Veränderungsstabil
Was Menschen und Organisationen können müssen, um in einer wilden Welt erfolgreich und radikal gelassen zu sein.
Podcaster
Episoden
09.02.2026
52 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Dr. David A. Martin über eine
Frage, die viele Organisationen unterschätzen: Warum verlieren
Unternehmen eigentlich ihre besten Leute?
David hat ein Buch geschrieben, das „Das Potenzialprinzip“ heißt.
Und er beschreibt darin etwas, das gleichzeitig simpel und
unbequem ist: Menschen sind nicht „unmotiviert“. Sie werden
demotiviert. Oft ganz systematisch. Durch falsche Rollen, falsche
Erwartungen und eine Arbeitswelt, die Busywork belohnt, statt
Wirkung.
Wir sprechen darüber, was Menschen wirklich antreibt:
Bedeutsamkeit, Anerkennung, Mitgestaltung. Und darüber, wie
schnell Motivation stirbt, wenn Menschen nur noch ausführen
sollen, statt sich einzubringen. Es geht um das Problem „Purpose
im Bilderrahmen“, um überhöhte Sinn-Poster, die nichts ändern,
und um die Frage, wann ein Purpose völlig reicht, weil ein
Unternehmen schlicht Wert schafft und gute Arbeit macht.
Dann steigen wir in die Praxis ein: Wie findet man den richtigen
Fit zwischen Talent und Aufgabe? Warum man aus einem Farmer
keinen Hunter machen sollte. Warum kleine Unternehmen das
Potenzialprinzip genauso brauchen wie große Konzerne. Und warum
es manchmal fairer ist, sich respektvoll zu trennen, statt
jemanden dauerhaft in einem Job festzuhalten, der nicht passt.
Ein zweites großes Thema ist Busywork. Meetings ohne Ende,
Beschäftigung ohne Ergebnis. Und diese stille Spirale, in der man
nur noch Stillstand verwaltet, statt wirklich etwas zu schaffen.
Wir reden darüber, wie man das stoppt und wie man Verantwortung
wieder an den Output koppelt, statt an Kalenderfülle.
Am Ende bleibt für mich eine einfache, aber ziemlich harte
Erkenntnis: Wenn Menschen dort arbeiten können, wo sie gut sind
und wirklich wirken dürfen, dann geht Leistung fast von allein.
Wenn nicht, verlieren Unternehmen nicht nur Motivation, sondern
irgendwann auch ihre besten Leute.
Viel spaß beim hören.
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02.02.2026
21 Minuten
In dieser "Frag-Holgi-Folge" geht es um eine Frage, die mir
ständig begegnet:
Wie kann ich das Mindset meiner Mitarbeitenden oder Kolleg:innen
verändern, wenn es mich blockiert?
Ich steige bewusst einen Schritt früher ein. Denn oft ist
„falsches Mindset“ nichts anderes als eine verkleidete
Beschwerde. Menschen tun nicht das, was wir von ihnen erwarten.
Und statt das System zu hinterfragen, etikettieren wir sie.
Ich erkläre, was Mindset eigentlich ist, woher der Begriff kommt
und warum es kein gutes oder schlechtes Mindset gibt. Sondern
Entscheidungen, die in einem bestimmten Kontext sinnvoll waren.
Fixed Mindset und Growth Mindset sind keine
Persönlichkeitsmerkmale, sondern Reaktionen auf Bedingungen. Auf
Stress. Auf Erfahrungen. Auf Sicherheit oder deren Fehlen.
Ich spreche darüber, warum es übergriffig ist, das Mindset
anderer ändern zu wollen. Und warum die eigentliche Führungsfrage
eine andere ist:
Welche Rahmenbedingungen mache ich gerade attraktiv?
Welche Erfahrungen haben Menschen gemacht, dass Rückzug, Abwehr
oder Abwarten für sie logisch sind?
Dann wird es konkret. Es geht um Veränderungskommunikation,
Beteiligung, Beziehung, Sicherheit und darum, Widerstand nicht
als Feind zu sehen, sondern als Information. Ich zeige, warum
Veränderung mit Zuhören beginnt und warum Beziehung am Ende mehr
verändert als jedes Argument.
Und ich spreche auch über die unbequeme Wahrheit: Nicht alle
werden mitgehen. Das ist normal. Führung heißt nicht, alle zu
überzeugen, sondern Bedingungen zu gestalten, unter denen
Entwicklung möglich wird.
Am Ende bleibt eine klare Erkenntnis:
Mindset ist kein Knopf. Aber Systeme senden Einladungen. Und
genau da beginnt Führung.
Viel Spaß beim Zuhören!
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26.01.2026
58 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Sascha Büttner über ein Thema,
das in fast jeder Organisation rumliegt wie ein offenes
Stromkabel: Erschöpfung. Überforderung. Zermürbung.
Sascha hat dazu einen Text geschrieben, der genau dahin zielt,
wo’s weh tut: auf die Zermürbungsmaschinen, in denen vor allem
Führungskräfte landen. Von außen prasseln Erwartungen rein. Von
oben, von unten, von der Seite. Und zusätzlich kommt noch die
ganze Coaching- und Management-Industrie mit ihren
Dauerdiagnosen. Du musst nur noch resilienter werden. Noch besser
führen. Noch achtsamer sein. Noch mehr Tools beherrschen. Und
irgendwann bist du nicht mehr Führungskraft, sondern eine
wandelnde Selbstoptimierungsbaustelle.
Wir sprechen darüber, warum der Heldenkult in Organisationen so
gefährlich ist. Warum Führungskräfte oft in ein unmögliches
Rollenbild gedrückt werden. Und warum Methoden wie Atmen,
Meditation oder „noch ein Tool“ manchmal eher Teil des Problems
sind, statt die Lösung.
Und wir reden darüber, wie man da rauskommt. Nicht mit dem
nächsten Hack. Sondern indem man sich ehrlich hinschreibt, was
einen gerade zermürbt. Indem man aufhört, alles auf sich zu
ziehen. Und indem man anfängt, wieder zwischen Funktion, Rolle
und Erwartungen zu unterscheiden.
Das ist eine Folge für alle, die sich irgendwo zwischen Anspruch,
Kalender und Dauerstress selbst verlieren.
Viel spaß beim hören.
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19.01.2026
23 Minuten
In dieser Folge geht es um die fünfte Säule der
Veränderungsstabilität: OKR – Objectives and Key Results. Und um
zwei Männer, die dieses Denken geprägt haben: Andy Grove und John
Doerr.
Ich erzähle, warum OKR nichts mit einem weiteren Management-Trend
zu tun hat, sondern mit einer sehr alten, sehr unbequemen Frage:
Produzieren wir eigentlich Ergebnisse oder sind wir nur
wahnsinnig beschäftigt? Andy Grove hat dieses Denken in der
Fabrikhalle von Intel geschärft. John Doerr hat es später zu
Google getragen und daraus ein System gemacht, das Fokus,
Ambition und Lernen verbindet.
Ich erkläre die Logik hinter Objectives, Key Results und Grading.
Warum gute Ziele nicht bequem sein dürfen. Warum 60 bis 70
Prozent Zielerreichung kein Scheitern, sondern ein Zeichen von
Ambition ist. Und warum OKR radikal zwischen Tätigkeit und
Ergebnis unterscheidet und damit vielen Organisationen erst mal
weh tut.
Es geht auch um die typischen Fehlanwendungen: OKRs als
To-do-Liste, als Bonusinstrument oder als Kennzahlenfriedhof. Und
darum, warum genau das den Kern der Methode zerstört. Ich spreche
über Transparenz, Lernsignale, Engpässe und darüber, warum
schlechte Zahlen kein Makel sind, sondern Hinweise darauf, wo das
System lernen muss.
Am Ende bleibt für mich der Kern dieser Säule:
Veränderungsstabile Organisationen messen nicht Fleiß, sondern
Wirkung. Sie setzen wenige, klare Ziele. Und sie haben den Mut,
ehrlich hinzuschauen, ob sie wirklich vorankommen – oder sich nur
beschäftigen.
Viel Spaß beim Zuhören!
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12.01.2026
1 Stunde 5 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Gilbert Plugowski über eine der
schwierigsten Übergänge im Berufsleben: den Schritt in die erste
Führungsrolle. Vom Fachexperten zur Führungskraft. Vom „selber
machen“ zum „andere wirksam machen“.
Gilbert arbeitet seit vielen Jahren genau an dieser Schnittstelle
und entwickelt Führungskräfte, die zum ersten Mal Verantwortung
für Menschen übernehmen. Wir sprechen darüber, warum Führung kein
Titel ist, sondern ein Identitätswechsel. Warum viele neue
Führungskräfte scheitern, obwohl sie fachlich brillant sind. Und
warum alte Erfolgsrezepte plötzlich nicht mehr funktionieren.
Wir gehen sehr konkret durch, was First-Time-Leaders wirklich
brauchen: einen inneren Kompass für Entscheidungen in
Unsicherheit, die Fähigkeit, Verantwortung abzugeben und
einzufordern, Wirkung ohne formale Macht zu entfalten und
Beziehungen bewusst zu gestalten. Es geht um situative Führung,
laterale Führung, Ownership, Accountability und um die Frage, wie
Lernen wirklich funktioniert – nicht auf dem Papier, sondern im
Alltag.
Ein zentrales Thema ist dabei auch Führungsausbildung selbst.
Warum Zwei-Tage-Seminare nicht reichen. Warum Kompetenz nur durch
Anwendung entsteht. Und warum Organisationen Führung oft
unmöglich machen, weil ihre Strukturen und Erwartungen
dagegenarbeiten.
Diese Folge ist ein ehrlicher Deep Dive für alle, die neu in
Führung sind, oder die Verantwortung tragen, diese Menschen gut
auf ihre Rolle vorzubereiten.
Viel spaß beim hören.
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Homepage: https://www.unleashing-potential.de/
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Über diesen Podcast
"Veränderungsstabil" ist ein Podcast für Führungskräfte,
Organisations- und Personalentwickler*innen sowie
Unternehmer*innen, die in einer volatilen, unsicheren und komplexen
Welt erfolgreich und gesund bleiben wollen. Holger bringt komplexe
Zusammenhänge unterhaltsam und umsetzbar auf den Punkt. Ob mit
Gästen oder in Soloepisoden, ich höre mir einfach gerne die
endlosen Beispiele aus dem echten Leben an, die mir zeigen: Ich bin
nicht allein, andere haben die selben Herausforderungen und es gibt
Hoffnung - jenseits von Systemtheorie und naivem Trendgehopse." -
Petra Mustermann Neue Folgen erscheinen wöchentlich auf Plattformen
wie Apple Podcasts, Spotify und Amazon. Weitere Infos unter:
https://www.odonovan.de/veraenderungsstabil
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