Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. HANSA Podcast Podcast
  4. #129 BSH-Präsident Helge Heegewaldt: "Die Gefahr auf See ist real"
#129 BSH-Präsident Helge Heegewaldt: "Die Gefahr auf See ist real"

#129 BSH-Präsident Helge Heegewaldt: "Die Gefahr auf See ist real"

HANSA Podcast vor 4 Monaten
Zu Sammlung hinzufügen

Du hast noch keine Sammlungen.

Herunterladen (rechte Maustaste) Teilen Fundstellen Kommentare
0:00
43:07
BSH-Präsident Helge Heegewaldt warnt im neuen
HANSA-Podcast vor den Risiken der Schattenflotte in der
Ostsee. "Die Gefahr ist real – insbesondere für Umwelt und Küste",
so der Behörden-Chef. Viele dieser Schiffe seien alt, hätten
unklare Besitzstrukturen und erfüllten teils nicht mehr die
Standards, die deutsche Reeder akzeptieren würden. Rechtlich sei
der Umgang schwierig, weil Schiffe die Ausschließliche
Wirtschaftszone grundsätzlich passieren dürften. Komme es zu einem
Ölaustritt, könne dies vor allem Mecklenburg-Vorpommern und
Schleswig-Holstein treffen. "Das wäre eine absolute Katastrophe",
so der Behördenchef. Das Thema zeigt, wie stark sich die Lage auf
Nord- und Ostsee verändert hat. Das Bundesamt für Seeschifffahrt
und Hydrographie sei zwar eine zivile Behörde, Sicherheitsthemen
seien aber deutlich stärker in den Fokus gerückt. Dazu zählen der
Schutz von Offshore-Infrastruktur, Datenkabeln und Energieanlagen
ebenso wie die Zusammenarbeit mit Marine, Bundespolizei und
weiteren Sicherheitsbehörden. Das BSH ist die zentrale maritime
Fachbehörde Deutschlands. Zuständig ist es unter anderem für
Sicherheit auf See, Seevermessung, Seekarten, ozeanographische
Daten, Offshore-Genehmigungen und Fragen der deutschen Flagge. Seit
März 2023 steht Heegewaldt an der Spitze der Behörde. Im Gespräch
geht es außerdem um den Offshore-Ausbau. Bis 2045 sollen in der
deutschen AWZ 70 GW Offshore-Windleistung entstehen, aktuell sind
es etwas mehr als 10 GW. "Wir wollen in den nächsten 20 Jahren eine
Versiebenfachung der Leistung", sagt Heegewaldt. Dafür brauche es
Unternehmen, die investieren, und verlässliche Rahmenbedingungen.
"Planungssicherheit muss die Verwaltung, muss die Politik
geben.“ Auch Cyberangriffe auf maritime Energieinfrastruktur
beschäftigen das BSH. Der Jurist verweist auf eine deutlich
verschärfte Bedrohungslage. Absolute Sicherheit werde es nicht
geben. Entscheidend sei, "vor die Welle" zu kommen und mögliche
Angriffsmuster frühzeitig zu erkennen. Das BSH lasse sich dabei
unter anderem vom Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI), der Marine und weiteren
Sicherheitsbehörden beraten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die
eigene Flotte des BSH. Die fünf Schiffe bezeichnet Heegewaldt als
"Datensammler des BSH". Rund 80 % der Einsätze entfielen auf
Seevermessung, 20 % auf Forschung. Mit zwei Neubauten will die
Behörde ältere Einheiten ersetzen. Die Schiffe sollen in Spanien
gebaut und perspektivisch mit Methanol beziehungsweise Biomethanol
betrieben werden. Auch bei den geplanten BSH-Neubauten wird es
politisch und wirtschaftlich interessant: Warum die Schiffe nicht
auf einer deutschen Werft gebaut werden, sondern in Spanien,
erklärt Heegewaldt im Gespräch mit einem bemerkenswert klaren
Kostenvergleich. Am Ende habe es zwei Angebote gegeben: "Mit der
einen Werft hätten wir ein Schiff bauen können, mit der anderen
zwei.“ Auch die deutsche Flagge kommt zur Sprache. Heegewaldt
wirbt für eine moderne, serviceorientierte Flaggenstaatsverwaltung.
Die Verfahren seien bereits vereinfacht worden, Zuständigkeiten
würden stärker gebündelt. Aus mehreren Einflaggungsanträgen sei ein
einziger geworden, zudem gebe es mit deutsche-flagge.de eine
zentrale Anlaufstelle. "Wir haben das sehr entbürokratisiert", sagt
Heegewaldt. Zum Schluss richtet der BSH-Präsident den Blick auf die
maritime Wahrnehmung in Deutschland. Sein Ziel sei es, die
Sichtbarkeit maritimer Themen zu erhöhen – nicht nur an der Küste,
sondern auch in Süd- und Westdeutschland sowie in Berlin. "Wir sind
ein Land, das nicht sehr meeresbewusst ist", so Heegewaldt.
Episode melden

„#129 BSH-Präsident Helge Heegewaldt: "Die Gefahr auf See ist real"“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz