei zentrale
Wirkmechanismen: **1. Soziale Verbindlichkeit** Die Teilnehmenden
lernen in einer festen Gruppe. Aus Verantwortung gegenüber den
anderen bleiben sie eher dran. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit,
dass Lernvorhaben konsequent abgeschlossen und werden und in die
Praxis umgesetzt werden. **2. Reflexion im Dialog** Komplexe Themen
profitieren von unterschiedlichen Perspektiven. Führung,
Kommunikation oder der Umgang mit KI haben selten einfache
Lösungen. Der gemeinsame Austausch ermöglicht es, voneinander zu
lernen, neue Sichtweisen zu entwickeln oder durch die Erkentnisse
der anderen zu erweitern. **3. Transfer in die Praxis** Learning
Circles koppeln Lernen direkt an Anwendung. Planen, Umsetzen,
Reflektieren und Anpassen. Dieser iterative Prozess sorgt für
nachhaltigere Effekte als punktuelle Trainingsimpulse. ##
Gestaltung macht den Unterschied Learning Circle ist nicht gleich
Learning Circle, und natürlich ist das Format auch keine
Universallösung. Im Gespräch schauen wir auf verschiedene
Stellhebel, mit denen sich das Format an unterschiedliche
Zielsetzungen anpassen lässt: - Heterogene vs. homogene Lerngruppen
- Einheitliche Lernziele oder ein gemeinsames Oberthema mit
individuellen Projekten - Aktive Begleitung durch eine Moderation,
Unterstützung durch einen Leitfaden oder vollständig
selbstorganisierte Gruppen Es gibt noch einige weitere Stellhebel,
die in dem Buch "Die Kraft der Learning Circles" von Nele zu finden
sind. ## Learning Circles als Kulturinstrument Was häufig übersehen
wird ist, dass Learning Circles nicht nur ein Lernformat sind.
Richtig eingesetzt können sie auch ein Instrument der
Organisationsentwicklung sein. Sie stärken Dialogfähigkeit,
Eigenverantwortung und kollektive Lernfähigkeit. Damit beeinflussen
sie langfristig mindestens die Lernkultur einer Organisation. ##
Fazit Learning Circles sind ein wirkungsvolles Format, das
Teilnehmenden ermöglicht, Verantwortung für ihre Lernprozesse zu
übernehmen, Erfahrungen zu teilen und Umsetzung verbindlich
einzuplanen. Wer Lernen nicht delegieren, sondern wirksam gestalten
möchte, sollte dieses Format ernsthaft in Betracht ziehen.
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