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Beschreibung
vor 4 Wochen
Es gibt eine eigentümliche Ironie in der Geschichte der
Umweltbewegung: Ausgerechnet jene, die einst mit spektakulären
Aktionen die Industrie zum Zittern brachten, haben sich in den
vergangenen Jahrzehnten zu braven Verwaltern des Status quo
gewandelt. Thilo Bode, der als Greenpeace-Chef FCKW-freie
Kühlschränke gegen den erbitterten Widerstand der Konzerne
durchsetzte, zieht eine schonungslose Bilanz – und spart dabei
nicht an Selbstkritik. Wenn einer, der sein halbes Leben dem
Aktivismus gewidmet hat, zum Widerstand aufruft, stellt sich
unweigerlich die Frage: Widerstand gegen wen eigentlich – gegen
die Industrie, gegen die Politik, oder gegen die eigene Bewegung?
Thilo Bode, der mit seinem
vielbeachteten Buch Resist! Aufruf zum
Widerstand soetwas wie eine politische Autobiographie
vorgelegt hat, schaut darin auf ein Leben zurück, das ihm, von
exponierter Stelle aus, einen tiefen Blick in die Verhältnisse
erlaubt hat. Als junger Mann in der Entwicklungshilfe tätig,
wurde er nach einem Intermezzo bei einem Mittelständler der
Stahlindustrie zum Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland,
von 1995 bis 2001 zum CEO von Greenpeace International. 2001
gründete er die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch und war
bis zu seinem Ausscheiden Ende 2021 deren Internationaler
Direktor.
Thilo Bode hat veröffentlicht
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