Madeira: Wenn immer Frühling ist

Madeira: Wenn immer Frühling ist

vor 3 Tagen
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Beschreibung

vor 3 Tagen
„Blumeninsel“, „Insel des ewigen Frühlings“, „Hawaii Europas“ - wer
die Insel Madeira besucht, wird feststellen, keine dieser
Beschreibungen ist untertrieben. Grün ist es an fast jeder Ecke -
und das zu jeder Jahreszeit.
Die Insel mitten im Atlantik zeichnet sich durch ein ganzjährig
mildes, subtropisches Frühlingsklima aus, das durch den Golfstrom
und Passatwinde geprägt ist. Die zahlreichen Mikroklimazonen führen
zusätzlich dazu, dass sich das Wetter je nach Höhenlage und
Nord-Süd-Ausrichtung stark unterscheiden kann. Deshalb gehören
Sonnencreme und Regenjacke gleichzeitig ins Gepäck.

Abwechslungsreich ist Madeira allemal: Der sonnige Süden eignet
sich perfekt für Badetage und Urbanes, während der grüne Norden mit
Lorbeerwäldern, steilen Klippen und Naturschwimmbecken beeindruckt.
Das raue Hochland ist ideal für Wanderungen. Madeira gilt als
Wanderparadies, vor allem entlang der Levadas. Das sind gebaute
Kanäle, die Wasser aus dem regenreichen Norden in den trockenen
Süden führen. Das Levadanetz auf der Insel ist über 2000 Kilometer
lang. Die erste Levada entstand im 16. Jahrhundert. Mit dem
großflächigen Bau wurde im 19. Jahrhundert begonnen. Waren sie
früher aus Holz und später aus Steinplatten, fließt das Wasser
mittlerweile durch Betonkanäle.

Wer Madeira besucht, wird an zwei Genüssen nicht vorbeikommen: die
Banane und der Poncha. Keine andere Frucht wird so sehr mit Madeira
in Verbindung gebracht, wie die Banane. 1552 wurde der Anbau
erstmals schriftlich erwähnt. Das gelbe Obst entwickelte sich im
19. Jahrhundert zu einem Exportschlager. Heute ist allerdings nur
noch ein kleiner Teil für den europäischen Markt gedacht. Die
meisten Bananen gehen aufs portugiesische und spanische
Festland.
Der Poncha ist das Nationalgetränk der Insel. Der süß-saure,
alkoholische Cocktail wird in fast jedem Lokal/Bar angeboten. Er
besteht klassisch aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitronen- oder
Orangensaft. Oft ist er auch ein Mitbringsel der Touristen.

Ohnehin ist der Tourismus mittlerweile eine wichtige Einnahmequelle
geworden. Gäbe es ihn nicht, hätten viele Menschen keine Arbeit.
Gleichzeitig sorgen Touristenmassen – vor allem mit dem Schiff –
nicht nur für volle Ecken, sondern steigende Preise. Schnell wird
deutlich: Der Tourismus ist für Madeira Fluch und Segen zugleich.
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