#128 Nadine Kloska: "Man muss verrückt sein für die Schiffsausrüstung"

#128 Nadine Kloska: "Man muss verrückt sein für die Schiffsausrüstung"

vor 2 Wochen
Die Chefin der Kloska Group über die unterschätzte Arbeit der Schiffsausrüster, flexible Lieferketten und prägende Einsätze
29 Minuten
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Podcast
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Beschreibung

vor 2 Wochen
Ist Kloska so etwas wie das Amazon der Schifffahrt? Die Frage ist
zugespitzt, aber ganz falsch ist sie offenbar nicht. "Bei uns gibt
es ja so ziemlich alles, was ein Schiff braucht", erklärt Nadine
Kloska. Die geschäftsführende Gesellschafterin der Kloska Group
spricht im neuen HANSA-Podcast über ein Geschäft, das im
Hintergrund läuft, aber für den Schiffsbetrieb von entscheidender
Bedeutung ist. Das Bremer Familienunternehmen wurde 1981 von ihrem
Vater Uwe Kloska gegründet und hat sich seitdem zu einem großen
Systemlieferanten für Schifffahrt, Werften, Offshore und die
Industrie entwickelt. "Meine Eltern haben das Unternehmen zusammen
gegründet – mit nur einem Mitarbeiter". Heute beschäftigt die
Gruppe mehr als 800 Angestellte an 30 Standorten. Nadine Kloska ist
2007 in das Unternehmen eingestiegen. Im Podcast erzählt die
Unternehmerin, warum dieser Schritt für sie kein vorgezeichneter
Weg war, wie sie sich ihre Rolle im Familienunternehmen erarbeitet
hat und weshalb flache Hierarchien für sie zur Unternehmenskultur
gehören. Wie breit das Angebots-Spektrum ist, zeigt Kloska mit
einem einfachen Bild: Wenn man ein Schiff umdrehe und schüttele,
liefere ihr Unternehmen alles, was herausfalle – und die
Ersatzteile, die hoffentlich nicht herausfallen. Dazu gehören
Proviant, Werkzeuge, Matratzen, Bettzeug, Reinigungsmittel,
Arbeitsschutz, Festmacher und technische Komponenten. Auch
vermeintliche Kleinigkeiten spielen eine große Rolle: "Wir haben im
vergangenen Jahr 2,8 Mio. Toilettenpapierrollen geliefert“, so
Kloska.In der Podcastfolge geht es außerdem um internationale
Lieferketten, Lehren aus der Pandemie, die Versorgung von Schiffen
in geopolitisch unsicheren Zeiten und die Rolle der weltweiten
Kloska-Standorte. Auch die Kreuzfahrt kommt zur Sprache: In Hamburg
betreibt Kloska unter anderem das nordeuropäische Zentrallager für
die Rostocker Reederei Aida Cruises. Wie schnell Schiffsausrüster
reagieren müssen, erzählt Kloska am Beispiel der Havarie des
Öltankers "Annika". Nach dem Brand des Schiffes auf der Ostsee
waren die Festmacher verbrannt, ein Festmachen im Hafen war nicht
möglich. Mitarbeiter von Kloska fuhren noch an einem Freitagabend
in die Werkstatt, schnitten neue Festmacher zu, spleißten die Augen
ein und lieferten die Leinen in der Nacht aus.
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