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Beschreibung
vor 3 Tagen
BSH-Präsident Helge Heegewaldt warnt im neuen
HANSA-Podcast vor den Risiken der Schattenflotte in der
Ostsee. "Die Gefahr ist real – insbesondere für Umwelt und Küste",
so der Behörden-Chef. Viele dieser Schiffe seien alt, hätten
unklare Besitzstrukturen und erfüllten teils nicht mehr die
Standards, die deutsche Reeder akzeptieren würden. Rechtlich sei
der Umgang schwierig, weil Schiffe die Ausschließliche
Wirtschaftszone grundsätzlich passieren dürften. Komme es zu einem
Ölaustritt, könne dies vor allem Mecklenburg-Vorpommern und
Schleswig-Holstein treffen. "Das wäre eine absolute Katastrophe",
so der Behördenchef. Das Thema zeigt, wie stark sich die Lage auf
Nord- und Ostsee verändert hat. Das Bundesamt für Seeschifffahrt
und Hydrographie sei zwar eine zivile Behörde, Sicherheitsthemen
seien aber deutlich stärker in den Fokus gerückt. Dazu zählen der
Schutz von Offshore-Infrastruktur, Datenkabeln und Energieanlagen
ebenso wie die Zusammenarbeit mit Marine, Bundespolizei und
weiteren Sicherheitsbehörden. Das BSH ist die zentrale maritime
Fachbehörde Deutschlands. Zuständig ist es unter anderem für
Sicherheit auf See, Seevermessung, Seekarten, ozeanographische
Daten, Offshore-Genehmigungen und Fragen der deutschen Flagge. Seit
März 2023 steht Heegewaldt an der Spitze der Behörde. Im Gespräch
geht es außerdem um den Offshore-Ausbau. Bis 2045 sollen in der
deutschen AWZ 70 GW Offshore-Windleistung entstehen, aktuell sind
es etwas mehr als 10 GW. "Wir wollen in den nächsten 20 Jahren eine
Versiebenfachung der Leistung", sagt Heegewaldt. Dafür brauche es
Unternehmen, die investieren, und verlässliche Rahmenbedingungen.
"Planungssicherheit muss die Verwaltung, muss die Politik
geben.“ Auch Cyberangriffe auf maritime Energieinfrastruktur
beschäftigen das BSH. Der Jurist verweist auf eine deutlich
verschärfte Bedrohungslage. Absolute Sicherheit werde es nicht
geben. Entscheidend sei, "vor die Welle" zu kommen und mögliche
Angriffsmuster frühzeitig zu erkennen. Das BSH lasse sich dabei
unter anderem vom Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI), der Marine und weiteren
Sicherheitsbehörden beraten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die
eigene Flotte des BSH. Die fünf Schiffe bezeichnet Heegewaldt als
"Datensammler des BSH". Rund 80 % der Einsätze entfielen auf
Seevermessung, 20 % auf Forschung. Mit zwei Neubauten will die
Behörde ältere Einheiten ersetzen. Die Schiffe sollen in Spanien
gebaut und perspektivisch mit Methanol beziehungsweise Biomethanol
betrieben werden. Auch bei den geplanten BSH-Neubauten wird es
politisch und wirtschaftlich interessant: Warum die Schiffe nicht
auf einer deutschen Werft gebaut werden, sondern in Spanien,
erklärt Heegewaldt im Gespräch mit einem bemerkenswert klaren
Kostenvergleich. Am Ende habe es zwei Angebote gegeben: "Mit der
einen Werft hätten wir ein Schiff bauen können, mit der anderen
zwei.“ Auch die deutsche Flagge kommt zur Sprache. Heegewaldt
wirbt für eine moderne, serviceorientierte Flaggenstaatsverwaltung.
Die Verfahren seien bereits vereinfacht worden, Zuständigkeiten
würden stärker gebündelt. Aus mehreren Einflaggungsanträgen sei ein
einziger geworden, zudem gebe es mit deutsche-flagge.de eine
zentrale Anlaufstelle. "Wir haben das sehr entbürokratisiert", sagt
Heegewaldt. Zum Schluss richtet der BSH-Präsident den Blick auf die
maritime Wahrnehmung in Deutschland. Sein Ziel sei es, die
Sichtbarkeit maritimer Themen zu erhöhen – nicht nur an der Küste,
sondern auch in Süd- und Westdeutschland sowie in Berlin. "Wir sind
ein Land, das nicht sehr meeresbewusst ist", so Heegewaldt.
HANSA-Podcast vor den Risiken der Schattenflotte in der
Ostsee. "Die Gefahr ist real – insbesondere für Umwelt und Küste",
so der Behörden-Chef. Viele dieser Schiffe seien alt, hätten
unklare Besitzstrukturen und erfüllten teils nicht mehr die
Standards, die deutsche Reeder akzeptieren würden. Rechtlich sei
der Umgang schwierig, weil Schiffe die Ausschließliche
Wirtschaftszone grundsätzlich passieren dürften. Komme es zu einem
Ölaustritt, könne dies vor allem Mecklenburg-Vorpommern und
Schleswig-Holstein treffen. "Das wäre eine absolute Katastrophe",
so der Behördenchef. Das Thema zeigt, wie stark sich die Lage auf
Nord- und Ostsee verändert hat. Das Bundesamt für Seeschifffahrt
und Hydrographie sei zwar eine zivile Behörde, Sicherheitsthemen
seien aber deutlich stärker in den Fokus gerückt. Dazu zählen der
Schutz von Offshore-Infrastruktur, Datenkabeln und Energieanlagen
ebenso wie die Zusammenarbeit mit Marine, Bundespolizei und
weiteren Sicherheitsbehörden. Das BSH ist die zentrale maritime
Fachbehörde Deutschlands. Zuständig ist es unter anderem für
Sicherheit auf See, Seevermessung, Seekarten, ozeanographische
Daten, Offshore-Genehmigungen und Fragen der deutschen Flagge. Seit
März 2023 steht Heegewaldt an der Spitze der Behörde. Im Gespräch
geht es außerdem um den Offshore-Ausbau. Bis 2045 sollen in der
deutschen AWZ 70 GW Offshore-Windleistung entstehen, aktuell sind
es etwas mehr als 10 GW. "Wir wollen in den nächsten 20 Jahren eine
Versiebenfachung der Leistung", sagt Heegewaldt. Dafür brauche es
Unternehmen, die investieren, und verlässliche Rahmenbedingungen.
"Planungssicherheit muss die Verwaltung, muss die Politik
geben.“ Auch Cyberangriffe auf maritime Energieinfrastruktur
beschäftigen das BSH. Der Jurist verweist auf eine deutlich
verschärfte Bedrohungslage. Absolute Sicherheit werde es nicht
geben. Entscheidend sei, "vor die Welle" zu kommen und mögliche
Angriffsmuster frühzeitig zu erkennen. Das BSH lasse sich dabei
unter anderem vom Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik (BSI), der Marine und weiteren
Sicherheitsbehörden beraten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die
eigene Flotte des BSH. Die fünf Schiffe bezeichnet Heegewaldt als
"Datensammler des BSH". Rund 80 % der Einsätze entfielen auf
Seevermessung, 20 % auf Forschung. Mit zwei Neubauten will die
Behörde ältere Einheiten ersetzen. Die Schiffe sollen in Spanien
gebaut und perspektivisch mit Methanol beziehungsweise Biomethanol
betrieben werden. Auch bei den geplanten BSH-Neubauten wird es
politisch und wirtschaftlich interessant: Warum die Schiffe nicht
auf einer deutschen Werft gebaut werden, sondern in Spanien,
erklärt Heegewaldt im Gespräch mit einem bemerkenswert klaren
Kostenvergleich. Am Ende habe es zwei Angebote gegeben: "Mit der
einen Werft hätten wir ein Schiff bauen können, mit der anderen
zwei.“ Auch die deutsche Flagge kommt zur Sprache. Heegewaldt
wirbt für eine moderne, serviceorientierte Flaggenstaatsverwaltung.
Die Verfahren seien bereits vereinfacht worden, Zuständigkeiten
würden stärker gebündelt. Aus mehreren Einflaggungsanträgen sei ein
einziger geworden, zudem gebe es mit deutsche-flagge.de eine
zentrale Anlaufstelle. "Wir haben das sehr entbürokratisiert", sagt
Heegewaldt. Zum Schluss richtet der BSH-Präsident den Blick auf die
maritime Wahrnehmung in Deutschland. Sein Ziel sei es, die
Sichtbarkeit maritimer Themen zu erhöhen – nicht nur an der Küste,
sondern auch in Süd- und Westdeutschland sowie in Berlin. "Wir sind
ein Land, das nicht sehr meeresbewusst ist", so Heegewaldt.
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