Episoden

Alles zu seiner Zeit
26.05.2026
12 Minuten
In den letzten Tagen war ich viel draussen unterwegs. Beim Spazieren oder ganz neugierig im Garten.


Und immer wieder entdecke ich etwas Neues.


Eine Blüte, die plötzlich da ist. Eine Pflanze, die vor kurzem noch ganz unscheinbar war. Oder etwas, das langsam vergeht und kaum mehr sichtbar ist.


Denn die Natur erinnert mich an etwas, das «Alles hat seine Zeit.“


Jede Pflanze hat ihren eigenen Rhythmus. Ihre Zeit zu wachsen. Zu blühen. Sich zurückzuziehen. Und wieder neu zu entstehen.


Und nichts davon wirkt angestrengt.


Die Natur kämpft nicht gegen sich selbst. Sie vergleicht sich nicht. Sie versucht nicht, schon weiter zu sein, als sie gerade ist.


Das berührt mich deshalb so tief, weil ich in der Natur oft Erkenntnisse bekomme, die sich viel klarer anfühlen als alles, was ich mit dem Kopf verstehen möchte.


Es fühlt sich an nach Klarheit, ganz ruhig und ganz echt.


Dadurch merke ich immer mehr: Das Leben will vielleicht gar nicht immer nur verstanden werden.


Ich selbst versuche vieles mit dem Kopf zu greifen. Zu verstehen. Einzuordnen. Kontrollieren zu können.


Dieses ständige Denken. Dieses Gefühl, etwas antreiben zu müssen. Schneller eine Antwort zu brauchen. Das «ich will es jetzt». Schneller Klarheit finden zu wollen.


Gleichzeitig lernt es mich immer mehr, auf das zu hören, was ich fühle. Oder vielleicht besser gesagt: es überhaupt erst wahrzunehmen.“


Nein, das ist nicht immer einfach und ich bin mir auch nicht immer bewusst darüber.


Fühlen bedeutet oft auch, langsamer zu werden. Still zu werden. In Verbindung mit sich zu sein.


Ich glaube, genau dort liegt etwas ganz Wesentliches. Alles, was in uns wirklich reif ist, wird irgendwann sichtbar. Nicht dann, wann wir denken, sondern vielleicht so wie in der Natur.


Eine Blüte öffnet sich nicht früher, nur weil wir daran ziehen.


Je mehr ich die Natur beobachte, desto mehr erkenne ich diesen Rhythmus auch in meinem eigenen Leben.


Zum Beispiel in Beziehungen.


Manche Menschen begleiten uns nur für eine bestimmte Zeit.


Oft wollen wir festhalten. Verstehen, warum sich etwas verändert. Warum jemand geht. Oder warum etwas nicht so bleibt, wie wir es uns wünschen.


Doch vielleicht hatte auch diese Begegnung einfach ihre Zeit.


Vielleicht war sie nicht dafür da, für immer zu bleiben — sondern dafür, uns etwas zu zeigen. Uns wachsen zu lassen. Uns zu berühren.


Wir wollen bestimmte Gefühle festhalten und andere möglichst schnell loswerden. Aber vielleicht dürfen auch Emotionen einfach durch uns hindurchfliessen, ohne dass wir sie sofort verändern müssen.


Heilung liegt manchmal nicht im Wegdrücken — sondern im Zulassen.


Ich kenne dieses endlose Nachdenken so gut. Dieses Suchen nach der perfekten Antwort. Den gleichen Gedanken, tausendmal gedacht.


Wirklich wichtige Entscheidungen in meinem Leben wurden nicht klarer, je mehr ich analysiert habe, sondern dann, wenn ich still wurde. So, wie eine Blüte, die irgendwann ganz von selbst sichtbar wird.           


Vielleicht müssen wir nicht ständig alles forcieren. Nicht jede Antwort sofort kennen. Nicht immer schon weiter sein. Vielleicht dürfen wir lernen, unserem eigenen Rhythmus wieder mehr zu vertrauen.


Dem inneren Werden. Dem Reifen. Dem Fühlen.


Die Natur erinnert mich immer wieder daran, wie friedlich Leben sein kann, wenn nichts gedrängt wird. Vielleicht beginnt Ruhe genau dort:


Wenn wir aufhören, permanent alles verstehen zu müssen … und beginnen, uns selbst wieder zu spüren.“


Eben „Alles zu seiner Zeit.“
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Vielleicht sind wir alle irgendwie spirituell
19.05.2026
12 Minuten
In einem Gespräch letzte Woche fiel irgendwann dieser Satz: „Esoterik ist nichts für mich.“


Ich musste innerlich ein bisschen schmunzeln, weil dieser Satz für mich immer so endgültig


klingt. Fast so wie: „Nein danke, ich esse keine Oliven.“


Und gleichzeitig fand ich den Satz spannend. Weil Worte wie Esoterik oder Spiritualität bei


vielen Menschen sofort etwas auslösen.


Jeder hat direkt ein Bild im Kopf.


Räucherstäbchen.


Kristalle.


Vollmondrituale.


Oder Menschen, die plötzlich nur noch in Energien sprechen und nie mehr in ganzen Sätzen.


Ich verstehe das sogar.


Es gibt in diesen Bereichen — wie überall — Menschen, bei denen man selbst kurz denkt:


Okay… wir verlieren langsam den Kontakt zur Erde.


Aber darum geht’s mir eigentlich gar nicht.


Mich interessiert vielmehr: Warum reagieren wir so stark auf gewisse Begriffe? Denn wenn


man ehrlich ist, erleben wir Dinge, die man vielleicht spirituell nennen könnte, ständig.


Wir betreten einen Raum und spüren sofort die Stimmung. Wir merken bei manchen


Menschen direkt: Hier fühle ich mich wohl. Oder eben: Hier möchte ich nach sieben Minuten


wieder gehen.


Wir sagen:


„Das fühlt sich richtig an.“


„Irgendwas stimmt nicht.“


„Diese Person zieht mir Energie.“


 


Und niemand verlangt in diesen Momenten plötzlich eine PowerPoint-Präsentation mit


wissenschaftlicher Auswertung.


Wir fühlen Dinge. Permanent.


Genau deshalb frage ich mich manchmal: Spielt es wirklich so eine grosse Rolle, wie wir


es nennen? Ob jemand Spiritualität sagt. Intuition. Bauchgefühl. Energie. Wahrnehmung.


Vielleicht geht es am Ende viel weniger um den Begriff — und viel mehr darum, ob wir uns


selbst überhaupt noch spüren.


Denn ich habe den Eindruck, dass genau das vielen Menschen langsam verloren geht.


Wir sind permanent im Kopf.


Analysieren.


Vergleichen.


Optimieren.


Googeln.


Schauen noch schnell ein Video: „5 Wege zu mehr innerer Ruhe“ — von jemandem, der


selbst aussieht, als hätte er seit Jahren nicht tief durchgeatmet.


Und gleichzeitig entfernen wir uns immer mehr von dieser leisen inneren Stimme, die


eigentlich die ganze Zeit da wäre. Nicht laut. Nicht dramatisch. Eher subtil.


Dieses kleine Gefühl von:


Das tut mir gut.


Das fühlt sich eng an.


Hier stimmt etwas nicht.


Hier zieht sich etwas zusammen.


Oder: Hier werde ich ruhig.


Und ich glaube ehrlich gesagt, dass viele Menschen nicht Angst vor Spiritualität haben.


Sondern davor, sich selbst wirklich zu begegnen.


Denn das klingt zwar schön — „mehr mit sich selbst verbunden sein“ — aber wenn man


ehrlich ist, bedeutet das auch: sich selbst wahrnehmen. Das ist nicht immer bequem oder


fühlt sich auf jeden Fall nicht immer so an.


Zu merken: Ich bin eigentlich müde. Ich bin überfordert. Ich verstelle mich. Ich sage ständig


Ja, obwohl alles in mir Nein schreit.


Das spürt man oft zuerst im Gefühl — lange bevor der Kopf bereit ist, es zuzugeben.


Verunsichert uns genau das?


Unser Körper ist oft ehrlicher ist als unsere Gedanken. Wir fühlen Dinge, bevor wir sie


erklären können.


Ich habe das Gefühl, wir haben gelernt, unserer Wahrnehmung weniger zu vertrauen als


allem im Aussen. Einer Meinung. Einem Trend. Einem Experten. Irgendjemandem mit


Mikrofon und sagt wie: „Werde die höchste Version deiner selbst in drei Schritten.“


Aber wie oft hatten wir selbst eigentlich schon recht?


Wie oft hatten wir bei Menschen ein Gefühl… und wollten es uns ausreden? Wie oft wussten


wir innerlich längst, dass etwas nicht stimmt — und haben trotzdem versucht, es logisch


schönzureden? Ich glaube, genau dort beginnt für mich Spiritualität.


Nicht in grossen Aussagen. Nicht im Abheben. Nicht darin, allem blind zu glauben. Sondern


vielleicht einfach darin, wieder mehr Vertrauen in sich selbst zu entwickeln. In die eigene


Wahrnehmung. In das eigene Gefühl. In dieses leise innere Wissen, das oft komplett


untergeht im ganzen Lärm.


Und vielleicht müssen wir dafür gar nicht erst entscheiden, ob wir spirituell sind oder nicht.


Ohne sofort Angst zu haben, komisch zu wirken. Ohne alles beweisen zu müssen. Ohne für


jedes Gefühl eine logische Erklärung zu brauchen. Manche Dinge verstehen wir nicht zuerst


im Kopf, sondern nachdem man sie schon längst gefühlt hat. Ich finde wir sind alle irgendwie


spirituell, nur nennen wir es einfach unterschiedlich.


Falls euch diese Folge heute zu spirituell war — dann trinkt ein Glas Wasser, atmet drei tief ein und aus und sagt einfach: Die Vibes waren trotzdem stabil.
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Man müsste mal…
12.05.2026
11 Minuten
Man müsste mal wieder mehr Sport machen.


Aber nicht einfach irgendeinen Sport.


Krafttraining wäre wichtig.


Und Stretching.


Und Beweglichkeit.


Und die Faszien. Die dürfen wir nicht vergessen.


 Wobei Regeneration ja auch wichtig ist.


Und Schlaf.


Aber guter Schlaf.


Erholsamer Schlaf.


Tiefschlaf möglichst.


Eine gute Schlafhygiene.


Dann nicht zu vergessen die Ernährung.


Ehrlich gesagt habe ich inzwischen das Gefühl, man braucht ein Vollzeitstudium, um zu


wissen, was man überhaupt noch essen darf.


Zucker schlecht.


Gluten schwierig.


Milch vielleicht entzündend.


Hafermilch okay – aber nicht jede.


Protein wichtig.


Intervallfasten auch.


Darmgesundheit sowieso.


Und trinken nicht vergessen. Wasser. Mit Elektrolyten wahrscheinlich und am besten vor


dem Essen.


Und währenddessen sollte man natürlich auch innerlich komplett im Reinen mit sich sein.


Reflektiert.


Emotional verfügbar.


Verständnisvoll.


Aber bitte auch Grenzen setzen.


Für sich einstehen.


Locker bleiben.


Aber ambitioniert.


Sich selbst lieben.


Aber bitte nicht zu egoistisch wirken.


Und ganz ehrlich… manchmal frage ich mich wirklich:


Wann genau wurde Leben eigentlich zu einem Gruppenprojekt aus Selbstoptimierung und


schlechtem Gewissen?


Weil man ja nicht nur gesund sein soll.


Man soll auch organisiert sein.


vorausschauend denken.


Ideenreich und kreativ sein.


Informiert.


Nachhaltig.


Humorvoll.


Interessiert.


Entspannt.


Effizient handeln.


Und natürlich sollte man auch tolle Ferien machen. Nicht einfach irgendwo hinfahren.


Nein. Es sollte besonders sein. Authentisch. Einzigartig. Vielleicht irgendwo, wo noch nicht


„alle“ waren.


Hauptsache erholt zurückkommen. Auch wenn man drei Wochen gebraucht hat, um die


Reise zu planen, Unterkünfte zu vergleichen, Restaurants rauszusuchen und noch schnell


Geheimtipps speichern. Und am Ende braucht man fast Ferien von den Ferien.


Ich bin der Meinung, dass viele dieser Dinge ja gut sind.


Sich bewegen.


Sich gesund ernähren.


Reflektiert sein.


Irgendwann wird aus einem: „Das tut mir gut“


schnell ein: „Ich sollte eigentlich…“


Ich sollte mich mal wieder melden.


Ich sollte produktiver sein.


Ich sollte dankbarer sein.


Ich sollte weniger am Handy sein.


Ich sollte mehr lesen.


sollte früher schlafen.


Ich sollte entspannter sein.


Wobei… selbst Entspannung inzwischen ja auch Leistung geworden ist.


Man meditiert.


Trackt seinen Schlaf.


Optimiert die Morgenroutine.


Macht Breathwork.


Hört Podcasts beim Spazieren, damit wenigstens der Spaziergang noch produktiv ist.


Nicht mal das Nichtstun darf einfach nur Nichtstun sein.


Und wo bleibt da der Raum und Platz für das eigene Gefühl.


Irgendwo erklärt jemand, wie man besser lebt.


Gesünder.


Effektiver.


Bewusster.


Erfolgreicher.


Etwas, das man optimieren, analysieren und möglichst effizient gestalten soll.


Aber Leben fühlt sich nicht immer effizient an.


Ja, manchmal ist es chaotisch.


Langsam.


Unklar.


Laut.


Emotional.


Ungeplant.


Genau da kommt für mich dieses Wort ins Spiel:


Sein.


Und nein – damit meine ich nicht, barfuß im Leinenoutfit auf einem Berg sitzen und komplett


erleuchtet Kräutertee trinken.


Obwohl… klingt ehrlich gesagt manchmal auch nicht schlecht.


Aber Sein heißt für mich etwas anderes.


Sein heißt für mich: selbst entscheiden.


Was mir wichtig ist.


Was mir guttut.


Was mir Energie gibt.


Was mich begeistert.


Was mich glücklich macht.


Was mich inspiriert.


Was ich in meinem Leben lassen möchte – und was nicht.


Nicht alles, was möglich ist, muss ich auch ausschöpfen.


Und nicht alles, was andere für richtig halten, muss automatisch auch zu mir passen.


Wie sich Sein für mich anfühlt?


Einen Kaffee trinken, ohne ihn sofort „to go“ mitzunehmen.


Einen Spaziergang machen, ohne Schritte zählen zu müssen oder auf die Uhr zu schauen.


Ein Gespräch führen, ohne gedanklich schon bei der nächsten Aufgabe zu sein.


Mal irgendwo sitzen, ohne sofort das Bedürfnis zu haben, die Zeit sinnvoller zu nutzen.


Und ja — auch einfach mal einen Sonntag zu haben, der absolut nichts Besonderes ist.


Kein Selbstoptimierungs-Sonntag. Kein „Ich nutze den Tag jetzt bewusst“. Kein Journaling


mit Zimtkerze. Einfach nur ein Sonntag.


Ich mache nicht alles perfekt und bin auch noch längst nicht da.


Und ganz ehrlich:


Ich will mich bewegen. Ich will essen. Und ich will mein Leben erleben — alles, weil es mir


guttut.


Ich glaube nämlich, dass ich und wahrscheinlich noch viele Menschen mehr, ständig das


Gefühl haben, noch mehr sein zu müssen. Noch gesünder. Noch bewusster. Noch


erfolgreicher. Noch ausgeglichener.


Vielleicht geht es viel mehr darum, wieder näher bei sich selbst anzukommen.


Oder zu sagen, das hier reicht mir. Das fühlt sich gut an. So möchte ich leben.


Ich glaube, wir könnten alle ein bisschen weniger müssen — und ein bisschen mehr sein.
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Zu viele Interessen, kein Hobby
05.05.2026
15 Minuten
Ich wurde früher so oft gefragt: „Was ist eigentlich dein Hobby?“


Und ich fand diese Frage immer… überraschend schwer.


Nicht, weil ich nichts gerne mache – ganz im Gegenteil. Ich mache ziemlich viele Dinge gern.


Aber irgendwie hatte ich nie dieses eine Ding, wo ich sagen konnte: Das ist es. Das ist mein Hobby.


Und ganz ehrlich? Ich hatte oft das Gefühl… alle anderen haben eins. Nur ich nicht.


Und dann kommt ja schnell so eine Frage hoch: Stimmt irgendwas nicht mit mir?


Bin ich zu sprunghaft? Zu ungeduldig? Oder einfach… nicht leidenschaftlich genug?


Ich merke nämlich bei mir: Ich bin total schnell begeistert.


Ich glaube manchmal, ich bin so eine Art Hobbyschwamm. Ich sauge alles auf – Ideen, Inspiration, Interessen und Möglichkeiten.


Und genau deshalb spreche ich heute mal über dieses ganze Thema Hobby.


Was ist das eigentlich? Warum war das schon als Kind so eine wichtige Frage?


Und wer hat eigentlich entschieden, dass man ein Hobby haben sollte… und nicht zehn halbe?


Wenn ich so zurückdenke, hatte diese Frage früher irgendwie etwas sehr Klares.


Da gab es: Fußball, Klavier, Turnen, Malen… man hatte so eine Kategorie. Etwas, das man benennen konnte.


Und heute?


Heute ist alles viel offener. Viel mehr. Und gleichzeitig… irgendwie auch verwirrender.


Weil ich glaube, was sich eingeschlichen hat, ist so ein Druck:


Ich sollte doch eigentlich ein Hobby haben… oder?


Ich glaube, Social Media verstärkt das total.


Man sieht Menschen, die malen, töpfern, klettern, reisen, fotografieren…


Und alles wirkt so… rund. So, als hätten sie „ihr Ding“ gefunden.


Aber was man nicht sieht: wie oft sie Dinge angefangen und wieder gelassen haben.


Vielleicht haben gar nicht alle ein Hobby, sondern einfach nur einen gut kuratierten Ausschnitt.


Und dann gibt es ja noch diesen Mythos:


Dass ein Hobby etwas sein muss, in dem man gut ist. Mit Leidenschaft. Mit Tiefe. Mit Fortschritt.


Fast wie ein kleiner Nebenberuf – nur mit mehr Spaß.


Aber was, wenn das gar nicht stimmt? Was, wenn ein Hobby einfach leicht sein darf?


Unverbindlich. Mal da, mal weg, mal wieder da. Ohne Ziel, ohne Druck.


Vielleicht ist ein Hobby nicht das, worin du gut bist… sondern das, was dir gut tut.


Dieser Podcast hier. Dieses Nachdenken, Reflektieren, Sprechen, Teilen…


Das ist für mich zu einem Raum geworden, in dem ich genau das tun kann.


Ohne perfekt zu sein. Ohne festgelegt zu sein. Einfach, weil ich es gerne mache.


Und vielleicht ist genau das die neue Perspektive:


Dass ein Hobby nichts ist, das dich definieren muss. Sondern etwas, das dich lebendig fühlen lässt.


Wenn es dir so wie mir geht, dann brauchst du vielleicht gar kein Hobby, das du auf die Frage sofort parat hast.


Vielleicht reicht es, dass du Dinge hast, die dich interessieren. Dinge, die dich kurz begeistern. Oder länger begleiten.


Und vielleicht darf das auch chaotisch sein. Unperfekt. Unfertig.


Vielleicht bist du nicht „hobbylos“, sondern einfach jemand, der sich nicht in eine Schublade stecken lässt.


Was tut dir gut? Was macht dir Freude – ganz ohne Ziel dahinter? Dann ist vielleicht genau das dein Hobby. Oder einfach ein Anfang.


Ich freue mich, wenn du deine Gedanken dazu mit mir teilst. Und wenn dich diese Folge erreicht hat, dann schick sie gerne an jemanden, der sich vielleicht auch schon mal gefragt hat:


Habe ich eigentlich ein Hobby?
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Ich dachte, ich weiß es – bis ich gefragt habe
28.04.2026
17 Minuten
Kennst du das?


Jemand erzählt dir etwas oder du bist Zuhörer eines Gesprächs ……. und während die Person noch spricht, hast du innerlich schon längst deine Meinung/Ansicht gebildet.


Du nickst vielleicht noch – aber eigentlich hast du dir deine Gedanken bereits gebildet.


Mir passiert das. Immer wieder. Und das passiert sehr schnell.


Und ich hab mich gefragt: Warum machen wir das eigentlich? Warum glauben wir so schnell, dass wir wissen, wie etwas ist?


Und was würde passieren… wenn wir es für einen Moment einfach nicht wissen müssten?


Genau darum geht’s heute. Um dieses automatische Urteilen – und um die ziemlich kraftvolle Alternative: echtes Verstehen.


Unser Autopilot - Unser Gehirn ist unglaublich effizient. Es liebt Abkürzungen.


Wir sehen etwas – und zack: Schublade auf, Bewertung rein.


„Unzuverlässig.“ „Übertrieben.“ „Komisch.“


Das passiert schnell. Automatisch.


Doch das kostet uns oft:


Tiefe. Verbindung. echtes Verstehen.


Ich finde es spannend, drei Dinge klar auseinanderzuhalten:


Toleranz. Akzeptanz. Verständnis.


Toleranz fühlt sich oft an wie: „Okay… ich halte es halt aus.“


Akzeptanz geht einen Schritt weiter: „Es darf so sein.“


Und Verständnis?


„Ich will wirklich begreifen, warum es für dich so ist.“


Das ist eine ganz andere Qualität.


Und hier wird’s wichtig:


Du kannst jemanden verstehen… ohne ihm recht zu geben.


Ich denke, das wird oft verwechselt.


„Wenn ich dich verstehe, muss ich zustimmen.“


Nein.


Du kannst sagen: „Ich verstehe, warum du so fühlst“ und gleichzeitig: „Ich sehe es anders.“


Ich bin der Meinung, dass genau da echte Begegnung beginnt.


Der Moment, der alles verändert


Es gibt diesen einen Moment im Gespräch…einen Punkt, an dem sich entscheidet, wie tief es wird oder werden kann.


Die Entscheidung für diese Möglichkeiten liegen bei jedem selbst:


Du bleibst in deiner eigenen Welt – mit deiner schnellen Interpretation.


Oder… du gehst einen Schritt weiter.


Und dieser Schritt ist oft nur eine Frage entfernt.


„Wie meinst du das genau?“ „Wie hat sich das für dich angefühlt?“ „Was war in dem Moment wichtig für dich?“


Und ganz ehrlich:


Vielleicht urteilen wir nicht, weil wir oberflächlich sind – sondern weil es einfacher ist, als wirklich hinzuschauen.


Das darf man ruhig mal so stehen lassen.


Etwas möchte ich hier ergänzen:


Nicht jedes Gespräch wird tief. Nicht jede Person ist offen.


Und das ist okay. Und auch das ist Akzeptanz


Neugier ist ein Angebot, kein Zwang. Denn du kannst nur deinen Teil steuern.


Kleine Dinge, die viel verändern


Vielleicht geht es gar nicht darum, perfekt zuzuhören. Sondern um kleine Dinge.


Eine 3-Sekunden-Pause, bevor du antwortest.


Einen Gedanken spiegeln: „Meinst du, dass…?“


Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, weniger zu urteilen.


Sondern darum, den Moment zu bemerken, in dem wir es tun.


Und dann eine kleine Entscheidung zu treffen:


Bleibe ich bei meiner schnellen Antwort… oder werde ich neugierig?


Ich mag es in Gesprächen mitzuentscheiden für:


Mehr Verbindung. Mehr Leichtigkeit. Mehr echtes Verstehen.


Dabei lerne ich nicht nur den anderen besser kennen – sondern auch ein Stück von mir selbst.


Welches Thema interessiert dich? Lass es mich gerne wissen.
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Über diesen Podcast

In meinem Podcast nehme ich dich mit in die Themen, die mich im Alltag begleiten und bewegen – ehrlich, persönlich und mitten aus dem Leben. Ich erzähle, wie ich mit Herausforderungen umgehe und welche Methoden mich unterstützen, daran zu wachsen. Für alle, die neugierig sind und sich gerne weiterentwickeln.
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