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Beschreibung
vor 1 Woche
Seit Corona ist das Thema Erschöpfung stärker ins Bewusstsein
gerückt. Mit ihr werden das Fatigue, Post-Covid oder ME/CFS nach
einem Infekt sehr viel öfter diagnostiziert. In dieser Episode
klärt Dr. Lea Höfel über Therapiemöglichkeiten,
Behandlungsmethoden und Hilfen zur Selbsthilfe auf. Auch wenn der
Weg bis zur Diagnose ein langer sein kann, so macht sie allen
Betroffenen Hoffnung, dranzubleiben und nicht aufzugeben, weil….
…die Erkrankung von der Politik mittlerweile ernst genommen wird.
Zumindest werden in anerkennendem Rahmen Gelder in Forschung und
Therapiemöglichkeiten investiert. Dr. Höfels Wunsch ist es, dass
auch die Pharmaindustrie reagiert, denn noch gibt es kein
Medikament gegen die chronische Fatigue-Erkrankung, die Menschen
komplett ans Bett fesseln kann. „Wenn man diese Menschen gesehen
hat, zweifelt man nicht mehr daran, ob es diese Erkrankungen
geben kann“, wünscht sie sich größeres Interesse bei den
Lobbyisten.
Noch gibt es kein Medikament
Post-Covid, Fatigue und ME/CFS gilt es zu unterscheiden.
Post-Covid umfasst eine breite Spannweite an Symptomen von
Lungen- bis Magen-Darm-Problemen. Das Fatigue geht mit bleierner
Müdigkeit einher und kann bestehen bleiben. Hier ist der
Energielevel weit unten, zu den Symptomen gehören
Kreislaufbeschwerden oder Schmerzen. Das chronische
Fatigue-Syndrom ME/CFS ist eine eigenständige Erkrankung mit
weiteren Symptomen. Hier kann die geringste Betätigung den
Betroffenen zur Bettruhe zwingen. Selbst Haarewaschen oder eine
kurze Unterhaltung können Patienten über Wochen und Monate extrem
belasten.
Ziel ist, nach Energieverbrauchern und Energiespendern zu
schauen. Wo sind persönliche Stressoren? Dazu finden viele
Gespräche und Untersuchungen statt, die detailliert dokumentiert
werden, um in einem nächsten Schritt Abläufe im Alltag besser
strukturieren zu können. Um den Speicher aufzufüllen, gehört es,
Pausen zu machen, auch wenn man sich nicht danach fühlt. Die
Gefahr eines Crashs soll vermieden werden.
Die Behandlungsansätze sind vielfältig, sie liegen in der
Ergotherapie, der Physiotherapie, oder der psychologischen
Betreuung. Sie reichen von Atemübungen bis Massagen. Betroffene
empfinden oft Traurigkeit und Ängste darüber, ob die Krankheit
sie ihr Leben lang einschränken wird. „Sie müssen lernen,
Gedankenkreise zu stoppen und auch im Kleinen Schönes zu
entdecken“, so Dr. Höfel. Dabei hilft ein Tagebuch, in dem
täglich drei kleine schöne Momente festgehalten werden.
Dr. Lea Höfel ist Psychologin und Leiterin der
Abteilung des Zentrums für Schmerztherapie junger Menschen und
der Station für Fatiguetherapie an der Kinderklinik in
Garmisch-Partenkirchen. Außerdem ist sie in Beirats- und
Sprecherfunktionen in Gesellschaften für Schmerztherapie,
Rhematologie und ME/CFS.
Buchtipp: Dr. Lea Höfel: Warum bin ich so
erschöpft? Chronisches Fatigue-Syndrom bei Kindern und
Jugendlichen, Junfermann-Verlag 2026
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Kommentare (2)
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Apropos Ehtik, Recht und Medizin: Darf man sich eigentlich fachfremd (Psychologin) zu komplexen medizinischen Themen äußern und potentiell schädigende Empfehlungen abgeben (Sauna bei POTS)? Ich finde das befremdlich und beunruhigend. Darf die das? - nur weil sie diese Stelle hat? Oder ein Buch verkaufen möchte? Oder die Reha in Garmisch weiter Forschungsgelder aus der Dekade abgreifen will? Es geht ja um reale Schäden, die darauf resultieren können. Sehr befremdlich. (wartet auf Freigabe)
Apropos Ahnungslosigkeit: Darf eigentlich eine Psychologin potentiell schädigende und damit folgenschwere Empfehlungen aussprechen? Nur aus einer Behandlungspraxis abgeleitetes Erfahrungswissen haben wir als Eltern von erkrankten Kindern auch jede Menge - würden das aber nicht als gesicherte Erkenntnis in den Raum stellen. Schade, dass so wenig medizinisches Wissen zu POTS und pathogenen Faktoren in diesen Podcast einfließt. Und beunruhigend, dass man einfach so allen möglichen schädigenden Quatsch erzählen darf. (wartet auf Freigabe)