Sanary-sur-Mer - Hauptstadt der Exil-Literatur

Sanary-sur-Mer - Hauptstadt der Exil-Literatur

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche
Sanary-sur-mer – ein kleines Örtchen an der Côte d’Azur, 50
Kilometer östlich von Marseille.

1933 hatte Sanary etwa 3000 Einwohner (heute sind es 16.000), ab
1933 wurde Sanary zur Hauptstadt der deutschsprachigen Literatur:
Thomas Mann und Familie, Brecht, Lion Feuchtwanger, Joseph Roth,
Franz Werfel und seine Frau Alma-Mahler Werfel, Stefan Zweig.

All die und einige mehr (Juden, Kommunisten, Gefährdete) waren vor
den Nationalsozialisten nach Sanary geflüchtet und lebten dort
Tage, Wochen, Monate, Jahre.

Was wie Verheißung von Sommer und Leichtigkeit klingt, wurde für
sie zum Fluchtort, ihrer literarischen Arbeit und ihrer Sprache
beraubt.

Seit einigen Jahren erinnert eine Gedenktafel in Sanary mit 68
Namen an jene Exilanten, einen Rundgang zu den ehemaligen
Wohnsitzen der exilierten Künstler gibt es auch.

Knut Benzner war in Sanary-sur-mer und hat mit Menschen, denen
Erinnerungskultur nicht nur ein Wort ist, gesprochen.

Videotipp aus der ARD Mediathek: Marseille - Meer und Mistral

https://www.ardmediathek.de/video/erlebnisreisen/marseille-meer-und-mistral/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZWEyYTFkZGQtNjgyZC00YTU5LThjM2YtMTlkMWNhYjk4NDQz
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