LernXP: Der LernXplorer Podcast

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Erfahrungsaustausch zum Lernen im Unternehmenskontext
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Episoden

KI als Trainingsassistenz: Einsatz von Künstliche Intelligenz für Trainer
24.05.2026
1 Stunde 1 Minute
Gemeinsam mit Simone Engelhard und Simon Qualmann von der Lernglust spreche ich in dieser Folge über den Einsatz von KI im Trainingsumfeld. Die beiden haben sich das Thema aber nicht nur in der Praxis erarbeitet, sondern auch zu Papier gebracht: In ihrem Buch "Seminare, Workshops und Meetings mit KI unterstützen". Warum ein Buch über KI? Die Idee kam nach Simones Master-Thesis zu KI im Corporate Learning auf. Die Kernfrage: Kann KI nicht nur schnell Lernziele formulieren, sondern qualitativ sinnvolle Lerninhalte mitgestalten? Das Buch richtet sich bewusst nicht an Technik-Enthusiasten, sondern an Menschen, die mit Gruppen arbeiten und wissen wollen, wo KI wirklich hilft und wo man lieber selbst Hand anlegt. Den schnelllebigen Teil, aktuelle Tools und Anwendungsfälle, haben die Autoren bewusst in digitale Zusatzmaterialien ausgelagert, damit das Buch selbst länger relevant bleibt. „Es war nicht der Gedanke, uns wegzurationalisieren, sondern zu fragen, welche Möglichkeiten passen zu meinen Skills, zu meinen Themen." Sechs Rollen – ein Modell für den ganzen Trainingsprozess Ein Baustein des Buches ist ein Rollenmodell, das KI entlang des Trainingsprozesses verortet: Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung. Beispiele sind: Der Prozessunterstützer bei der Vorbereitung: Er hilft dabei, Zielgruppen besser zu verstehen. Der Kreativmotor bei der Vorbereitung: Ein Trick: Nicht einfach „du bist ein kreativer Content Writer" als Prompt nutzen, sondern die KI in eine konkrete Person innerhalb der Zielgruppe versetzen. Ein Handwerker, der eine kreative Lösung sucht, liefert ganz andere Ideen als ein generischer „Kreativexperte". Der Moderationsmanager & Interaktionsimpuls während der Durchführung: Dabei ist die KI nicht als Hauptdarstellerin, sondern als Methode im Einsatz. So kann sie zum Beispiel in Vorstellungsrunden Gruppen helfen sich selbst und ihrer Erwartungen besser vorzustellen. Reflektionsanalyst bei der Nachbereitung: Dabei bewusst die KI auch als Kritiker nutzen! Welche Fähigkeiten brauchen Trainer morgen? Didaktisches Grundwissen bleibt unverzichtbar. Es geht nicht darum, jedes Detail zu beherrschen, sondern einschätzen zu können, ob das, was KI ausspuckt, didaktisch Sinn ergibt. Situative Reaktionsfähigkeit ist weiterhin notwendig. Die KI kann schließlich nicht helfen, wenn etwas in der Gruppe eskaliert oder ins Stocken gerät. Vermittlerkompetenz wird sogar noch wichtiger. Die Welt wird diverser, kontroverser, komplexer. Dafür braucht es Menschen, die Räume halten können. Und wenn ich gar nicht mitgehen will beim KI-Trend? Jedem Trend wohnt ein Gegentrend inne. Auszubildende z.B. freuen sich über haptische Aufgaben ohne KI-Beteiligung. Digital Detox hat seine Berechtigung. Fazit KI ist kein Ersatz für gutes Training. Es ist aber ein ernstzunehmendes Arbeitsmittel, das man bewusst einsetzen kann und sollte. Der Unterschied liegt nicht im Tool, sondern in der Frage dahinter: Was will ich eigentlich? Wer das nicht weiß, wird mit KI genauso wenig weiterkommen wie ohne.
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KI in Learning & Development: Bei Design, Durchführung und Administration
26.04.2026
58 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Nico Bitzer, Gründer eines auf KI-Transformation spezialisierten Trainingsnetzwerks, über den Einsatz von KI im Corporate Learning. Wir sprechen darüber, wie L&D-Teams mit Claude Skills strukturierte Lernkonzepte auf Basis echter Business Outcomes entwickeln, wie Content einmal erstellt und für verschiedene Unternehmensbereiche auf Knopfdruck angepasst werden kann und warum der administrative Bereich in L&D noch enormes KI-Potenzial hat: von der automatischen Auswertung von Feedback-Formularen über KI-gestützten LMS-Support bis hin zu personalisierten Lernempfehlungen direkt im Teams-Chat. Außerdem: Ein besonders beeindruckender Use Case, bei dem Mitarbeitende eine KI-Lernberaterin anrufen können, die das gesamte LMS kennt und passende Lernangebote empfiehlt. Nicos Fazit: Die größte Chance für L&D liegt nicht darin, schneller dieselben Aufgaben zu erledigen, sondern endlich wieder Zeit für das zu haben, was wirklich zählt: Menschen in der Organisation passend zu den Unternehmenszielen weiterzubringen.
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Learning Circles: Wie strukturiertes Peer Learning wirkt
08.03.2026
1 Minute
# Learning Circles: Wie strukturiertes Peer Learning wirkt Wie gestalten wir Lernprozesse, die wirklich etwas verändern. Lernen, das mehr ist als der passive Konsum von Inhalten? Gemeinsam mit Nele Graf spreche ich in dieser Folge über ein Format, das genau hier ansetzt: Learning Circles. Richtig eingesetzt können Learning Circles deutlich wirksamer sein als manche klassische Trainingsformate. Wir sprechen über konkrete Praxisbeispiele und darüber, wie der Einstieg im eigenen Unternehmen gelingen kann. ## Was Learning Circles wirklich sind Ein Learning Circle ist keine lose Lerngruppe, sondern ein strukturiertes Peer Learning Format mit klaren Rahmenbedingungen, zum Beispiel: - 3 bis 6 Personen - definierter Zeitraum, häufig über 12 Wochen - regelmäßige Treffen - klare Lernziele - Praxistransfer zwischen den Sessions Der entscheidende Punkt ist die Kombination aus Dialog, Verbindlichkeit und Umsetzung. Zwischen den Treffen wird ausprobiert. In den Treffen wird reflektiert. Dieser feste Rhythmus macht den Unterschied. Learning Circles sind damit nah an echter Kompetenzentwicklung. Sie schaffen eine tragfähige Basis für nachhaltige Verhaltensänderungen. ## Warum das Format so wirksam ist Im Gespräch sprechen wir unter anderem über drei zentrale Wirkmechanismen: **1. Soziale Verbindlichkeit** Die Teilnehmenden lernen in einer festen Gruppe. Aus Verantwortung gegenüber den anderen bleiben sie eher dran. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Lernvorhaben konsequent abgeschlossen und werden und in die Praxis umgesetzt werden. **2. Reflexion im Dialog** Komplexe Themen profitieren von unterschiedlichen Perspektiven. Führung, Kommunikation oder der Umgang mit KI haben selten einfache Lösungen. Der gemeinsame Austausch ermöglicht es, voneinander zu lernen, neue Sichtweisen zu entwickeln oder durch die Erkentnisse der anderen zu erweitern. **3. Transfer in die Praxis** Learning Circles koppeln Lernen direkt an Anwendung. Planen, Umsetzen, Reflektieren und Anpassen. Dieser iterative Prozess sorgt für nachhaltigere Effekte als punktuelle Trainingsimpulse. ## Gestaltung macht den Unterschied Learning Circle ist nicht gleich Learning Circle, und natürlich ist das Format auch keine Universallösung. Im Gespräch schauen wir auf verschiedene Stellhebel, mit denen sich das Format an unterschiedliche Zielsetzungen anpassen lässt: - Heterogene vs. homogene Lerngruppen - Einheitliche Lernziele oder ein gemeinsames Oberthema mit individuellen Projekten - Aktive Begleitung durch eine Moderation, Unterstützung durch einen Leitfaden oder vollständig selbstorganisierte Gruppen Es gibt noch einige weitere Stellhebel, die in dem Buch "Die Kraft der Learning Circles" von Nele zu finden sind. ## Learning Circles als Kulturinstrument Was häufig übersehen wird ist, dass Learning Circles nicht nur ein Lernformat sind. Richtig eingesetzt können sie auch ein Instrument der Organisationsentwicklung sein. Sie stärken Dialogfähigkeit, Eigenverantwortung und kollektive Lernfähigkeit. Damit beeinflussen sie langfristig mindestens die Lernkultur einer Organisation. ## Fazit Learning Circles sind ein wirkungsvolles Format, das Teilnehmenden ermöglicht, Verantwortung für ihre Lernprozesse zu übernehmen, Erfahrungen zu teilen und Umsetzung verbindlich einzuplanen. Wer Lernen nicht delegieren, sondern wirksam gestalten möchte, sollte dieses Format ernsthaft in Betracht ziehen.
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Vibe Learning. Zwischen KI, Flow und wirksamem Lernen
25.01.2026
1 Minute
Was ist Vibe Learning und warum braucht Lernen wieder mehr Leichtigkeit. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie KI Lernprozesse spielerischer macht und wo ihre Grenzen liegen. Es geht um Flow, Neugier, kritische Reflexion und die Frage, wie aus einem guten Lerngefühl echte Tiefe entsteht.
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"KI-Akzeptanzkultur statt Lernkultur?" 3 Thesen zu KI im Lernen
14.12.2025
1 Minute
Wenn KI jederzeit Fachwissen liefert, Code schreibt, Texte kürzt und Präsentationen baut – brauchen wir dann wirklich noch Lernkultur? Oder reicht es, wenn alle „einfach nur“ lernen, mit ChatGPT, Copilot \& Co. umzugehen? In dieser Folge spreche ich mit **Prof. Dr. Julian Decius** von der Universität Bremen über drei provokante Thesen, die er auf einer Fachtagung vorgestellt und mit Praktiker:innen und Forschenden kontrovers diskutiert hat: 1. **KI macht mein Lehrbuchwissen überflüssig.** 2. **KI macht unsere Teams kaputt.** 3. **KI-Akzeptanzkultur ist die neue Lernkultur.** Wir gehen der Frage nach, was das für **Corporate Learning, Teamarbeit und Lernkultur** bedeutet. Was müssen wir hier als Organisationen unterstützen, wo müssen wir aber auch gegensteuern? > „Es wird sich eine Menge ändern, aber – wie bei jeder neuen Technologie – teilweise zum Positiven und teilweise zum Negativen.“ Während der Diskussion der Thesen gehen wir unter anderem auch auf Themen ein wie: * Deep vs. shallow Learning: Wann KI Lernen unterstützt und wann sie es untergräbt * Performance Support vs. Development Support: Zwei völlig unterschiedliche KI-Rollen im Lernprozess * Einfluss auf Wissensfluss und Wertschätzung durch den Einsatz von KI im Team * Weniger Junior-Positionen und welche Probleme daraus entstehen Klar ist: ### KI hat einen Einfluss auf das Lernen Das Gespräch zeigt: Lernprozesse werden bequemer und individueller, gleichzeitig gibt es aber auch Auswirkungen auf die Lerntiefe, das Teamlernen und die Teamdynamik. Es bleibt damit für jeden von uns die Frage: Wie wollen wir den bewussten Umgang mit der KI gestalten?
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