Podcaster
Episoden
04.07.2026
31 Minuten
Vom Fahrzeug zur Energie: die neue Phase der Transformation
Wo kommt eigentlich der Strom her, fragen schon die Kinder. Es ist auch für Transport- und Logistikunternehmen, die sich der Antriebswende stellen, eine Schlüsselfrage. Denn der Strombedarf für eine erfolgreiche Elektrifizierung des Fuhrparks und der Logistik ist gewaltig. Die Netzkapazität ist der Flaschenhals. Ein Ausbau der Netze verschlingt hohe Milliardensummen. Er ist aber ohne Alternative, wenn die Branche den fossilen Energieträgern den Rücken kehren soll.
Flottenbetreiber sind also im Spannungsfeld von ehrgeizigen Klima- und Transformationszielen und den oft ernüchternden Realitäten der Netzkapazität. Um so mehr kommt es darauf an, die verfügbare Energie bestmöglich zu nutzen – durch ein intelligentes Lade- und Energiemanagement. Angebote rund ums Thema Energiesysteme lieferte kürzlich die Branchenmesse Power2Drive in München, bei der viele Spediteure Antworten auf ihre konkreten Fragestellungen suchten. Der Aufbau eines Energiesystems ist ein kostspieliges Unterfangen. Daher sind Fördermittel, die der Bund bis 2030 für den Aufbau von Ladeinfrastruktur und Elektro-Ökosystemen bereit stellt, vielfach Teil der Investitionsplanung.
In Episode #9 ihre Podcasts AntriebsWEDE & ModeRATHMANN blicken Zero-Emission-Experte Christoph Wede und Fachjournalist Matthias Rathmann auf die Power2Drive zurück, ziehen eine Zwischenbilanz zu den ersten Aufrufen des Förderprogramms zur Ladeinfrastruktur und erläutern, welch gewaltiger Strombedarf durch die Umstellung auf Elektro-Trucks in der Logistik in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Laut einer aktuellen Studie der RWTH Aachen im Auftrag des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik wird der jährliche Strombedarf der Logistikbranche bis 2045 auf 186 Terrawattstunden (THh) und damit auf das Achtfache des heutigen Bedarfs steigen. Schon 2035 wird die Branche mehr Strom benötigen als die energieintensiven Branchen Stahl und Chemie zusammen.
Die Podcasts-Hots geben außerdem ein Update zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Wasserstoffmobilität. Zum einen meldeten Daimler Truck und Keyou kürzlich eine Partnerschaft im Bereich der Wasserstoffmotoren. Zum anderen gab das Bundesverkehrsministerium bekannt, wie viele Anträge auf Fahrzeuge und Tankstellen beim aktuellen Förderprogramm zur Wasserstoffmobilität eingegangen sind. Ein kurzer Ausblick auf die IAA Transportation in Hannover rundet die Episode ab, die Christoph Wede und Matthias Rathmann aus aktuellem Anlass mit „Extra“ überschrieben haben.
Viel Freude beim Anhören! Die Macher des Podcasts freuen sich über Feedback, Empfehlungen und natürlich über positive Bewertungen.
Kontakt Matthias Rathmann matthias@rathmann-communications.de Christoph Wede christoph.wede@emobilityconsult.com
Wo kommt eigentlich der Strom her, fragen schon die Kinder. Es ist auch für Transport- und Logistikunternehmen, die sich der Antriebswende stellen, eine Schlüsselfrage. Denn der Strombedarf für eine erfolgreiche Elektrifizierung des Fuhrparks und der Logistik ist gewaltig. Die Netzkapazität ist der Flaschenhals. Ein Ausbau der Netze verschlingt hohe Milliardensummen. Er ist aber ohne Alternative, wenn die Branche den fossilen Energieträgern den Rücken kehren soll.
Flottenbetreiber sind also im Spannungsfeld von ehrgeizigen Klima- und Transformationszielen und den oft ernüchternden Realitäten der Netzkapazität. Um so mehr kommt es darauf an, die verfügbare Energie bestmöglich zu nutzen – durch ein intelligentes Lade- und Energiemanagement. Angebote rund ums Thema Energiesysteme lieferte kürzlich die Branchenmesse Power2Drive in München, bei der viele Spediteure Antworten auf ihre konkreten Fragestellungen suchten. Der Aufbau eines Energiesystems ist ein kostspieliges Unterfangen. Daher sind Fördermittel, die der Bund bis 2030 für den Aufbau von Ladeinfrastruktur und Elektro-Ökosystemen bereit stellt, vielfach Teil der Investitionsplanung.
In Episode #9 ihre Podcasts AntriebsWEDE & ModeRATHMANN blicken Zero-Emission-Experte Christoph Wede und Fachjournalist Matthias Rathmann auf die Power2Drive zurück, ziehen eine Zwischenbilanz zu den ersten Aufrufen des Förderprogramms zur Ladeinfrastruktur und erläutern, welch gewaltiger Strombedarf durch die Umstellung auf Elektro-Trucks in der Logistik in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Laut einer aktuellen Studie der RWTH Aachen im Auftrag des DSLV Bundesverband Spedition und Logistik wird der jährliche Strombedarf der Logistikbranche bis 2045 auf 186 Terrawattstunden (THh) und damit auf das Achtfache des heutigen Bedarfs steigen. Schon 2035 wird die Branche mehr Strom benötigen als die energieintensiven Branchen Stahl und Chemie zusammen.
Die Podcasts-Hots geben außerdem ein Update zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Wasserstoffmobilität. Zum einen meldeten Daimler Truck und Keyou kürzlich eine Partnerschaft im Bereich der Wasserstoffmotoren. Zum anderen gab das Bundesverkehrsministerium bekannt, wie viele Anträge auf Fahrzeuge und Tankstellen beim aktuellen Förderprogramm zur Wasserstoffmobilität eingegangen sind. Ein kurzer Ausblick auf die IAA Transportation in Hannover rundet die Episode ab, die Christoph Wede und Matthias Rathmann aus aktuellem Anlass mit „Extra“ überschrieben haben.
Viel Freude beim Anhören! Die Macher des Podcasts freuen sich über Feedback, Empfehlungen und natürlich über positive Bewertungen.
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20.06.2026
34 Minuten
Wasserstoff als Teil der Lösung: Hyundai-Manager Cambournac spricht Klartext
Kurze Betankungszeiten, hohe Nutzlast und Reichweiten – es gibt gute Argumente für Wasserstoffanwendungen in der Logistik. Zu teuer, zu wenige Tankstellen, sagen die anderen. Fakt ist: Fahrzeuge sind bereits verfügbar, die eine Vielzahl an Einsatzfeldern abdecken. Und auch Tankstellen lassen sich entlang der Routen finden. Ein Selbstläufer ist das Ganze aber nicht, auch angesichts der aktuellen Preise fürs Kilogramm Wasserstoff. Der Einsatz will gut geplant werden.
Der Fahrzeughersteller Hyundai ist einer der Wasserstoff-Vorreiter in der Logistik. Die Verantwortlichen dort sind von den Vorteilen überzeugt und wollen ihr Engagement in diesem Bereich noch deutlich ausbauen. Was konkret geplant ist, erläutert Charles Cambournac, Geschäftsführer von Hyundai Hydrogen Mobility Germany, in Episode #8 des Podcasts AntriebsWEDE & ModeRATHMANN. Eine Sattelzugmaschinen für Fernverkehrs-Anwendungen soll 2029 auf den Markt kommen. Ebenso ist eine neue Brennstoffzellen-Generation geplant, die einen noch wirtschaftlicheren Betrieb ermöglichen soll.
Das Team von Hyundai Hydrogen Mobility hat seit dem Marktstart in Europa umfangreiche Erfahrungen gesammelt. „Wir reden von 21 Millionen Kilometern, die unsere Kunden mit den Fahrzeugen absolviert haben“, berichtet Charles Cambournac. Rund 170 Modelle des Xcient Fuel Cell sind europaweit auf unterschiedlichen Relationen im Einsatz, überwiegend im Regionalverkehr. Und es könnten noch deutlich mehr werden: Aktuell läuft ein Förderprogramm, das den Aufbau von Wasserstoff-Lkw und -Tankstellen mit 220 Millionen Euro unterstützt. Interessierte sollten sich sputen: Die Antragsfrist läuft am 30. Juni ab.
In Episode #8 setzen sich Zero-Emission-Experte Christoph Wede und Fachjournalist Matthias Rathmann ausführlich mit der Wasserstoffmobilität auseinander. Mit ihrem Podcast-Format verfolgen sie einen technologieoffenen Ansatz – in der Überzeugung, dass Wasserstoff, Biogas (CNG und LNG) und HVO neben batterieelektrisch angetriebenen Lkw ebenso Teil der Lösung sind und zum Klimaschutz beitragen. Medienpartner von AntriebsWEDE & ModeRATHMANN ist der KFZanzeiger – das Magazin für die Transportbranche.
Die Macher des Podcasts freuen sich auf Feedback, Bewertungen und Empfehlungen durch die Community.
Kontakt:
Matthias Rathmann matthias@rathmann-communications.de
Christoph Wede christoph.wede@emobilityconsult.com
Kurze Betankungszeiten, hohe Nutzlast und Reichweiten – es gibt gute Argumente für Wasserstoffanwendungen in der Logistik. Zu teuer, zu wenige Tankstellen, sagen die anderen. Fakt ist: Fahrzeuge sind bereits verfügbar, die eine Vielzahl an Einsatzfeldern abdecken. Und auch Tankstellen lassen sich entlang der Routen finden. Ein Selbstläufer ist das Ganze aber nicht, auch angesichts der aktuellen Preise fürs Kilogramm Wasserstoff. Der Einsatz will gut geplant werden.
Der Fahrzeughersteller Hyundai ist einer der Wasserstoff-Vorreiter in der Logistik. Die Verantwortlichen dort sind von den Vorteilen überzeugt und wollen ihr Engagement in diesem Bereich noch deutlich ausbauen. Was konkret geplant ist, erläutert Charles Cambournac, Geschäftsführer von Hyundai Hydrogen Mobility Germany, in Episode #8 des Podcasts AntriebsWEDE & ModeRATHMANN. Eine Sattelzugmaschinen für Fernverkehrs-Anwendungen soll 2029 auf den Markt kommen. Ebenso ist eine neue Brennstoffzellen-Generation geplant, die einen noch wirtschaftlicheren Betrieb ermöglichen soll.
Das Team von Hyundai Hydrogen Mobility hat seit dem Marktstart in Europa umfangreiche Erfahrungen gesammelt. „Wir reden von 21 Millionen Kilometern, die unsere Kunden mit den Fahrzeugen absolviert haben“, berichtet Charles Cambournac. Rund 170 Modelle des Xcient Fuel Cell sind europaweit auf unterschiedlichen Relationen im Einsatz, überwiegend im Regionalverkehr. Und es könnten noch deutlich mehr werden: Aktuell läuft ein Förderprogramm, das den Aufbau von Wasserstoff-Lkw und -Tankstellen mit 220 Millionen Euro unterstützt. Interessierte sollten sich sputen: Die Antragsfrist läuft am 30. Juni ab.
In Episode #8 setzen sich Zero-Emission-Experte Christoph Wede und Fachjournalist Matthias Rathmann ausführlich mit der Wasserstoffmobilität auseinander. Mit ihrem Podcast-Format verfolgen sie einen technologieoffenen Ansatz – in der Überzeugung, dass Wasserstoff, Biogas (CNG und LNG) und HVO neben batterieelektrisch angetriebenen Lkw ebenso Teil der Lösung sind und zum Klimaschutz beitragen. Medienpartner von AntriebsWEDE & ModeRATHMANN ist der KFZanzeiger – das Magazin für die Transportbranche.
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23.05.2026
32 Minuten
Elektrisch in die Zukunft: die Transformation bei der Rüdinger Spedition
Die Rüdinger Spedition aus Krautheim (Hohenlohekreis) hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Einsatz von Elektro-Lkw beschäftigt und ein ausgeklügeltes Elektro-Ökosystem aufgebaut. Im September 2023 war das Unternehmen, dessen Spezialität XXL-Stückgut, Sammelgut und Lagerlogistik sind, mit einem Elektro-Verteiler-Lkw in die E-Mobilität gestartet. Heute sind 36 der 250 firmeneigenen Trucks mit Elektroantrieb unterwegs – überwiegend im Nah- und Regionalverehr.
„Für uns ist klar: in Zukunft 100 Prozent elektrisch“, betont E-Mobilitätsmanager Max Rüdinger im Talk mit Zero-Emission-Experte Christoph Wede und Fachjournalist Matthias Rathmann. In seiner Bachelorarbeit beim KIT hat er sich mit der Elektrifizierung in der Logistik auseinandergesetzt. Die Top-Erkenntnis darin: „Elektro-Lkw lassen sich heute schon wirtschaftlich einsetzen, wenn wir vor Ort ein passendes, optimiertes Energiesystem schaffen und günstig Strom beziehen können“, erläutert Max Rüdinger, der die vierte Generation der Unternehmerfamilie vertritt und zurzeit seinen Master in Wirtschaftswissenschaften in Mailand macht.
Das Logistikunternehmen setzt neben einem günstigen Einkauf am Spotmarkt und selbst erzeugtem Sonnenstrom auf eine intelligente Orchestrierung aller Komponenten des Energiesystems. Hier kommt ELU Mobility ins Spiel. Das Betriebssystem des Unternehmens koordiniert die Fahrzeuge mit den Ladestationen und Energieanlagen – alles in Echtzeit für eine maximale Energieeffizienz.
„Die Plattform kennt die Touren, weiß, wann die Fahrzeuge zurückkehren, und kennt die Spotmarkt-Preiskurve sowie die Photovoltaik-Vorhersage. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren optimiert sie das System“, erläutert Max Rüdinger. Das Fahrzeug im Schichtbetrieb, das in einer halben Stunde den Hof verlassen muss, wird gegenüber dem anderen Fahrzeug priorisiert, das erst in anderthalb Stunden aufbricht.
Das Herzstück der Rüdinger-Ladelandschaft bildet ein im September eröffneter Ladepark. Er wird von einer Ladetraverse überspannt, an der sieben Kabelarme mit Ladekabeln befestigt sind. Zehn Lkw mit Aufliegern finden gleichzeitig darunter Platz. Insgesamt stehen dem Unternehmen aktuell 14 AC-Ladepunkte, die zum Übernachtladen auch für Lkw genutzt werden, und 20 DC-Ladepunkte von 60 bis 400 kW zur Verfügung.
Im eigenen Depot kann die Rüdinger Spedition also günstigen Strom nach Bedarf nutzen. Im Fernverkehr sind viele Flottenbetreiber aktuell froh, wenn sie überhaupt eine Lademöglichkeit finden. Auch dazu und zu der Frage, wo seine Schmerzgrenze beim Strompreis unterwegs liegt, äußert sich Max Rüdinger. Reinhören lohnt sich.
Wir freuen uns auf Euer Feedback und Anregungen für weitere Episoden.
Kontakt: Matthias Rathmann matthias@rathmann-communications.de
Christoph Wede christoph.wede@emobilityconsult.com
Die Rüdinger Spedition aus Krautheim (Hohenlohekreis) hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Einsatz von Elektro-Lkw beschäftigt und ein ausgeklügeltes Elektro-Ökosystem aufgebaut. Im September 2023 war das Unternehmen, dessen Spezialität XXL-Stückgut, Sammelgut und Lagerlogistik sind, mit einem Elektro-Verteiler-Lkw in die E-Mobilität gestartet. Heute sind 36 der 250 firmeneigenen Trucks mit Elektroantrieb unterwegs – überwiegend im Nah- und Regionalverehr.
„Für uns ist klar: in Zukunft 100 Prozent elektrisch“, betont E-Mobilitätsmanager Max Rüdinger im Talk mit Zero-Emission-Experte Christoph Wede und Fachjournalist Matthias Rathmann. In seiner Bachelorarbeit beim KIT hat er sich mit der Elektrifizierung in der Logistik auseinandergesetzt. Die Top-Erkenntnis darin: „Elektro-Lkw lassen sich heute schon wirtschaftlich einsetzen, wenn wir vor Ort ein passendes, optimiertes Energiesystem schaffen und günstig Strom beziehen können“, erläutert Max Rüdinger, der die vierte Generation der Unternehmerfamilie vertritt und zurzeit seinen Master in Wirtschaftswissenschaften in Mailand macht.
Das Logistikunternehmen setzt neben einem günstigen Einkauf am Spotmarkt und selbst erzeugtem Sonnenstrom auf eine intelligente Orchestrierung aller Komponenten des Energiesystems. Hier kommt ELU Mobility ins Spiel. Das Betriebssystem des Unternehmens koordiniert die Fahrzeuge mit den Ladestationen und Energieanlagen – alles in Echtzeit für eine maximale Energieeffizienz.
„Die Plattform kennt die Touren, weiß, wann die Fahrzeuge zurückkehren, und kennt die Spotmarkt-Preiskurve sowie die Photovoltaik-Vorhersage. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren optimiert sie das System“, erläutert Max Rüdinger. Das Fahrzeug im Schichtbetrieb, das in einer halben Stunde den Hof verlassen muss, wird gegenüber dem anderen Fahrzeug priorisiert, das erst in anderthalb Stunden aufbricht.
Das Herzstück der Rüdinger-Ladelandschaft bildet ein im September eröffneter Ladepark. Er wird von einer Ladetraverse überspannt, an der sieben Kabelarme mit Ladekabeln befestigt sind. Zehn Lkw mit Aufliegern finden gleichzeitig darunter Platz. Insgesamt stehen dem Unternehmen aktuell 14 AC-Ladepunkte, die zum Übernachtladen auch für Lkw genutzt werden, und 20 DC-Ladepunkte von 60 bis 400 kW zur Verfügung.
Im eigenen Depot kann die Rüdinger Spedition also günstigen Strom nach Bedarf nutzen. Im Fernverkehr sind viele Flottenbetreiber aktuell froh, wenn sie überhaupt eine Lademöglichkeit finden. Auch dazu und zu der Frage, wo seine Schmerzgrenze beim Strompreis unterwegs liegt, äußert sich Max Rüdinger. Reinhören lohnt sich.
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16.05.2026
43 Minuten
Zero Emission: Erkenntnisse der Handelsblatt-Jahrestagung Nutzfahrzeuge
Die Transport- und Logistikbranche ist mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert. Die EU-Flottenziele sehen eine CO2-Minderung um 90 Prozent bis 2040 vor. In einem Zwischenschritt müssen die CO2-Emissionen bis 2030 bereits um 45 Prozent sinken. Das dürfte angesichts der zurzeit noch überschaubaren Zulassungszahlen von Null-Emissions-Lkw ein ziemlicher Kraftakt werden. Wie ein roter Faden zogen sich diese Erwartungen und die Antworten der Hersteller und Logistiker darauf auch durch die Jahrestagung Nutzfahrzeuge 2026 des Handelsblatts in München.
Einer der Moderatoren und Organisatoren der renommierten Jahrestagung ist der langjährige Fachjournalist Thomas Rosenberger. In unserem Podcast AntriebsWEDE & ModeRATHMANN schildert er seine Eindrücke und Erkenntnisse der Veranstaltung, die mit hochkarätigen Referenten aus der Fahrzeugindustrie, der Logistik, Politik und Verbänden besetzt war. „Die Dekarbonisierung der Flotten ist alles andere als banal“, sagt der Branchenkenner – dieses Statement habe den ersten Tag geprägt und sei so etwas wie die Spaßbremse gewesen. Denn die EU-Länder hinken den Erwartungen deutlich hinterher, was die Neuzulassungen von Null-Emissions-Lkw angeht. Es gebe eine Riesenlücke von der Ist- zur Solllinie. Der Handelsblatt-Moderator sieht aber auch positive Entwicklungen: „Die Flotten müssen etwas tun und wollen etwas tun.“ Er habe in die Runde der versammelten Transportunternehmer gefragt: „Werdet Ihr mit Eurer eigenen Flotte 33 Prozent Elektro-Anteil bis 2030 erreichen?“ Mehrere Hände gingen daraufhin in die Höhe. „Das war der Hoffnungsschimmer, das hätte ich so nicht erwartet.“
Insofern ging von der Jahrestagung auch viel Zuversicht aus. Denn – so die Experten-Einschätzung: Haben Flotten bis 2030 einen Elektro-Anteil von einem Drittel, wäre das Flottenziel erreicht. Eine weitere Erkenntnis war, dass es nur gemeinsam funktioniert, wenn also alle Akteure ihre Kräfte bündeln. Die Bundesregierung hat soeben ein Förderprogramm mit einem Volumen von einer Milliarde Euro auf den Weg gebracht, um den Hochlauf von Ladeinfrastruktur bis 2030 zu unterstützen. Die Fahrzeughersteller sind, was Elektro-Lkw angeht, quasi durch die Bank lieferfähig – und das nahezu über das komplette Produktportfolio hinweg. Hinzu kommen weitere Akteure aus Fernost wie BYD, Sany und Superpanther, die ebenfalls auf den europäischen Markt drängen und ins Programm eingebunden waren. Zusätzlich zeigten Praxisbeispiele aus der Logistik, wie Flottenbetreiber heute schon Verkehre mit Elektro-Lkw wirtschaftlich realisieren können.
Das zeigt: Die Transformation ist durchaus anspruchsvoll, aber schon in vollem Gange. Hinzu kommt, dass auch die Kostensteigerung auf fossile Energieträger ein Treiber für die Transformation ist – auch darin herrschte bei dem Event Einigkeit.
Gerne unseren Podcast anhören, downloaden, weiterempfehlen und uns folgen. Viel Freude beim Reinhören – und vielen Dank für das viele positive Feedback auf unseren Podcast.
Wir freuen uns auf das Feedback und Impulse aus unserer Community.
Kontakt: Matthias Rathmann matthias@rathmann-communications.de Christoph Wede christoph.wede@emobilityconsult.com
Die Transport- und Logistikbranche ist mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert. Die EU-Flottenziele sehen eine CO2-Minderung um 90 Prozent bis 2040 vor. In einem Zwischenschritt müssen die CO2-Emissionen bis 2030 bereits um 45 Prozent sinken. Das dürfte angesichts der zurzeit noch überschaubaren Zulassungszahlen von Null-Emissions-Lkw ein ziemlicher Kraftakt werden. Wie ein roter Faden zogen sich diese Erwartungen und die Antworten der Hersteller und Logistiker darauf auch durch die Jahrestagung Nutzfahrzeuge 2026 des Handelsblatts in München.
Einer der Moderatoren und Organisatoren der renommierten Jahrestagung ist der langjährige Fachjournalist Thomas Rosenberger. In unserem Podcast AntriebsWEDE & ModeRATHMANN schildert er seine Eindrücke und Erkenntnisse der Veranstaltung, die mit hochkarätigen Referenten aus der Fahrzeugindustrie, der Logistik, Politik und Verbänden besetzt war. „Die Dekarbonisierung der Flotten ist alles andere als banal“, sagt der Branchenkenner – dieses Statement habe den ersten Tag geprägt und sei so etwas wie die Spaßbremse gewesen. Denn die EU-Länder hinken den Erwartungen deutlich hinterher, was die Neuzulassungen von Null-Emissions-Lkw angeht. Es gebe eine Riesenlücke von der Ist- zur Solllinie. Der Handelsblatt-Moderator sieht aber auch positive Entwicklungen: „Die Flotten müssen etwas tun und wollen etwas tun.“ Er habe in die Runde der versammelten Transportunternehmer gefragt: „Werdet Ihr mit Eurer eigenen Flotte 33 Prozent Elektro-Anteil bis 2030 erreichen?“ Mehrere Hände gingen daraufhin in die Höhe. „Das war der Hoffnungsschimmer, das hätte ich so nicht erwartet.“
Insofern ging von der Jahrestagung auch viel Zuversicht aus. Denn – so die Experten-Einschätzung: Haben Flotten bis 2030 einen Elektro-Anteil von einem Drittel, wäre das Flottenziel erreicht. Eine weitere Erkenntnis war, dass es nur gemeinsam funktioniert, wenn also alle Akteure ihre Kräfte bündeln. Die Bundesregierung hat soeben ein Förderprogramm mit einem Volumen von einer Milliarde Euro auf den Weg gebracht, um den Hochlauf von Ladeinfrastruktur bis 2030 zu unterstützen. Die Fahrzeughersteller sind, was Elektro-Lkw angeht, quasi durch die Bank lieferfähig – und das nahezu über das komplette Produktportfolio hinweg. Hinzu kommen weitere Akteure aus Fernost wie BYD, Sany und Superpanther, die ebenfalls auf den europäischen Markt drängen und ins Programm eingebunden waren. Zusätzlich zeigten Praxisbeispiele aus der Logistik, wie Flottenbetreiber heute schon Verkehre mit Elektro-Lkw wirtschaftlich realisieren können.
Das zeigt: Die Transformation ist durchaus anspruchsvoll, aber schon in vollem Gange. Hinzu kommt, dass auch die Kostensteigerung auf fossile Energieträger ein Treiber für die Transformation ist – auch darin herrschte bei dem Event Einigkeit.
Gerne unseren Podcast anhören, downloaden, weiterempfehlen und uns folgen. Viel Freude beim Reinhören – und vielen Dank für das viele positive Feedback auf unseren Podcast.
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Kontakt: Matthias Rathmann matthias@rathmann-communications.de Christoph Wede christoph.wede@emobilityconsult.com
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18.04.2026
35 Minuten
EXTRA Schock an der Tanke – ein Treiber für die Transformation
Sie hören Episode #5 des Podcasts AntriebsWEDE & ModeRATHMANN. DER Podcast zur erfolgreichen Transformation der Flotte. Hier ein Teaser zu unserem EXTRA.
Die Kraftstoffpreise sind im April auf ein neues Rekordniveau geklettert. Mehr denn je wird vielen die Abhängigkeit von autokratischen Systemen und von fossilen Brennstoffen bewusst. Ist der Schock an der Tanke ein Treiber für die Transformation? Vieles spricht dafür. Andererseits sind die finanziellen Spielräume von Flottenbetreibern aktuell zu klein, um überhaupt in neue Fahrzeuge zu investieren – ob in Verbrenner- oder Elektro-Lkw.
Die Dieselpreisexplosion bleibt für die Transport- und Logistikbranche nicht ohne Folgen. 52 Prozent der Unternehmen sprechen in einer Blitzumfrage unseres Podcast-Formats AntriebsWEDE & ModeRATHMANN von erheblichen Auswirkungen auf ihr Unternehmen, für 17 Prozent sind die Auswirkungen sogar existenzbedrohend. Kein Wunder: Ein Dieselpreis von 2,50 Euro pro Liter bedeutet bei einer Flotte von 50 Lkw jährliche Mehrkosten von fast einer Million Euro, wie der Branchenverband BGL errechnet hat.
Mitte April hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um Bürger und Unternehmen zu entlasten. Um 14,04 Cent soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel zum 1. Mai sinken, sodass sich zusammen mit der darauf anfallenden Umsatzsteuer eine Summe von 17 Cent ergibt. Die Entlastung, über die der Bundestag am 23. April abstimmen wird, ist auf zwei Monate befristet.
Geht sie weit genung? Wird die Steuersenkung überhaupt bei den Kraftfahrern und Unternehmen ankommen oder führt sie zu Mitnahmeeffekten bei der Mineralölindustrie? Unsere beiden Podcast-Partner Christoph Wede und Matthias Rathmann beleuchten und bewerten die aktuellen Entwicklungen und geben ein Update zur Elektro- und Wasserstoffmobilität. Reinhören lohnt sich! Zero Emission-Experte Wede (AntriebsWEDE) und Fachjournalist Rathmann (ModeRATHMANN) freuen sich über Feedback der Hörerschaft.
Kontakt Matthias Rathmann matthias@rathmann-communications.de
Christoph Wede christoph.wede@emobilityconsult.com
Sie hören Episode #5 des Podcasts AntriebsWEDE & ModeRATHMANN. DER Podcast zur erfolgreichen Transformation der Flotte. Hier ein Teaser zu unserem EXTRA.
Die Kraftstoffpreise sind im April auf ein neues Rekordniveau geklettert. Mehr denn je wird vielen die Abhängigkeit von autokratischen Systemen und von fossilen Brennstoffen bewusst. Ist der Schock an der Tanke ein Treiber für die Transformation? Vieles spricht dafür. Andererseits sind die finanziellen Spielräume von Flottenbetreibern aktuell zu klein, um überhaupt in neue Fahrzeuge zu investieren – ob in Verbrenner- oder Elektro-Lkw.
Die Dieselpreisexplosion bleibt für die Transport- und Logistikbranche nicht ohne Folgen. 52 Prozent der Unternehmen sprechen in einer Blitzumfrage unseres Podcast-Formats AntriebsWEDE & ModeRATHMANN von erheblichen Auswirkungen auf ihr Unternehmen, für 17 Prozent sind die Auswirkungen sogar existenzbedrohend. Kein Wunder: Ein Dieselpreis von 2,50 Euro pro Liter bedeutet bei einer Flotte von 50 Lkw jährliche Mehrkosten von fast einer Million Euro, wie der Branchenverband BGL errechnet hat.
Mitte April hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um Bürger und Unternehmen zu entlasten. Um 14,04 Cent soll die Energiesteuer auf Benzin und Diesel zum 1. Mai sinken, sodass sich zusammen mit der darauf anfallenden Umsatzsteuer eine Summe von 17 Cent ergibt. Die Entlastung, über die der Bundestag am 23. April abstimmen wird, ist auf zwei Monate befristet.
Geht sie weit genung? Wird die Steuersenkung überhaupt bei den Kraftfahrern und Unternehmen ankommen oder führt sie zu Mitnahmeeffekten bei der Mineralölindustrie? Unsere beiden Podcast-Partner Christoph Wede und Matthias Rathmann beleuchten und bewerten die aktuellen Entwicklungen und geben ein Update zur Elektro- und Wasserstoffmobilität. Reinhören lohnt sich! Zero Emission-Experte Wede (AntriebsWEDE) und Fachjournalist Rathmann (ModeRATHMANN) freuen sich über Feedback der Hörerschaft.
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Über diesen Podcast
Zwei Branchenkenner, ein gemeinsames Thema – die
Antriebswende. Der Zero-Emission-Profi Christoph Wede
und der Fachjournalist Matthias Rathmann sprechen in
„AntriebsWEDE & ModeRATHMANN“ über nichts Geringeres
als die Zukunft der Nutzfahrzeug- und Logistikbranche.
Transformation ist kein Trend – sie ist Realität.
Elektromobilität, Wasserstoff, Lade- und Tankinfrastruktur, neue
Geschäftsmodelle und die große Frage: Wie wird aus der
Flottenumstellung ein tragfähiger Business Case?
Dieser Podcast liefert praxisnahe Antworten für:
Transport- und Logistikunternehmer
OEMs und Zulieferer
Energieversorger und Netzbetreiber
Entscheider im Mittelstand
Was macht diesen Podcast besonders?
Er verbindet jahrzehntelange Führungserfahrung aus der
Fahrzeugindustrie mit journalistischer Einordnung,
Markttransparenz und einem starken Netzwerk in die
Logistikbranche.
Ein Rheinländer und ein Schwabe im Dialog – kontrovers, ehrlich,
lösungsorientiert.
Mit regelmäßigen Talkgästen aus Praxis, Industrie und Politik
entsteht eine Podcast-Reihe, die sich ausschließlich der
Transformation widmet – verständlich, strategisch fundiert und
mit einer guten Portion Entertainment.
Unser Versprechen:
keine Ideologie, keine Theorieblasen, sondern
Technologieoffenheit, Klartext und umsetzbare Impulse für die
Praxis
neue Episoden regelmäßig – jetzt abonnieren und
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