„Gier frisst Hirn“: Wieso ein sächsisches Fahrrad-Unternehmen trotz Krise wächst
vor 5 Tagen
Der Chef von Little John Bikes erzählt, wie sich die Fahrradbranche
erholt und wieso das aus Sicht von Käufern gut ist. Außerdem:
Alles, was man über die Fahrradfeste von LVZ und SZ wissen muss.
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 5 Tagen
Auf den Corona-Boom folgte der Absturz mit ruinösen
Rabattschlachten. Die Fahrradbranche hatte es in den vergangenen
Jahren nicht leicht: Viele Unternehmen saßen nach starken Verkäufen
während der Pandemie auf vollen Lagern. Es kam zu massiven
Preisnachlässen, sinkenden Umsätzen – und schließlich vielen
Insolvenzen bei Herstellern, Zulieferbetrieben und Händlern. Wie
ist die Lage heute? Gibt es wieder Grund für Optimismus –
insbesondere in Sachsen, einem Hotspot der Branche? Und was kosten
E-Bikes und normale Räder jetzt eigentlich, nachdem sich der Markt
wieder zu beruhigen scheint? Darum geht es in dieser Folge des
Podcasts „Thema in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger
Volkszeitung. Zu Gast sind SZ- und LVZ-Wirtschaftsreporter Florian
Reinke, der einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Fakten
gibt, sowie Robert Peschke. Er ist Gründer und Geschäftsführer von
Little John Bikes, einer der größten Fahrradhandelsketten
Deutschlands mit Hauptsitz in Dresden, Wurzeln in Neukirch bei
Bautzen und einem Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro. Peschke
sagt: „Die Branche ist immer noch nervös.“ Zwar seien die
Überkapazitäten im Handel inzwischen weitgehend abgebaut. Für eine
Entwarnung sei es aber noch zu früh, der Markt konsolidiere sich
noch. „Das ist ein Prozess von mehreren Jahren, bei dem ich mit dem
Verschwinden von Händlern in zweistelliger oder dreistelliger
Anzahl rechne.“ Auch große Player würden wackeln. Sein eigenes
Unternehmen sei ein Gewinner der zurückliegenden Krisenjahre. „Auch
im vergangenen Jahr sind wir wieder gewachsen.“ Das Unternehmen hat
inzwischen über 60 Filialen im gesamten Bundesgebiet, Tendenz
steigend. Den Grund für den Erfolg sieht er darin, dass seine Firma
auf solides Wachstum setze statt auf kurzfristige Umsatzspitzen.
„Wir hatten nie ein einziges Fahrrad zu viel auf Lager.“ Flapsig
sagt er: „Es gibt den Spruch: Gier frisst Hirn.“ Und die Preise für
Fahrräder? Hier hat Peschke gute Nachrichten für potentielle
Käuferinnen und Käufer. Auch wenn die Zeit der großen Rabatte
vorbei ist, sei der Wettbewerb im Fahrradmarkt nach wie vor groß.
Die Folge, hier einmal kurz erklärt, im Podcast aber ausführlich
besprochen: Hersteller würden wieder zu niedrigeren Preissegmenten
zurückfinden, die sie zuvor aufgebeben hatten. Ein besonderes
Augenmerk wird im Podcast auf den E-Bike-Bereich gelegt. Seit 2015
hat sich die Zahl der E-Bikes auf den Straßen in Deutschland
verzehnfacht. Aktuellen Erhebungen zufolge sind 17 Millionen
elektrisch angetriebene Räder unterwegs. Zum Vergleich: E-Autos
sind derzeit rund 2 Millionen in Deutschland zugelassen. Macht die
Fahrradbranche vor, wie der Umstieg auf E-Mobilität geht? Außerdem
in dieser Podcastfolge: Ein Blick voraus auf die Fahrradfeste von
Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung. Den Auftakt macht
am 10. Mai das LVZ-Fahrradfest, das fünf Touren ab Taucha anbietet.
Am 28. Juni folgt dann das SZ-Fahrradfest, das in diesem Jahr sein
30. Jubiläum feiert und wie immer in Dresden startet. Doreen Barz
und Kevin Lange, die Chef-Organisatoren der Feste, erklären alles,
was man über die Strecken, die Anmeldung und Höhepunkte wissen
muss.
Rabattschlachten. Die Fahrradbranche hatte es in den vergangenen
Jahren nicht leicht: Viele Unternehmen saßen nach starken Verkäufen
während der Pandemie auf vollen Lagern. Es kam zu massiven
Preisnachlässen, sinkenden Umsätzen – und schließlich vielen
Insolvenzen bei Herstellern, Zulieferbetrieben und Händlern. Wie
ist die Lage heute? Gibt es wieder Grund für Optimismus –
insbesondere in Sachsen, einem Hotspot der Branche? Und was kosten
E-Bikes und normale Räder jetzt eigentlich, nachdem sich der Markt
wieder zu beruhigen scheint? Darum geht es in dieser Folge des
Podcasts „Thema in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger
Volkszeitung. Zu Gast sind SZ- und LVZ-Wirtschaftsreporter Florian
Reinke, der einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Fakten
gibt, sowie Robert Peschke. Er ist Gründer und Geschäftsführer von
Little John Bikes, einer der größten Fahrradhandelsketten
Deutschlands mit Hauptsitz in Dresden, Wurzeln in Neukirch bei
Bautzen und einem Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro. Peschke
sagt: „Die Branche ist immer noch nervös.“ Zwar seien die
Überkapazitäten im Handel inzwischen weitgehend abgebaut. Für eine
Entwarnung sei es aber noch zu früh, der Markt konsolidiere sich
noch. „Das ist ein Prozess von mehreren Jahren, bei dem ich mit dem
Verschwinden von Händlern in zweistelliger oder dreistelliger
Anzahl rechne.“ Auch große Player würden wackeln. Sein eigenes
Unternehmen sei ein Gewinner der zurückliegenden Krisenjahre. „Auch
im vergangenen Jahr sind wir wieder gewachsen.“ Das Unternehmen hat
inzwischen über 60 Filialen im gesamten Bundesgebiet, Tendenz
steigend. Den Grund für den Erfolg sieht er darin, dass seine Firma
auf solides Wachstum setze statt auf kurzfristige Umsatzspitzen.
„Wir hatten nie ein einziges Fahrrad zu viel auf Lager.“ Flapsig
sagt er: „Es gibt den Spruch: Gier frisst Hirn.“ Und die Preise für
Fahrräder? Hier hat Peschke gute Nachrichten für potentielle
Käuferinnen und Käufer. Auch wenn die Zeit der großen Rabatte
vorbei ist, sei der Wettbewerb im Fahrradmarkt nach wie vor groß.
Die Folge, hier einmal kurz erklärt, im Podcast aber ausführlich
besprochen: Hersteller würden wieder zu niedrigeren Preissegmenten
zurückfinden, die sie zuvor aufgebeben hatten. Ein besonderes
Augenmerk wird im Podcast auf den E-Bike-Bereich gelegt. Seit 2015
hat sich die Zahl der E-Bikes auf den Straßen in Deutschland
verzehnfacht. Aktuellen Erhebungen zufolge sind 17 Millionen
elektrisch angetriebene Räder unterwegs. Zum Vergleich: E-Autos
sind derzeit rund 2 Millionen in Deutschland zugelassen. Macht die
Fahrradbranche vor, wie der Umstieg auf E-Mobilität geht? Außerdem
in dieser Podcastfolge: Ein Blick voraus auf die Fahrradfeste von
Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung. Den Auftakt macht
am 10. Mai das LVZ-Fahrradfest, das fünf Touren ab Taucha anbietet.
Am 28. Juni folgt dann das SZ-Fahrradfest, das in diesem Jahr sein
30. Jubiläum feiert und wie immer in Dresden startet. Doreen Barz
und Kevin Lange, die Chef-Organisatoren der Feste, erklären alles,
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