# 112 - "Künstliche Menschen" und warum wir Widerstand brauchen

# 112 - "Künstliche Menschen" und warum wir Widerstand brauchen

vor 2 Wochen
29 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Wir zahlen zweimal für Technologie: einmal für die Rolltreppe und
einmal für das Fitnesscenter. Einmal für Google Maps und einmal
für Braintraining-Apps. Einmal für das Smartphone, das
Telefonnummern speichert, und einmal für die App, die unser
Gehirn wieder trainiert.


Unser Host, der digitale Psychologe Eliot Mannoia hat darüber
zwei Jahre geforscht und ein Buch geschrieben. Der Titel ist
Programm: Friction.





Was dich in dieser Folge erwartet:





Wir werden künstliche Menschen

Wir tracken Schlaf, zählen Schritte, buchen Fokuszeit in
Outlook.

Gleichzeitig trainieren wir Maschinen, menschlicher zu
wirken: langsamer zu sprechen, einfühlsamer zu antworten. Eliot
beschreibt dieses Paradox nüchtern, aus der Mitte der
Gesellschaft, nicht von außen.






Wir zahlen zweimal


Für jeden Komfort zahlen wir doppelt: erst für das Gerät, dann
für den Ausgleich des Verlustes. Die Rolltreppe kostet Geld, das
Fitnesscenter kostet Geld. Dieses Muster zieht sich durch nahezu
alle Lebensbereiche.





Hyper-Independence


Wir leben allein, lassen Essen liefern, streamen auf Abruf. Was
nach Freiheit klingt, ist ein Tausch: Die Abhängigkeit von
Menschen weicht einer Abhängigkeit von Systemen. Sichtbar wird
das erst, wenn der Strom ausfällt.





Was ChatGPT antwortete, als man es fragte, wie es die
Menschen unterwerfen würde


Nicht Terminatoren. Sondern: das Leben so bequem machen, dass
Menschen das Denken und Entscheiden freiwillig abgeben. Manuela
und Eliot diskutieren, wie nah wir diesem Punkt bereits sind.





Friction als Konzept


Weil natürliche Grenzen wegfallen, müssen wir künstliche setzen.
Konkrete Beispiele: die Slow Checkout bei Jumbo in den
Niederlanden, Fokuszeit von 10 bis 12 Uhr ohne Meetings,
Postzusteller in Jersey, die bei älteren Menschen anklopfen.
Kleine Widerstände, die Menschlichkeit zurückbringen.





Häufig gestellte Fragen:






Was bedeutet der Buchtitel "Friction" ?



Reibung oder Widerstand. In einer optimierten Welt braucht es
bewusst eingebauten Widerstand, um Kontrolle und Menschlichkeit
zurückzugewinnen.






Ist das Buch anti-technologisch?



Nein. Es geht nicht darum, Technologie zu verteufeln, sondern
Bewusstsein dafür zu schaffen, was wir im Tausch gegen Komfort
abgeben.






Was ist Hyper-Independence?



Die zunehmende Unabhängigkeit von anderen Menschen, die sich als
Freiheit anfühlt, in Wahrheit aber eine neue Abhängigkeit von
Algorithmen und Plattformen ist.






Für wen ist das Buch geeignet?



Für alle, die über gesellschaftliche Auswirkungen von Technologie
nachdenken wollen. Auf Englisch, erhältlich unter
https://mybook.to/friction.


Mind/Machine ist der Podcast von Manuela Machner, KI-Beraterin
und Gründerin von KiNET.ai (www.kinet.ai), und Eliot Mannoia,
digitalem Psychologen und Gründer von BrandKarma
(www.brandkarma.at). Jeden Freitag sprechen die beiden über
Künstliche Intelligenz, digitale Gesellschaft und was das alles
mit uns Menschen macht.


Erwähnte Links:


https://mybook.to/friction


https://www.brandkarma.at


https://www.kinet.ai


https://www.mind-machine.at





Über die Hosts:


Manuela Machner ist KI-Beraterin, Gründerin von
KiNET.ai und spezialisiert auf Generative Engine Optimization für
Tourismus, Hotellerie und KMU im DACH-Raum. Mehr unter
www.kinet.ai.





Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe, Gründer
von BrandKarma und Autor von "Friction". Mehr unter
www.brandkarma.at.





Mind/Machine findest du auf Spotify, Apple Podcasts und
Amazon Music sowie unter www.mind-machine.at.
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