Ep. 128: Endlich geklärt: Holschuld oder Bringschuld?

Ep. 128: Endlich geklärt: Holschuld oder Bringschuld?

vor 2 Tagen
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Was Menschen und Organisationen können müssen, um in einer wilden Welt erfolgreich und radikal gelassen zu sein.

Beschreibung

vor 2 Tagen

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In dieser Frag-Holgi-Folge geht es um eine Frage, die ich ständig
höre. Im Coaching, in Teams, in Mails:


Ist das eigentlich eine Holschuld oder eine Bringschuld?


Und ich sage direkt vorweg: Die Frage führt fast immer in die
falsche Richtung.


Denn so sachlich sie klingt, steckt dahinter oft etwas ganz
anderes. Eine Schuldfrage. Wer ist verantwortlich, dass etwas
nicht funktioniert hat? Wer hätte liefern müssen? Wer hätte
nachfragen müssen?


Und genau da verlassen wir die Sachebene.


Wir sprechen dann nicht mehr über das Ergebnis. Sondern über
Positionen, Zuständigkeiten und Selbstentlastung. Ich will
nachweisen, dass ich es nicht war.


Das Problem: Das bringt uns keinen Schritt weiter.


Ich teile in der Folge eine andere Perspektive. Weg von Schuld.
Hin zu Wirksamkeit.


Was ist nötig, damit wir unser Ziel erreichen?


Und plötzlich wird es ganz praktisch.


Dann geht es nicht mehr darum, wer etwas hätte tun müssen.
Sondern darum, was jetzt getan werden kann.


Ich bringe Beispiele aus dem Alltag. Von der berühmten „Wurst auf
dem Einkaufszettel“ bis hin zu schlechten Briefings im Job. Und
es wird schnell klar: Kommunikation scheitert selten an Holschuld
oder Bringschuld. Sie scheitert daran, dass niemand wirklich
sicherstellt, dass das, was gemeint war, auch verstanden wurde.


Ein Gedanke, der für mich zentral ist:


Verantwortung heißt nicht Zuständigkeit. Verantwortung heißt,
eine Antwort geben zu können.


Und das bedeutet manchmal, Dinge doppelt zu erklären.
Nachzufragen. Dinge zu tun, die formal nicht „mein Job“ sind.


Ich weiß, das triggert sofort die Frage: Soll ich jetzt alles
machen?


Nein.


Aber wenn dein Ziel ist, ein Ergebnis zu erreichen, dann hilft es
nicht, auf Zuständigkeiten zu warten, die offensichtlich nicht
greifen.


Am Ende bleibt für mich eine einfache Entscheidung:


Will ich recht haben?


Oder will ich wirksam sein?


Beides gleichzeitig geht selten.


Und genau deshalb lohnt es sich, beim nächsten Mal innezuhalten,
wenn du dich fragst: Holschuld oder Bringschuld?


Vielleicht ist das gar nicht die Frage, die dich wirklich
weiterbringt.


Viel spaß beim hören.


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