Apropos Psychologie!
Warum wir ticken, wie wir ticken – und was Du draus machen kannst!
Podcaster
Episoden
18.02.2026
46 Minuten
Einsamkeit ist ein Gefühl, das wohl jede und jeder von uns kennt
– mal leise im Hintergrund, mal schmerzhaft präsent. Doch ab wann
gilt ein Mensch als einsam? Wann wird Einsamkeit zur seelischen
Belastung? Und vor allem: Wie können wir wieder echte Verbindung
erleben?
In dieser Folge von Apropos ... Psychologie! spreche ich mit der
Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin Mia
Flora über eines der größten psychologischen Themen unserer Zeit:
Einsamkeit – offen, tiefgehend und mit klarem Blick auf
gesellschaftliche Zusammenhänge.
Was ist Einsamkeit wirklich, wie ist sie definiert? Warum ist sie
kein individuelles Versagen, sondern menschengemacht? Mia Flora
spricht Klartext, sie spricht vom Verlust gemeinschaftlicher
Systeme, einem Leben in einem entfremdeten System und von
asozialen Medien, die keine Verbindung schaffen. Sie nennt sieben
Gründe, die uns in die Einsamkeit, das größte psychologische
Problem unserer Zeit, geführt haben.
Wege aus der Einsamkeit sieht sie in der Heilenden Psychologie,
im freundlichen, positiven Umgang miteinander. Ganz konkret
hilft, den Parasympathikus zu aktivieren und ein schöner Impuls
vorm Zubettgehen. Einsamkeit überwinden heißt, wieder in
Beziehung zu treten – mit sich selbst und anderen.
Mia Flora macht deutlich: Frieden – innerlich wie
gesellschaftlich – entsteht jenseits der Einsamkeit. Damit wird
Einsamkeit nicht nur zu einem psychologischen, sondern auch zu
einem politischen Thema.
Mia Flora ist Psychologin, Paartherapeutin und
Kommunikationstrainerin. Sie war „Mensch der Woche“ bei Frank
Elstner, ist gefragter TV-Talk-Gast und erfolgreiche Autorin.
Buchempfehlung: Mia Flora: Jenseits der
Einsamkeit – Für ein verbundenes Leben, Klett-Cotta Verlag 2025
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04.02.2026
37 Minuten
Präsenz im Alltag, im Beruf, auf der Bühne. Präsenz wird
eigentlich immer von uns gefordert, ob im Kleinen oder Großen.
Wie wir nach außen wirken, hat sehr viel mit unserer Stimme, aber
auch inneren Haltung zu tun. „Präsenz ist ein Zusammenspiel von
Körper, Stimme und innerer Haltung und wir besitzen sie lange
bevor wir einen Raum betreten“, sagt Kathrin Kräft.
Die ehemalige Musicaldarstellerin und Präsenz-Coachin zeigt auf,
warum Präsenz für uns wichtig ist und dass auch schüchterne
Menschen davon profitieren können. Für sie gilt der spielerische
Ansatz, das Prinzip der Leichtigkeit. Zu ihrem Handwerkszeug
gehören etwa das Improvisationstheater, Schauspiel, Stimmübungen
und Textarbeit. „Nur wenn sich der Kopf vom ständigen
Gedankenkarussell befreien kann, können sich auch Ängste lösen“,
weiß sie.
Kathrin Kräft nennt alltagstaugliche Übungen, mit denen wir
unsere Präsenz und unsere authentische Stimme verbessern und das
persönliche Wachstum fördern können. Die innere Haltung stärken
wir durch eine positive Perspektive, eine tragfähige Stimme,
gestützte Atmung und gerade Körperhaltung. Authentisch bleiben
wir auch durch Gestik und Mimik. Und Lampenfieber? „Nicht
schlimm, das haben auch Schauspieler“. Auch diese Energie können
wir positiv nutzen.
Um in die natürliche Präsenz zu kommen, ist ein Umdenken
erforderlich, das nicht von einem Tag auf den anderen geschieht.
Es ist mit Training verbunden, mit Lockerungs- und Stimmübungen
oder dem Finden der ureigenen Tonlage. Die Atmung gibt Ruhe und
Stabilität und sie fördert eine gesunde Stimmführung. Kathrin
Kräft nennt konkrete Übungen von Summen bis Zungenbrecher, die
das Stimmvolumen erweitern sowie die Artikulation und
Tragfähigkeit der Stimme verbessern.
Kathrin Kräft ist ehemalige Musicaldarstellerin,
systemische Beraterin und Präsenz-Coachin für sicheres Auftreten
& Wirkung, Präsentations- und Vortragstraining.
Tipp: Auf ihrer Website bietet Kathrin Kräft
Coachings und Workshops an – für eine starke Wirkung auf der
Bühne, im Business und im Alltag.
https://praesenzmitleichtigkeit.de
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21.01.2026
1 Minute
Unbewusste Prozesse im Coaching
Unser Unterbewusstsein spielt eine größere Rolle für unser
Verhalten, als uns bewusst ist. Man staune: 95 Prozent unserer
Denkprozesse laufen unbewusst ab. Sonst nämlich „hätten wir einen
absoluten Overkill an Informationen“, sagt Dr. Alica Ryba. Mit
der Wirtschaftspsychologin und Trainerin werfen wir einen Blick
auf unser Unterbewusstsein, darauf, wie unbewusste und intuitive
Prozesse unser Erleben und Handeln beeinflussen und wie wir es in
unser Bewusstsein heben und ändern können.
Das Unterbewusstsein prägt unser Verhalten
Schon gewusst? Unser Bewusstsein nimmt nur das auf, was das
Gehirn als neu und wichtig einstuft. Alles andere landet im
Unterbewusstsein. Das aber steuert unser Verhalten. Wir werfen
einen Blick auf die Historie, auf die Entwicklung der
Psychoanalyse, die mit Sigmund Freud begann und mit dem
Psychotherapeuten und Kommunikationswissenschaftler Paul
Watzlawick populärwissenschaftlich wurde.
Kleinkindern bis zum dritten Lebensjahr fehlt das deklarative
Gedächtnis. An diese Zeit können wir uns nicht erinnern, doch
werden in diesen Jahren unsere Verhaltensmuster geprägt. Das
Unbewusste drückt sich konkret in unserem Handeln aus. Es hat das
letzte Wort bei jeder Willenshandlung“, so Ryba. Es äußert sich
konkret durch Körperaktionen, in Mimik, Gestik oder Stimme. Das
Bauchgefühl beruht auf der Summe unserer Erfahrungen, „ist aber
nicht objektiv“, so Ryba. „Die innere Bewertung kann auch falsch
sein“.
Im Coaching geht es an tiefe Themen und Verhaltensweisen heran,
indem sich der Klient mit dem Körper verbindet und sich
Reaktionen bewusst macht. „Schon nach zehn Minuten weiß man oft
schon, was das Thema ist. das kann die Angst vor etwas sein oder
fehlende Anerkennung“, sagt Alica Ryba. Ist das Bedürfnis
identifiziert, kommt ein Methodenkoffer mit einem „Best Of an
individuell wirksamen Tools“ zum Einsatz. Dazu gehören
körperzentrierte oder auch hypnotherapeutische Methoden.
Sinnvoll ist der Blick ins Unbewusste, wenn wir ein bestimmtes
Problemverhalten verändern wollen, wir von der Couch runter und
in die Bewegung kommen wollen oder Mitarbeiter besser „briefen“
wollen. Sich auf das Bauchgefühl zu verlassen, ist nicht immer
der richtige Weg.
Alica Ryba unterstützt Coaches, Klientinnen und
Klienten durch ein praxisbezogenes wissenschaftliches
Persönlichkeits- und Wirkmodell, damit sie effektiver und
punktgenauer intervenieren und damit nachhaltige Veränderungen
möglich werden können.
Buchtipp: Alica Ryba: Die Rolle unbewusster und
vorbewusst-intuitiver Prozesse im Coaching, VdR 2025; Alica Ryba
und Gerhard Roth: Coaching und Beratung in der Praxis,
Klett-Cotta 2022
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07.01.2026
41 Minuten
Ohne Atem kein Leben: In dieser Folge tauchen wir mit der
Neurowissenschaftlerin Martha Havenith in die wunderbare Kraft
des Atmens ein. Durch das Atmen versorgen wir nicht nur unseren
Körper mit Sauerstoff. Die Atmung kann auch unser seelisches
Gleichgewicht stärken. Martha Havenith geht auf neue
Atemtechniken ein, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in der
westlichen Hemisphäre entwickelt haben. Diese Techniken sind
sowohl bewusstseinserweiternd als auch entspannungsfördernd und
heilsam.
Neurowissenschaft trifft Atemarbeit: Wir gehen darauf ein, was
die Forschung heute über die Wirkmechanismen weiß und wie sich
durch bewusste Atmung Wahrnehmung, Emotion und Körpererleben
verändern lassen können. „Es geht nicht nur darum, Wunden zu
heilen, sondern eigene Quellen der Freude zu finden“, fasst die
Atem-Expertin, die in Breathwork auch ihre eigene Methode
gefunden hat, zusammen. Sie erläutert, was Breathwork ist und
welche modernen Methoden es gibt, mit denen einerseits auf einer
tiefen Bewusstseinsebene emotionale Themen verarbeitet werden
können und andererseits in langsamer Ausführung Entspannung
herbeigeführt werden kann.
Martha Havenith nennt praktische Übungen von langen Sessions mit
zirkulärer Atemarbeit, bei denen es um eine bewusst tiefe Atmung
geht, die nicht an Mantras oder das Zählen gebunden ist.
Breathwork wird in der Regel mit Musik unterlegt. Für Anfänger,
die tiefer eintauchen wollen, empfiehlt sich eine Begleitung.
Sie nennt aber auch einfache Breathwork-Techniken für den Alltag,
die etwa 15 Minuten dauern. Sie führt die Wim-Hof-Methode an, bei
der 40 aktive Atemzüge kombiniert werden mit einem langen
Einatmen, Luft anhalten und ausatmen. Diese Technik ist gut für
das Immunsystem und die Fitness. Das koharänte, langsame Atmen
eignet sich zur Entspannung. Beim Cyclic Sighing wird intensiv
zwei Mal über die Nase eingeatmet und über den Mund schnell und
mit einem Seufzer ausgeatmet. Schon allein fünf Minuten täglich
können so für eine physiologische Baseline und Wohlbefinden,
weniger Stress- und Angstempfinden sorgen, so Martha Havenith.
Dr. Martha Havenith ist promovierte
Neurowissenschaftlerin und Breathwork-Praktizierende. Nach
Stationen an der Universität Oxford, dem Max-Planck-Institut für
Hirnforschung und dem University College London leitet sie heute
eine eigene Forschungsgruppe in Frankfurt. Ihr Schwerpunkt: Wie
das Gehirn mehrere kognitive Prozesse gleichzeitig koordiniert –
und was der Atem damit zu tun haben könnte.
Buchtipp: Martha Havenith und Abdellatif Nemri:
„Atemkraft – Das Breathwork-Handbuch“, Schattauer-Verlag 2025
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24.12.2025
1 Minute
TikTok, ChatGPT & Fake News: Wie steht es um die
Medienkompetenz bei Teenagern und insgeheim - bei Erwachsenen?
Wir alle bewegen uns gut und gerne in den Sozialen Medien,
immerhin ermöglichen diese uns einen weltweiten Austausch.
Information auf allen Kanälen, das birgt auch die große Gefahr
der Überforderung und der Desinformation. In dieser Folge spreche
ich mit Katarina Gruler – Lehrerin, Elterncoach und Expertin für
Pubertät, Kommunikation und Medienkompetenz – über Chancen und
Gefahren der digitalen Welt – für Jugendliche insbesondere. Wir
diskutieren, warum Medienkompetenz heute eine Grundkompetenz ist,
wie man sie fördern kann – in der Schule, zuhause und auch ganz
persönlich.
Kein „Nice to have“, sondern ein Muss
„Medienkompetenz ist heute kein Nice-to-have mehr – sondern ein
Muss, wenn wir unsere Kinder auf die Welt da draußen vorbereiten
wollen“, sagt Katarina Gruler. Vielmehr als eine empfohlene
Stundenzahl ist ihr der qualitative Umgang damit. Wischt das Kind
sinnlos stundenlang auf dem Display herum oder nutzt es die
Portale, um kreativ zu werden oder sich auszutauschen? Schneidet
Sohnemann ein Video zusammen oder sucht Töchterchen nach
Nachrichten auf mehreren Kanälen, sind digitale Medien eine
Bereicherung.
Fakt ist: Die Clique vor der Haustür von früher findet sich heute
auf Gaming-Portalen. Aber man solle nicht gleich den Teufel an
die Wand malen: „Gaming ist mehr als Spielen. Es ist ein sozialer
Raum, wo es um Teamwork und Strategien geht. Und um
Freundschaften“. Eltern sollten hinterfragen, welche Funktion das
Kind sucht, ob es nach Ablenkung oder Anerkennung sucht.
Echte Erfolgserlebnisse schaffen
Likes und Levels sind verführerisch, weil jeder Reiz neues
Dopamin fördert. Wichtig zu wissen: der präfrontale Kortex ist
bis Mitte 20 noch nicht ausgereift. Das heißt: Jugendliche können
sich selbst noch nicht gut kontrollieren, somit ist die
Suchtgefahr größer. Bleiben sie im Sog und im Realitätsverlust
hängen, sollte man als Eltern aufmerksam werden. Um ihre innere
Stärke zu fördern ist es gut, „abseits vom Bildschirm echte
Erfolgserlebnisse zu schaffen“, empfiehlt sie.
Und wie bekommen Eltern Zugang zu pubertierenden Kindern? „Indem
sie um eine anerkennende Gesprächskultur schaffen, Interesse
zeigen und nicht gleich meckern, sondern fragen welchen
Influencer sie gerade schick finden“, so Gruler, die selbst
Mutter von zwei Kindern ist und sich wünscht, dass das Fach
Medienkompetenz in den Schulen eingeführt wird.
Auch wenn es keine absolute Sicherheit über die Richtigkeit von
Informationen gibt, gelte es, Kritikfähigkeit und Orientierung im
Mediendschungel zu fördern, „damit unsere Kinder nicht Opfer,
sondern aktive Gestalter werden. Die Jugendlichen wachsen in
einer Welt voller Unsicherheit, aber auch voller Möglichkeiten
auf. Wenn wir sie richtig begleiten, werden sie zu digitalen
Pionieren mit Herz und Verstand“, blickt sie positiv in die
Zukunft.
Katarina Gruler ist Lehrerin, Elterncoachin,
Expertin für Pubertät, Kommunikation und Medienkompetenz.
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Über diesen Podcast
Immer alles 1000-prozentig machen? Warum habe ich immer was an mir
herumzumäkeln? Müsste ich nicht einfach mal genießen? Glücklich
sein? Ich bin wie ich bin! Oder doch besser flüchten? Und wohin
dann? … Wovor habe ich eigentlich Angst? Antworten auf diese und
andere Fragen gibt es in Gesprächen mit Psycholog:innen,
Psychotherapeut:innen und Coaches. Du erfährst aus erster Hand
Tricks für ein einfacheres Leben, erhältst überraschende Einblicke
in persönliche Erfahrungen und Entwicklungen und lernst eine ganze
Menge darüber, wie wir manchmal ticken und warum. Alle zwei Wochen
mittwochs neu.
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