Podcaster
Episoden
12.02.2026
44 Minuten
In Folge #101 diskutieren der digitale Psychologe Eliot Mannoia
und KI-Expertin Manuela Machner über die Schattenseiten der
Effizienz. Wenn die KI zur ständigen Stütze wird, was passiert
dann mit unserer eigenen Urteilsfähigkeit, unserer
Kritikfähigkeit und der Fähigkeit, zwischen den Zeilen zu lesen?
Wir beleuchten, warum wir uns trotz (oder wegen) maximaler
digitaler Vernetzung immer seltener gegenseitig brauchen und
warum „langsame“ Prozesse im Unternehmen oft wertvoller sind als
die direkte Linie von A nach B.
Die Schwerpunkte dieser Folge:
Entscheidungs-Regression: Warum wir
verlernen, unserem Bauchgefühl zu vertrauen (und stattdessen
Matratzen-Studien via ChatGPT erstellen).
Die menschliche Kurve: Warum Effizienz im
Team oft das „Zement zwischen den Ziegeln“ – die informelle
Kommunikation – zerstört.
Kritikfähigkeit in Gefahr: Wie uns
„flauschige“ KI-Antworten den Umgang mit echtem Widerstand
verlernen lassen.
Kulturelle Nuancen vs. Algorithmen: Geht das
Verständnis für das „Eigentlich“ in der Kommunikation
verloren?
Bildung & Zukunft: Brauchen wir in
Schulen bald mehr „Social Emotional Learning“ (SEL), um den
digitalen Individualismus auszugleichen?
Ein ehrlicher Austausch über die Notwendigkeit, soziale
Fähigkeiten im KI-Zeitalter ganz bewusst zu trainieren.
Mehr über uns:
Website: www.brandkarma.at
KI im Tourismus & KMU: www.kinet.ai
Verlieren wir durch KI unsere Intuition?
Ja, die Gefahr besteht. Wenn wir für jede kleine Entscheidung
(von der Formulierung einer Postkarte bis zum Matratzenkauf) die
KI befragen, sinkt das Vertrauen in die eigene Kompetenz. Wir
neigen dazu, Verantwortung an das System abzugeben, statt auf
unsere Erfahrung zu bauen.
Was bedeutet „die menschliche Kurve“ im
Arbeitsalltag?
Während KI-Prozesse effizient von A nach B führen, entstehen
Teambuilding und Innovation oft in den „Umwegen“ – im zufälligen
Flurgespräch oder beim gemeinsamen Lösen von Konflikten. Werden
diese zugunsten von Schnelligkeit wegrationalisiert, bröckelt das
soziale Gefüge im Unternehmen.
Warum wird Kritikfähigkeit durch KI-Nutzung
schwieriger?
KI-Systeme sind darauf programmiert, unterstützend und freundlich
zu sein. Im echten Leben ist Feedback oft direkt und unangenehm.
Wer nur noch mit „braven“ Maschinen interagiert, verliert die
Resilienz gegenüber menschlichem Widerspruch.
Wie können wir soziale Kompetenzen trotz KI
erhalten?
Durch bewusstes „Gegengewicht“: Echte Interaktionen suchen, die
nicht effizient sein müssen. Gemeinsames Tanzen, persönlicher
Austausch statt E-Mail-Automatisierung und das bewusste
Wahrnehmen des Gegenübers sind wichtiger denn je.
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05.02.2026
16 Minuten
Hundert Folgen Mind / Machine. Das ist eure Episode.
Wirhören gemeinsam in die meistgehörten Folgen
rein.
Du bekommst die stärksten Momente, die besten Aha Sätze
und viel KI Alltagzum Mitnehmen.
Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe bei
BrandKarma.https://brandkarma.com
Manuela Machner ist Beraterin für KI im Tourismus bei KiNET.ai.
https://kinet.ai
Wir feiern 100 Folgen und sagen Danke. Dafür haben wir
eureLieblingsfolgen rausgesucht und die besten Ausschnitte
zusammengeschnitten.
• KI Diskussionen: Warum KI oft zustimmt und wie
dutrotzdem Widerspruch bekommst
• KI für PDFs und Verträge: Zusammenfassen,
nachfragen, schneller entscheiden
• Future Jobs: Warum nicht alles Technik sein
muss
• KI im Büroalltag: Der Moment, wo du merkst,
dass KI dir wirklich helfen kann
• Daten und Werte: Abhängigkeiten, Datenschutz,
Europa zwischen Google und Meta
• Digital Detox: Mikro Detox im Alltag statt
einmal im Jahr
• KI Tools: ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot,
Perplexity, DeepL und Bildgeneration
• KI im Tourismus: Standardfragen
automatisieren, mehr Zeit für echte Begegnung
Fazit: Diese Jubiläumsfolge ist dein Best of zum
Nachhören. Du bekommst Orientierung, praktische Beispiele und Mut
zum Ausprobieren.
𝗛𝗼𝘀𝘁𝘀
Eliot Mannoia, digitaler Psychologe bei BrandKarma:
https://brandkarma.com
Manuela Machner, KI im Tourismus bei KiNET.ai: https://kinet.ai
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29.01.2026
36 Minuten
Sind wir noch echt oder telefoniert ihr schon mit unserem
Avatar? In Folge 99 von Mind / Machine diskutieren Manuela
Machner und Eliot Mannoia über die verschwimmenden Grenzen
zwischen menschlicher Interaktion und KI-Systemen.
Es wird eng für die klassische "Ich bin ein Mensch"-Bestätigung
im Internet. Captchas werden von Agenten gelöst und am Telefon
ist oft nicht mehr klar, ob eine KI oder eine echte Person
abhebt. Manuela und Eliot widmen sich der Frage, wie wir in
Zukunft unsere Echtheit beweisen – und ob das überhaupt noch
jemand will.
Dabei geht es nicht um theoretische Zukunftsmusik, sondern um
knallharte Alltagssituationen. Wenn Callcenter-Mitarbeiter
absichtlich Fehler machen müssen, um nicht für Bots gehalten zu
werden, läuft etwas schief.
1. Das "Reverse Turing Test" PhänomenFrüher
mussten Maschinen beweisen, dass sie denken können. Heute müssen
Menschen beweisen, dass sie keine Maschinen sind. Eliot bringt
ein spannendes Beispiel: Kunden im Callcenter sind oft genervt,
weil sie glauben, mit einer KI zu sprechen. Die absurde Lösung?
Mitarbeiter bauen bewusst "Ähms" und kleine Fehler ein, um
menschlich zu wirken. Paradoxerweise trainieren wir KI-Systeme
gleichzeitig darauf, genau diese Unzulänglichkeiten zu imitieren.
2. Manuelas KI-Telefonassistent im
HärtetestManuela erzählt eine Anekdote aus dem
Supermarkt. Ein Anrufer zitiert Latein und legt auf, weil er
glaubt, mit Manuelas KI-Stimme zu sprechen – dabei war sie selbst
am Apparat. Die Verwirrung ist komplett: Menschen halten echte
Menschen für KIs und KIs für Menschen. Das führt zu skurrilen
Situationen im Geschäftsalltag.
3. Das Hochstapler-Syndrom 2.0Wenn die KI 50
Prozent deiner Arbeit erledigt: Hast du es dann noch selbst
gemacht? Wir diskutieren über das "Imposter-Syndrom" im
KI-Zeitalter. Als Expertin oder Experte verkaufst du nicht mehr
nur den Output (den kann die KI auch liefern), sondern die
Verantwortung, die Strategie und die Erfahrung aus gescheiterten
Projekten. KI liefert Theorie – Menschen liefern die
Praxisrelevanz.
4. Kennzeichnungspflicht und das "Freie
Internet"Brauchen wir einen digitalen Ausweis? Die EU
fordert Kennzeichnungspflicht für KI, aber wie sieht das in der
Realität aus? Wir sprechen über die Balance zwischen Anonymität
(Schutz der Privatsphäre) und der Notwendigkeit, in sozialen
Medien mit Klarnamen für das einzustehen, was man sagt.
Der menschliche Faktor als Premium-Feature:
In einer Welt voller generierter Inhalte wird der persönliche
Kontakt zum Luxusgut. Deine Kunden zahlen für deine
Einschätzung und dein "Geradestehen" für eine Lösung, nicht
nur für die Erstellung.
Fehlerkultur als Echtheitsbeweis: Perfektion
wirkt mittlerweile verdächtig. Zeig Ecken und Kanten. Erzähl
auch von Projekten, die nicht funktioniert haben. Das sind
Daten, die der KI oft fehlen, weil meistens nur
Erfolgsgeschichten publiziert werden.
Transparenz schafft Vertrauen: Wenn du KI
einsetzt (wie einen Telefon-Bot), kommuniziere das klar.
Kunden akzeptieren Technik, wenn sie wissen, woran sie sind.
Sie hassen es, getäuscht zu werden.
"Ich habe immer das Gefühl, ich muss beweisen, dass ich das eh
selber mit der KI gemacht habe. Mein Kunde zahlt ja nicht für
etwas, was eine Maschine rausgeschmissen hat." – Manuela Machner
"Wir trainieren sehr hart, dass es keine Lückenbüßer in den
Texten gibt. Und die KI tut alles, damit sie wie ein echter
Mensch klingt, mit Macken und Fehlern. Das wird immer schwieriger
zu unterscheiden." – Eliot Mannoia
Du willst wissen, wie du KI konkret in deinem Tourismus- oder
KMU-Betrieb einsetzt, ohne die menschliche Note zu verlieren?
Web: www.kinet.ai
Kontakt: info@kinet.ai
Standort: Leoben, Steiermark
Hör rein auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es
gute Gespräche gibt.
Worum es in dieser Folge gehtDie Highlights der Folge3
Key-Takeaways für Unternehmer und KMUZitate aus der
FolgeWeiterführende Links & Kontakt
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22.01.2026
37 Minuten
Zwischen genial und daneben - ist Künstliche Intelligenz
ein Genie oder ein digitaler Tollpatsch?
In dieser Folge von Mind/Machine diskutieren wir
das Paradoxon der modernen KI.
Inspiriert durch Ethan Mollicks Konzept der „Jagged
Intelligence“ (die kantige Intelligenz), diskutieren
Manuela Machner (KI-Expertin für Tourismus &
KMU) und Eliot Mannoia (Digitaler Psychologe),
warum ChatGPT bei komplexen Physik-Aufgaben glänzt, aber manchmal
an der Anzahl der Buchstaben im Wort „Strawberry“ scheitert.
Die Jagged Frontier: Warum die Fähigkeiten
der KI kein perfekter Kreis sind, sondern wie ein gezackter
Stern über menschliche Kompetenzen hinausragen – und wo sie
tief darunter fallen.
Wissen vs. Weisheit: Warum Datenverarbeitung
nicht gleich Bewusstsein ist und welche Rolle die
N-Motor-Intelligenz sowie unsere
Umweltwahrnehmung spielen.
Emotionale Intelligenz & Entscheidungen:
Eine faszinierende Case Study darüber, warum wir ohne
Emotionen nicht einmal fähig wären, unsere Schuhe
auszuwählen.
Praxis-Hack „Context Window“: Warum KI sich
manchmal „verrennt“ und wie ein frisches Kontextfenster sowie
Cross-Model-Prompting deinen Workflow retten.
Der „Zement“ im Unternehmen: Warum Effizienz
nicht alles ist und wie die Automatisierung von sozialen
Prozessen die Unternehmenskultur gefährden kann.
Manuela Machner ist Beraterin und Coach bei
kinet.ai in Leoben. Sie spezialisiert sich
darauf, KI-Lösungen praxisnah für die Tourismusbranche greifbar
zu machen. www.kinet.ai | info@kinet.ai
Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe bei
brandkarma.at. Er beleuchtet die Schnittstelle
zwischen Technologie, menschlichem Verhalten und digitaler
Markenführung. brandkarma.at
Hier geht es zum Originalartikel:
https://www.oneusefulthing.org/p/the-shape-of-ai-jaggedness-bottlenecks
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15.01.2026
34 Minuten
Ist KI reine Chefsache, ein IT-Projekt oder die Aufgabe
jedes Einzelnen?
In dieser Folge diskutieren Eliot Mannoia
(Digitaler Psychologe) und Manuela Machner
(KI-Coach für Tourismus & KMU) über eine der kritischsten
Fragen der digitalen Transformation: Die Zuständigkeit. Wenn sich
Unternehmen heute fragen, wer für die Implementierung von
Künstlicher Intelligenz verantwortlich sein sollte, lautet die
Antwort oft: „Die IT wird’s schon richten.“ Doch genau hier liegt
der Denkfehler.
Die IT-Abteilung kennt die Sicherheitsprotokolle und den
Datenschutz (das „Damoklesschwert“), aber sie kennt oft nicht den
„Schmerz“ im Arbeitsalltag.
Die Realität: Die IT sieht das hohe
E-Mail-Aufkommen, aber nur die Mitarbeiterin an der Rezeption
weiß, warum diese Mails entstehen und wie viel Zeit sie
wirklich rauben.
Die Gefahr: Wenn Entscheidungen nur zentral
getroffen werden, entstehen Tools, die am Bedarf der
Belegschaft vorbeigehen.
Eliot bringt ein faszinierendes Beispiel aus der Natur: den
Honigschwanztanz der Bienen.
80 % sammeln effizient dort, wo es sicher
Pollen gibt (Tagesgeschäft).
20 % fliegen in völlig unbekannte
Richtungen, um Neues zu entdecken (Forschung).Unternehmen
müssen diese 20 % „Forschungszeit“ aktiv fördern. Innovation
braucht Zeit zum „Versandeln“, zum Ausprobieren und – ganz
wichtig – zum Scheitern. Ohne eine gesunde
Fehlerkultur (Stichwort: Fuck-Up-Nights)
wird sich niemand trauen, neue Wege zu gehen.
Manuela nutzt das Gleichnis der Bauarbeiter: Wer nur Ziegel legt,
sieht den Sinn nicht. Wer aber weiß, dass er an einer
Kathedrale baut, ist motiviert.
„KI ist nicht nur ein neues Word oder Google. Es ist das
Werkzeug, das uns den Rücken freihält, damit wir im Tourismus
wieder Zeit für das Wesentliche haben: den Gast und die
Authentizität.“ – Manuela Machner
Silos aufbrechen: Formate wie ein „Digital
Breakfast“ oder kurze Austausch-Sessions nutzen, um Wissen
lebendig zu machen.
Privat starten: Wenn der Betrieb (noch)
bremst, probiere KI privat aus. Ob Rezeptvorschläge via
WhatsApp-KI (Meta AI) oder Reiseplanung – baue
Berührungsängste ab.
Prozesse hinterfragen: Bevor man etwas
automatisiert, muss man prüfen: Ist der Prozess überhaupt
sinnvoll? (Spoiler: E-Mails auszudrucken und in Ordnern
abzuheften, lässt sich auch mit KI nicht sinnvoll
optimieren!)
Am Ende ist KI eine gemeinschaftliche Aufgabe. Die
Geschäftsführung setzt den strategischen Rahmen, die IT sorgt für
die Sicherheit, aber die Impulse für echte Effizienz müssen von
den Menschen kommen, die täglich damit arbeiten.
Hör mal rein und erfahre, wie du deine Mitarbeiter
enabeln und empowern kannst!
Eliot Mannoia: Digitaler Psychologe mit
Fokus auf Mensch-Maschine-Interaktion. www.brandkarma.at
Manuela Machner: Beraterin und Coach für KI
im Tourismus und KMU. (Besuch sie auf www.kinet.ai)
Mind/Machine – Die KI-Verantwortung
00:00 Intro: Willkommen bei Mind/Machine
00:05 Wer sollte im Unternehmen eigentlich
für KI verantwortlich sein?
00:47 Unterschiedliche Ansätze: Wie Firmen
das Thema aktuell handhaben
01:21 Die größten Hürden bei der
Aufgabenverteilung
01:52 Warum Kommunikation und Schulung
wichtiger sind als reine Technik
05:37 Empowerment: Mitarbeiter befähigen
statt nur Tools vorgeben
08:04 Aufbau einer Innovationskultur im
Betrieb
09:40 Praxisbeispiele und interaktive
Workshop-Formate
10:18 Zeitmangel überwinden: Freiräume für
KI schaffen
14:24 Die Rolle der Geschäftsführung bei der
KI-Einführung
19:35 Engagement im Team fördern (und warum
„Bekehren“ nicht funktioniert)
22:56 Das „Big Picture“: KI als Teil der
Unternehmensvision
30:31 Fazit und abschließende Gedanken
Mehr
Über diesen Podcast
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt von 'Mind and Machine',
wo Emotionale Intelligenz auf Künstliche Intelligenz trifft.
Manuela Machner von kinet.ai und Eliot Mannoia von BrandKarma.at
enthüllen in spannenden Dialogen die Synergien und
Herausforderungen im Zusammenspiel von menschlichem Fühlen und
maschinellem Denken. Entdecken Sie mit uns die Zukunft der
Technologie und des menschlichen Geistes! https://www.brandkarma.at
https://www.kinet.ai
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