136 Selbstdiagnose - Oder von der Pathologisierung des Normalen
vor 6 Tagen
Dieser Typ ist toxisch! Die ist doch einfach bordi.... Es
triggert mich total, wenn Du das sagst! Mit Narzissten spreche ich
nicht! Sorry, hab's verpeilt, das ist halt mein ADHS. Das war
voll das Trauma... Psychologische Fachbegriffe und Konzepte...
Podcast
Podcaster
Journalistin Sabine Meyer stellt die Fragen und Psycho- und Paartherapeutin Felizitas Ambauen antwortet.
Was macht gute Beziehungen aus? Und wie kann man sie lernen? Auch zu sich selbst. Was sind die klassischen Alltagsfallen? Und wie verstehe ich...
Beschreibung
vor 6 Tagen
Dieser Typ ist toxisch!
Die ist doch einfach bordi....
Es triggert mich total, wenn Du das sagst!
Mit Narzissten spreche ich nicht!
Sorry, hab's verpeilt, das ist halt mein ADHS.
Das war voll das Trauma...
Psychologische Fachbegriffe und Konzepte haben es in den Alltag
geschafft. Der Therapiesprech ist
allgegenwärtig. Einerseits hat das grosse
Allgemeinwissen über psychologische Konzepte dazu geführt, dass
viele Menschen sich selbst und andere besser verstehen und Stigmata
abgebaut werden, andererseits werden die Begriffe und Konzepte sehr
willkürlich und undifferenziert angewandt. Oft auch schlichtweg
falsch.
Nicht jede schwierige Beziehung ist toxisch.
Nicht jede Abwertung ist Gaslighting.
Nicht jede emotionale Verletzung ist ein Trauma.
Und ein egoistisches Arschloch, ist manchmal einfach das: ein
egoistisches Arschloch und noch lange kein
Narzisst.
Wie kann Social Media helfen, psychischen Belastungen besser zu
verstehen? Warum ist bei Selbstdiagnosen Vorsicht geboten? Was
passiert, wenn psychische Störungen immer breiter gefasst werden,
sodass eine Störung schneller vergeben werden kann?
In dieser Folge des Beziehungspodcasts «Beziehungskosmos» sprechen
die Journalistin Sabine Meyer und die Psychotherapeutin Felizitas
Ambauen darüber, wie gefährlich es sein kann, wenn auf Social Media
mit wenigen Bullet Points eine psychische Diagnose in den Raum
gestellt oder gar vergeben wird, was Selbstdiagnosen mit unserem
Selbstbild machen und wieso ein Betroffenheitsstatus einen noch
lange nicht zu Expert*innen in der Behandlung von psychischen
Störungen macht.
Verwandte Folgen:
36 Ab auf die Couch
41 Depression, Angst, Sucht
89 Bedürfniskult
Buch zur Folge:
Wiesböck Laura: Digitale Diagnosen, Zsolnay-Verlag, 2025
Buch zum Podcast:
Ambauen Felizitas & Meyer Sabine: Beziehungskosmos – eine
Anleitung zur Selbsterkenntnis, Aris Verlag, 2023
Wir sind ein unabhängiger Podcast und finanzieren uns allein durch
den Support unserer Community. Wenn Ihr unsere Arbeit unterstützen
möchtet, geht auf www.beziehungskosmos.com
Unter «Support us» könnt Ihr mit ein paar Klicks ein Abo
einrichten.Einmaliger Support ist auch via Twint 0795553950
möglich. Beziehungskosmos LIVE? Alle Events findet Ihr hier!
Die ist doch einfach bordi....
Es triggert mich total, wenn Du das sagst!
Mit Narzissten spreche ich nicht!
Sorry, hab's verpeilt, das ist halt mein ADHS.
Das war voll das Trauma...
Psychologische Fachbegriffe und Konzepte haben es in den Alltag
geschafft. Der Therapiesprech ist
allgegenwärtig. Einerseits hat das grosse
Allgemeinwissen über psychologische Konzepte dazu geführt, dass
viele Menschen sich selbst und andere besser verstehen und Stigmata
abgebaut werden, andererseits werden die Begriffe und Konzepte sehr
willkürlich und undifferenziert angewandt. Oft auch schlichtweg
falsch.
Nicht jede schwierige Beziehung ist toxisch.
Nicht jede Abwertung ist Gaslighting.
Nicht jede emotionale Verletzung ist ein Trauma.
Und ein egoistisches Arschloch, ist manchmal einfach das: ein
egoistisches Arschloch und noch lange kein
Narzisst.
Wie kann Social Media helfen, psychischen Belastungen besser zu
verstehen? Warum ist bei Selbstdiagnosen Vorsicht geboten? Was
passiert, wenn psychische Störungen immer breiter gefasst werden,
sodass eine Störung schneller vergeben werden kann?
In dieser Folge des Beziehungspodcasts «Beziehungskosmos» sprechen
die Journalistin Sabine Meyer und die Psychotherapeutin Felizitas
Ambauen darüber, wie gefährlich es sein kann, wenn auf Social Media
mit wenigen Bullet Points eine psychische Diagnose in den Raum
gestellt oder gar vergeben wird, was Selbstdiagnosen mit unserem
Selbstbild machen und wieso ein Betroffenheitsstatus einen noch
lange nicht zu Expert*innen in der Behandlung von psychischen
Störungen macht.
Verwandte Folgen:
36 Ab auf die Couch
41 Depression, Angst, Sucht
89 Bedürfniskult
Buch zur Folge:
Wiesböck Laura: Digitale Diagnosen, Zsolnay-Verlag, 2025
Buch zum Podcast:
Ambauen Felizitas & Meyer Sabine: Beziehungskosmos – eine
Anleitung zur Selbsterkenntnis, Aris Verlag, 2023
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