Temporal UX

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vor 1 Monat
Craft Agents, OpenClaw und Threat Modeling für Nicht-Entwickler
44 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Monat
Was passiert, wenn ein Software-Entwickler und zwei IT-Praktiker
anfangen, über Agentic Workflows zu fachsimpeln? Mark spricht in
dieser Folge, ausnahmsweise ohne Jens, mit den wiederkehrenden
Gästen Alex und Klaus darüber, wie aus reinem Prompten inzwischen
echte Agenten-Infrastruktur geworden ist. Ausgangspunkt ist ein
sehr konkreter Use Case: Klaus will seine monatliche Buchhaltung
(Rechnungen per Mail, Kontoauszug, PDF-Export) automatisieren und
weiß nicht, ob er dafür OpenClaw oder Craft Agents braucht. Die
Antwort ist, wenig überraschend, ein "kommt drauf an", aber ein gut
begründetes. Craft Agents wird als grafische, auf dem Claude SDK
basierende Alternative zu Claude Code vorgestellt: kein Terminal,
dafür MCP-Anbindungen, Skills und Aufgaben, die auch weiterlaufen,
wenn die Anwendung geschlossen ist. An Alltagsbeispielen (einem
Notion-Token, das ständig neu authentifiziert werden muss, oder
einer Audio-Transkriptions-Anwendung für IT-fremde Kolleginnen)
zeigen Mark, Alex und Klaus, wie sich über Skills, Plugins, Hooks
und Evaluations mittlerweile ein gemeinsames Musterbuch quer über
alle Agent Harnesses (Claude Code, OpenCode, OpenClaw) etabliert
hat. Spätestens wenn ein Agent Zugriff auf Bankdaten oder das
eigene Postfach bekommen soll, wird es ernst. Die Runde diskutiert
Sandboxing, Netzwerksegmentierung und Zero-Trust-Prinzipien und
stellt Adam Shostacks Four-Question-Framework vor, das Klaus sich
als eigenen Skill in Craft Agents gebaut hat, um eine
Bedrohungsanalyse (Threat Modeling) automatisiert vor jedem Commit
laufen zu lassen. Dabei bleibt der Ton angenehm unaufgeregt: keine
"KI wird uns alle hacken"-Panik, sondern die nüchterne
Feststellung, dass viele Menschen schlicht nicht wissen, was ein
Token ist. Genau das wird zum Sicherheitsrisiko. Der zweite große
Themenblock dreht sich um Softwarearchitektur und Teamstrukturen im
Zeitalter von KI-Agenten. Klaus berichtet, wie sein früherer
Purismus (strikt native iOS-Entwicklung in Swift, striktes Kotlin
für Android, kein Cross-Platform-Kram) aufgeweicht ist, weil
Agenten mittlerweile für beide Plattformen nativen Code erzeugen
und die Teamgrenzen zwischen iOS- und Android-Entwicklern zunehmend
verschwimmen. Diskutiert wird auch, ob der klassische
Anwendungsschnitt (Frontend-Team, Backend-Team, App-Team)
angesichts von LLMs neu gedacht werden muss, und warum
Make-or-Buy-Entscheidungen gerade eine neue Bedeutung bekommen. Zum
Ausklang gibt es die skurrilsten Momente aus dem Alltag mit
Agenten: ein Claude Code, das sich schlicht weigert, die
Git-History umzuschreiben, ein OpenClaw-Setup, das eigenmächtig
neue Nutzer in eine Datenbank aufnimmt, und die unbequeme Frage,
wer eigentlich entscheidet, welche Libraries ein Agent verwendet,
wenn Unternehmen dafür bezahlen könnten. Eine Folge für alle, die
wissen wollen, was Agentic Coding kann und was dabei ernsthaft
schiefgehen kann.

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