Europas heuchlerischer Ukraine-Kurs | Von Thomas Röper

Europas heuchlerischer Ukraine-Kurs | Von Thomas Röper

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

Die EU zwischen dem Wunsch nach Verhandlungen und dem
Wunsch nach Krieg mit Russland


In der EU gab es letzte Woche widersprüchliche Aussagen
zum Ukraine-Krieg. Einige in der EU sprechen inzwischen von
Verhandlungen mit Russland, während andere weiter für den Krieg
gegen Russland trommeln. Was will die EU wirklich?


Ein Kommentar von Thomas Röper.


Weil das russische Fernsehen in den letzten Wochen keine
Transkripte seiner Beiträge aus seinem wöchentlichen
Nachrichtenrückblick veröffentlicht hat, konnte ich diese
Beiträge nicht mehr übersetzen und am Montagmorgen hier
veröffentlichen. Heute ist eine Ausnahme, denn ich konnte den
Bericht des Deutschland-Korrespondenten übersetzen, den ich in
der Sendung immer als den interessantesten Bericht empfand, weil
er zeigt, wie man von außerhalb der deutschen Medienblase auf den
Politzirkus in Deutschland und der EU blickt.


Beginn der Übersetzung:


„Oh, sorry“, sagte Selensky zu Stubb, als der finnische Präsident
herauszufinden versuchte, warum ukrainische Drohnen in seinem
Land abgestürzt sind. Stubb formulierte das in einem Interview
so:
„Ich fragte: ‚Wladimir, was passiert hier?‘ Und er sagte: ‚Oh,
sorry, das wollten wir. Wissen Sie, das war ein Fehler, und das war
unsere Drohne, aber das GPS-System wurde gestört.‘“

Mit dieser „Entschuldigung“ schien der Konflikt abgewendet. In
Lettland hingegen entwickelte sich eine ähnliche Situation zu
einer politischen Krise und einem regelrechten Zirkus. Nach
Abstürzen ukrainischer Drohnen auf das Öldepot Rēzekne trat
Verteidigungsminister Spruds abrupt zurück. Ministerpräsidentin
Silina veröffentlichte umgehend einen Beitrag, in dem sie
behauptete, Spruds habe ihr Vertrauen verloren und sie selbst
habe ihn entlassen. Da die Ministerpräsidentin und der
Verteidigungsminister unterschiedlichen Parteien angehören, waren
Spruds’ Genossen verärgert und die Koalition zerbrach
augenblicklich.


Sowas kommt vor: Vor einigen Tagen verkündete Silina, Gott selbst
habe sie zur Ministerpräsidentin Lettlands berufen. Aber Gottes
Wege sind unergründlich. Sie sagte vor der Presse:
„Aktuell haben politische Eifersucht und engstirnige
Parteiinteressen über die Verantwortung gesiegt. Daher erkläre ich
meinen Rücktritt als Ministerpräsidentin.“

Der lettische Präsident Rinkēvičs, der bedeutungslose Staatschef
eines unwichtigen Landes, dürfte kaum in der Lage sein, den
Zynismus der Situation zu begreifen: Selensky bietet ihm
ukrainische Drohnen an, um ukrainische Drohnen abzuschießen.


Selensky traf sich mit Präsident Rinkēvičs und schrieb darüber
auf X:
„Wir rechnen damit, mit Lettland im Rahmen des Drohnenabkommens
ein Abkommen zu unterzeichnen, um ein mehrschichtiges
Luftverteidigungssystem gegen verschiedene Bedrohungen aufzubauen.
Wir werden unsere Experten nach Lettland entsenden, um Erfahrungen
auszutauschen und direkte Unterstützung beim Schutz des Luftraums
zu leisten.“




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