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Beschreibung
vor 2 Tagen
Kennst du das?
Jemand erzählt dir etwas oder du bist Zuhörer eines Gesprächs
…….
und während die Person noch spricht, hast du innerlich schon
längst deine Meinung/Ansicht gebildet.
Du nickst vielleicht noch – aber eigentlich hast du dir deine
Gedanken bereits gebildet.
Mir passiert das. Immer wieder. Und das passiert sehr schnell.
Und ich hab mich gefragt:
Warum machen wir das eigentlich?
Warum glauben wir so schnell, dass wir wissen, wie etwas ist?
Und was würde passieren…
wenn wir es für einen Moment einfach nicht wissen
müssten?
Genau darum geht’s heute.
Um dieses automatische Urteilen – und um die ziemlich kraftvolle
Alternative: echtes Verstehen.
Unser Autopilot - Unser Gehirn ist unglaublich
effizient.
Es liebt Abkürzungen.
Wir sehen etwas – und zack:
Schublade auf, Bewertung rein.
„Unzuverlässig.“
„Übertrieben.“
„Komisch.“
Das passiert schnell. Automatisch.
Doch das kostet uns oft:
Tiefe. Verbindung. echtes Verstehen.
Ich finde es spannend, drei Dinge klar auseinanderzuhalten:
Toleranz. Akzeptanz. Verständnis.
Toleranz fühlt sich oft an wie:
„Okay… ich halte es halt aus.“
Akzeptanz geht einen Schritt weiter:
„Es darf so sein.“
Und Verständnis?
„Ich will wirklich begreifen, warum es für dich so ist.“
Das ist eine ganz andere Qualität.
Und hier wird’s wichtig:
Du kannst jemanden verstehen…
ohne ihm recht zu geben.
Ich denke, das wird oft verwechselt.
„Wenn ich dich verstehe, muss ich zustimmen.“
Nein.
Du kannst sagen:
„Ich verstehe, warum du so fühlst“
und gleichzeitig:
„Ich sehe es anders.“
Ich bin der Meinung, dass genau da echte Begegnung beginnt.
Der Moment, der alles verändert
Es gibt diesen einen Moment im Gespräch…einen Punkt, an dem sich
entscheidet, wie tief es wird oder werden kann.
Die Entscheidung für diese Möglichkeiten liegen bei jedem selbst:
Du bleibst in deiner eigenen Welt –
mit deiner schnellen Interpretation.
Oder…
du gehst einen Schritt weiter.
Und dieser Schritt ist oft nur eine Frage entfernt.
„Wie meinst du das genau?“
„Wie hat sich das für dich angefühlt?“
„Was war in dem Moment wichtig für dich?“
Und ganz ehrlich:
Vielleicht urteilen wir nicht, weil wir oberflächlich sind
–
sondern weil es einfacher ist, als wirklich hinzuschauen.
Das darf man ruhig mal so stehen lassen.
Etwas möchte ich hier ergänzen:
Nicht jedes Gespräch wird tief. Nicht jede Person ist offen.
Und das ist okay. Und auch das ist Akzeptanz
Neugier ist ein Angebot, kein Zwang. Denn du kannst nur deinen
Teil steuern.
Kleine Dinge, die viel verändern
Vielleicht geht es gar nicht darum, perfekt zuzuhören. Sondern um
kleine Dinge.
Eine 3-Sekunden-Pause, bevor du antwortest.
Einen Gedanken spiegeln:
„Meinst du, dass…?“
Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, weniger zu urteilen.
Sondern darum, den Moment zu bemerken, in dem wir es tun.
Und dann eine kleine Entscheidung zu treffen:
Bleibe ich bei meiner schnellen Antwort… oder werde ich
neugierig?
Ich mag es in Gesprächen mitzuentscheiden für:
Mehr Verbindung.
Mehr Leichtigkeit.
Mehr echtes Verstehen.
Dabei lerne ich nicht nur den anderen besser kennen – sondern
auch ein Stück von mir selbst.
Welches Thema interessiert dich? Lass es mich gerne wissen.
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