#17 Künstliche Intelligenz und Führung. Ein Gespräch mit Prof. Dr. Fabiola Gerpott
vor 4 Jahren
In dieser Episode geht es um das Thema künstliche Intelligenz und
Führung. Professorin Dr. Fabiola Gerpott von der WHU Otto Beisheim
School Of Management in Düsseldorf gibt Einblicke in die neueste
Forschung.
Podcast
Podcaster
Fundierte und pragmatische Impulse für den Arbeitsalltag aus den Bereichen Management, Führung, Psychologie und Selbstreflexion. Erfahrungen und Quintessenzen meiner Arbeit als Berater, Coach und Trainer im Business.
Beschreibung
vor 4 Jahren
Daten als Führungsgrundlage? Das mag sich futuristisch anhören,
aber Big Data ermöglicht Unternehmen schon heute, viele Prozesse
und Entscheidungen zu automatisieren. In sozialen Netzwerken teilen
wir oftmals unser ganzes Leben und Algorithmen berechnen anhand
unserer Daten, was uns als nächstes an Werbung angezeigt wird. Was
passiert aber, wenn wir im beruflichen Kontext gläsern werden und
am Ende eine künstliche Intelligenz bzw. Maschine
Personalentscheidungen trifft? Was gibt es heute schon? Und was
sind Vor- und Nachtteile? Wir als Psychologen wissen, je mehr Daten
wir bekommen, desto einfacher ist es, Voraussagen oder
Schlussfolgerungen zu treffen. Und die künstliche Intelligenz kann
dabei helfen, Daten miteinander in Bezug zu setzen, also komplexe
Zusammenhänge zu erkennen, die wir sonst gar nicht sehen würden.
Wann akzeptiere ich die Entscheidung einer künstlichen Intelligenz?
Gemeinsam mit Lukas Lanz und Dr. Roman Briker hat Fabiola Gerpott
erforscht, wie Menschen darauf reagieren, wenn sie entweder von
einem anderen Menschen oder einer künstlichen Intelligenz eine
Handlungsempfehlung bekommen. Prinzipiell findet sich in den
Experimenten immer wieder, dass wir Entscheidungen eher folgen,
wenn sie von Menschen getroffen wurden als von einer künstlichen
Intelligenz. Warum ist das so? Wir trauen der künstlichen
Intelligenz nicht zu, die Perspektive zu wechseln. Wir glauben
nicht, dass sie sich in uns hineinversetzen kann. Dabei passiert
dies bereits jeden Tag. Allein die Apps, die wir auf dem Handy
installiert haben, sammeln mit unserer Erlaubnis ununterbrochen
Daten und suggerieren uns, dass sie genau wissen, wie es uns gerade
geht und was wir gerade brauchen. Das beginnt mit Health Apps, geht
über Social Media, bis hin zu Finance Apps. Vertrauen in künstliche
Intelligenz ist kontextabhängig Im Rahmen der Datenschutzgesetze
können bereits heute viele sensible Daten gesammelt werden und in
Zukunft auch als Entscheidungsgrundlage dienen. Beim Einsatz einer
Künstlichen Intelligenz als Führungskraft müssen wir genau
verstehen, was die KI tut und auf welcher Grundlage sie es tut.
Denn je transparenter die Prozesse werden, desto höher könnte die
Zustimmung ausfallen. Studien zeigen, dass Frauen bei einer
Karriereberatung eher dem Urteil der künstlichen Intelligenz
trauen, als dem eines menschlichen, männlichen Beraters, weil sie
der künstlichen Intelligenz mehr Objektivität zuschreiben. Dies
zeigt, dass es sehr auf den Kontext ankommt, in dem KI zum Tragen
kommt. Der Chatbot Amber ist eine künstliche Intelligenz, die das
Engagement der Mitarbeitenden erhöhen soll und Führungskräfte dabei
unterstützt (Amber by Infeedo: The CEO’s Virtual Assistant
Revolutionizing Employee Engagement). Schwierig wird es natürlich,
wenn viele Daten gesammelt werden und Führungskräfte nicht die
Kompetenzen besitzen, diese in Bezug zu setzen, auszuwerten und
dann eine Entscheidung zu treffen. Hier braucht es eine gute
Ausbildung und Auseinandersetzung mit dem Thema KI. Wie können
Führungskräfte Kompetenzen aufbauen? Austausch mit anderen
Führungskräften. Bunch, die App zur AI-basierten Entwicklung des
eigenen Führungsstils.
aber Big Data ermöglicht Unternehmen schon heute, viele Prozesse
und Entscheidungen zu automatisieren. In sozialen Netzwerken teilen
wir oftmals unser ganzes Leben und Algorithmen berechnen anhand
unserer Daten, was uns als nächstes an Werbung angezeigt wird. Was
passiert aber, wenn wir im beruflichen Kontext gläsern werden und
am Ende eine künstliche Intelligenz bzw. Maschine
Personalentscheidungen trifft? Was gibt es heute schon? Und was
sind Vor- und Nachtteile? Wir als Psychologen wissen, je mehr Daten
wir bekommen, desto einfacher ist es, Voraussagen oder
Schlussfolgerungen zu treffen. Und die künstliche Intelligenz kann
dabei helfen, Daten miteinander in Bezug zu setzen, also komplexe
Zusammenhänge zu erkennen, die wir sonst gar nicht sehen würden.
Wann akzeptiere ich die Entscheidung einer künstlichen Intelligenz?
Gemeinsam mit Lukas Lanz und Dr. Roman Briker hat Fabiola Gerpott
erforscht, wie Menschen darauf reagieren, wenn sie entweder von
einem anderen Menschen oder einer künstlichen Intelligenz eine
Handlungsempfehlung bekommen. Prinzipiell findet sich in den
Experimenten immer wieder, dass wir Entscheidungen eher folgen,
wenn sie von Menschen getroffen wurden als von einer künstlichen
Intelligenz. Warum ist das so? Wir trauen der künstlichen
Intelligenz nicht zu, die Perspektive zu wechseln. Wir glauben
nicht, dass sie sich in uns hineinversetzen kann. Dabei passiert
dies bereits jeden Tag. Allein die Apps, die wir auf dem Handy
installiert haben, sammeln mit unserer Erlaubnis ununterbrochen
Daten und suggerieren uns, dass sie genau wissen, wie es uns gerade
geht und was wir gerade brauchen. Das beginnt mit Health Apps, geht
über Social Media, bis hin zu Finance Apps. Vertrauen in künstliche
Intelligenz ist kontextabhängig Im Rahmen der Datenschutzgesetze
können bereits heute viele sensible Daten gesammelt werden und in
Zukunft auch als Entscheidungsgrundlage dienen. Beim Einsatz einer
Künstlichen Intelligenz als Führungskraft müssen wir genau
verstehen, was die KI tut und auf welcher Grundlage sie es tut.
Denn je transparenter die Prozesse werden, desto höher könnte die
Zustimmung ausfallen. Studien zeigen, dass Frauen bei einer
Karriereberatung eher dem Urteil der künstlichen Intelligenz
trauen, als dem eines menschlichen, männlichen Beraters, weil sie
der künstlichen Intelligenz mehr Objektivität zuschreiben. Dies
zeigt, dass es sehr auf den Kontext ankommt, in dem KI zum Tragen
kommt. Der Chatbot Amber ist eine künstliche Intelligenz, die das
Engagement der Mitarbeitenden erhöhen soll und Führungskräfte dabei
unterstützt (Amber by Infeedo: The CEO’s Virtual Assistant
Revolutionizing Employee Engagement). Schwierig wird es natürlich,
wenn viele Daten gesammelt werden und Führungskräfte nicht die
Kompetenzen besitzen, diese in Bezug zu setzen, auszuwerten und
dann eine Entscheidung zu treffen. Hier braucht es eine gute
Ausbildung und Auseinandersetzung mit dem Thema KI. Wie können
Führungskräfte Kompetenzen aufbauen? Austausch mit anderen
Führungskräften. Bunch, die App zur AI-basierten Entwicklung des
eigenen Führungsstils.
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