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Beschreibung
vor 1 Woche
Elektrisch in die Zukunft: die Transformation bei der Rüdinger
Spedition
Die Rüdinger Spedition aus Krautheim (Hohenlohekreis) hat sich in
den vergangenen Jahren intensiv mit dem Einsatz von Elektro-Lkw
beschäftigt und ein ausgeklügeltes Elektro-Ökosystem aufgebaut.
Im September 2023 war das Unternehmen, dessen Spezialität
XXL-Stückgut, Sammelgut und Lagerlogistik sind, mit einem
Elektro-Verteiler-Lkw in die E-Mobilität gestartet. Heute sind 36
der 250 firmeneigenen Trucks mit Elektroantrieb unterwegs –
überwiegend im Nah- und Regionalverehr.
„Für uns ist klar: in Zukunft 100 Prozent elektrisch“,
betont E-Mobilitätsmanager Max Rüdinger im Talk mit
Zero-Emission-Experte Christoph Wede und Fachjournalist Matthias
Rathmann. In seiner Bachelorarbeit beim KIT hat er sich mit der
Elektrifizierung in der Logistik auseinandergesetzt. Die
Top-Erkenntnis darin: „Elektro-Lkw lassen sich heute schon
wirtschaftlich einsetzen, wenn wir vor Ort ein passendes,
optimiertes Energiesystem schaffen und günstig Strom beziehen
können“, erläutert Max Rüdinger, der die vierte Generation der
Unternehmerfamilie vertritt und zurzeit seinen Master in
Wirtschaftswissenschaften in Mailand macht.
Das Logistikunternehmen setzt neben einem günstigen Einkauf am
Spotmarkt und selbst erzeugtem Sonnenstrom auf eine intelligente
Orchestrierung aller Komponenten des Energiesystems. Hier kommt
ELU Mobility ins Spiel. Das Betriebssystem des Unternehmens
koordiniert die Fahrzeuge mit den Ladestationen und
Energieanlagen – alles in Echtzeit für eine maximale
Energieeffizienz.
„Die Plattform kennt die Touren, weiß, wann die Fahrzeuge
zurückkehren, und kennt die Spotmarkt-Preiskurve sowie die
Photovoltaik-Vorhersage. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren
optimiert sie das System“, erläutert Max Rüdinger. Das Fahrzeug
im Schichtbetrieb, das in einer halben Stunde den Hof verlassen
muss, wird gegenüber dem anderen Fahrzeug priorisiert, das erst
in anderthalb Stunden aufbricht.
Das Herzstück der Rüdinger-Ladelandschaft bildet ein im September
eröffneter Ladepark. Er wird von einer Ladetraverse überspannt,
an der sieben Kabelarme mit Ladekabeln befestigt sind. Zehn Lkw
mit Aufliegern finden gleichzeitig darunter Platz. Insgesamt
stehen dem Unternehmen aktuell 14 AC-Ladepunkte, die zum
Übernachtladen auch für Lkw genutzt werden, und 20 DC-Ladepunkte
von 60 bis 400 kW zur Verfügung.
Im eigenen Depot kann die Rüdinger Spedition also günstigen Strom
nach Bedarf nutzen. Im Fernverkehr sind viele Flottenbetreiber
aktuell froh, wenn sie überhaupt eine Lademöglichkeit finden.
Auch dazu und zu der Frage, wo seine Schmerzgrenze beim
Strompreis unterwegs liegt, äußert sich Max Rüdinger. Reinhören
lohnt sich.
Wir freuen uns auf Euer Feedback und Anregungen für weitere
Episoden.
Kontakt:
Matthias Rathmann
matthias@rathmann-communications.de
Christoph Wede
christoph.wede@emobilityconsult.com
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