So viel Sachsen steckt in der Artemis-Mondmission
vor 19 Stunden
Der Flug von Artemis 2 um den Mond ist ein historisches Ereignis,
der Auftakt einer neuen Ära der Raumfahrt. Spuren für den Erfolg
der neuen Nasa-Mondmissionen führen auch nach Sachsen.
Podcast
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Beschreibung
vor 19 Stunden
„Das ist der Beginn einer zweiten Welle der Weltraumexploration“,
sagt Alexander Gerst. Der deutsche Astronaut hat den Start der
Artemis-2-Mission am Mittwoch vergangene vor Ort im Kennedy Space
Center in Florida verfolgt. Erstmals seit mehr als einem halben
Jahrhundert haben sich Menschen in einer Raumkapsel auf den Weg zum
Mond gemacht. Zehn Tage und eine Mondumrundung später kehrt die
Crew um Kommandant Reid Wiseman zurück auf die Erde. „Historisch“
sei diese Mission, erzählt Gerst weiter – und stellt im Gespräch
mit Wissenschaftsredakteur Stephan Schön für den Podcast „Thema in
Sachsen“ die besondere Rolle Europas beim Gelingen der neuen
Nasa-Pläne für die Erkundung des Mondes heraus. Nimmt man diese
Pläne einmal ganz genau in den Blick, was Sächsische Zeitung und
Leipziger Volkszeitung in dieser Folge ihres gemeinsamen Podcasts
tun, wird deutlich: Auch sächsische Entwicklungs- und
Forschungsarbeit trägt maßgeblich dazu bei, dass der Mond nun neu
erforscht werden kann. Im Podcast berichtet Reporter Stephan Schön
von seinen Eindrücken, die er an den Tagen rund um den Start der
Rakete gesammelt hat. Schön war im Kennedy Space Center live dabei,
genauso wie schätzungsweise eine halbe Million Menschen, die sich
um den 1. April mit unzähligen Camping-Vans auf Merrit Island und
im Umland von Cape Canaveral versammelt hatten. Zu hören sind
Gespräche, die der Reporter mit Raketen-Touristen führt, die zum
Teil mehrere Tage und Tausende Kilometer in ihren Wohnmobilen
unterwegs waren. Er besucht einen Laden für Fan-Shirts, der seit
1984 zu jeder Nasa-Mission eine eigene Kollektion kreiert. Und
schließlich kommt er ganz nah heran an die Artemis-Crew und hat die
Verabschiedung der Astronauten von ihren Familien in Bild und Ton
festgehalten. Berührende Szenen, große Emotionen und eine
mindestens genauso große Portion Patriotismus - das seien die
prägenden Gefühle gewesen, die er auf seiner Reportagereise
wahrgenommen habe. Doch was zunächst nach US-Weltraum-Romantik
klingt, hat überraschend viel mit Sachsen zu tun und fußt auf teils
jahrelanger ganz realer wissenschaftlicher Arbeit. „Eigentlich
fängt der Mond gleich hinter Sachsen an“, sagt Schön schließlich –
und meint das wörtlich. Eine Schlüsselrolle bei den
Artemis-Missionen spielt das sogenannte europäische Servicemodul,
kurz ESM. Gebaut wird das bei Airbus Defense and Space in Bremen.
Es ist der unscheinbare, aber lebenswichtige Teil des
Orion-Raumschiffs: Antrieb, Energieversorgung, Wasseraufbereitung,
Sauerstoff – ohne dieses System würde die Mission nicht
funktionieren. „Es ist schlichtweg die Überlebenskapsel“,
beschreibt Schön das etwa transportergroße Gerät Einer, der dafür
sorgt, dass dieses System überhaupt zusammengebaut werden kann, ist
Steve Bornhöft. Der Ingenieur stammt aus dem Erzgebirge, hat an der
Technischen Universität Dresden studiert – und trägt heute
Verantwortung dafür, dass im Reinraum bei Airbus jedes Bauteil im
ESM an die richtige Stelle kommt. Von seiner Arbeit hängt das Leben
der Crew im All ab. Im Podcast-Interview erklärt er zusammen mit
Airbus-Sprecher Ralph Heinrich die Funktionsweise des Moduls – und
blickt voraus auf kommende Missionen, an denen auch deutsche
Astronauten beteiligt werden sollen. Doch es gibt nicht nur
sächsische Beteiligung beim Bau von Raumfahrttechnik, sondern auch
bei der Forschung für zukünftige Mondmissionen. An der TU Dresden
arbeiten Wissenschaftler daran, die Gefahren von Mondstaub besser
handhaben zu können und an Kommunikationslösungen für den Raum rund
um den Mond – etwa für die bislang funktechnisch nicht erreichbare
Rückseite. Gleichzeitig wird an autonomen Systemen geforscht, die
den künftig zunehmenden Verkehr zwischen Erde und Mond koordinieren
könnten. An der TU Bergakademie Freiberg untersuchen
Wissenschaftler zudem in einem Mondlabor, wie in nicht allzu ferner
Zukunft auf dem Erdtrabanten Mondressourcen für eine
Forschungsstation abgebaut werden könnten. „Das muss man sich
vorstellen wie einen Sandkasten für Erwachsene“, schildert Reporter
Stephan Schön und spricht anschließend mit Professor Carsten
Drebenstedt, einem Experten auf dem Gebiet für Rohstoffabbau, der
eine klare Meinung dazu hat, wie die Menschheit mit Ressourcen auf
der Erde und auf dem Mond umgehen sollte.
sagt Alexander Gerst. Der deutsche Astronaut hat den Start der
Artemis-2-Mission am Mittwoch vergangene vor Ort im Kennedy Space
Center in Florida verfolgt. Erstmals seit mehr als einem halben
Jahrhundert haben sich Menschen in einer Raumkapsel auf den Weg zum
Mond gemacht. Zehn Tage und eine Mondumrundung später kehrt die
Crew um Kommandant Reid Wiseman zurück auf die Erde. „Historisch“
sei diese Mission, erzählt Gerst weiter – und stellt im Gespräch
mit Wissenschaftsredakteur Stephan Schön für den Podcast „Thema in
Sachsen“ die besondere Rolle Europas beim Gelingen der neuen
Nasa-Pläne für die Erkundung des Mondes heraus. Nimmt man diese
Pläne einmal ganz genau in den Blick, was Sächsische Zeitung und
Leipziger Volkszeitung in dieser Folge ihres gemeinsamen Podcasts
tun, wird deutlich: Auch sächsische Entwicklungs- und
Forschungsarbeit trägt maßgeblich dazu bei, dass der Mond nun neu
erforscht werden kann. Im Podcast berichtet Reporter Stephan Schön
von seinen Eindrücken, die er an den Tagen rund um den Start der
Rakete gesammelt hat. Schön war im Kennedy Space Center live dabei,
genauso wie schätzungsweise eine halbe Million Menschen, die sich
um den 1. April mit unzähligen Camping-Vans auf Merrit Island und
im Umland von Cape Canaveral versammelt hatten. Zu hören sind
Gespräche, die der Reporter mit Raketen-Touristen führt, die zum
Teil mehrere Tage und Tausende Kilometer in ihren Wohnmobilen
unterwegs waren. Er besucht einen Laden für Fan-Shirts, der seit
1984 zu jeder Nasa-Mission eine eigene Kollektion kreiert. Und
schließlich kommt er ganz nah heran an die Artemis-Crew und hat die
Verabschiedung der Astronauten von ihren Familien in Bild und Ton
festgehalten. Berührende Szenen, große Emotionen und eine
mindestens genauso große Portion Patriotismus - das seien die
prägenden Gefühle gewesen, die er auf seiner Reportagereise
wahrgenommen habe. Doch was zunächst nach US-Weltraum-Romantik
klingt, hat überraschend viel mit Sachsen zu tun und fußt auf teils
jahrelanger ganz realer wissenschaftlicher Arbeit. „Eigentlich
fängt der Mond gleich hinter Sachsen an“, sagt Schön schließlich –
und meint das wörtlich. Eine Schlüsselrolle bei den
Artemis-Missionen spielt das sogenannte europäische Servicemodul,
kurz ESM. Gebaut wird das bei Airbus Defense and Space in Bremen.
Es ist der unscheinbare, aber lebenswichtige Teil des
Orion-Raumschiffs: Antrieb, Energieversorgung, Wasseraufbereitung,
Sauerstoff – ohne dieses System würde die Mission nicht
funktionieren. „Es ist schlichtweg die Überlebenskapsel“,
beschreibt Schön das etwa transportergroße Gerät Einer, der dafür
sorgt, dass dieses System überhaupt zusammengebaut werden kann, ist
Steve Bornhöft. Der Ingenieur stammt aus dem Erzgebirge, hat an der
Technischen Universität Dresden studiert – und trägt heute
Verantwortung dafür, dass im Reinraum bei Airbus jedes Bauteil im
ESM an die richtige Stelle kommt. Von seiner Arbeit hängt das Leben
der Crew im All ab. Im Podcast-Interview erklärt er zusammen mit
Airbus-Sprecher Ralph Heinrich die Funktionsweise des Moduls – und
blickt voraus auf kommende Missionen, an denen auch deutsche
Astronauten beteiligt werden sollen. Doch es gibt nicht nur
sächsische Beteiligung beim Bau von Raumfahrttechnik, sondern auch
bei der Forschung für zukünftige Mondmissionen. An der TU Dresden
arbeiten Wissenschaftler daran, die Gefahren von Mondstaub besser
handhaben zu können und an Kommunikationslösungen für den Raum rund
um den Mond – etwa für die bislang funktechnisch nicht erreichbare
Rückseite. Gleichzeitig wird an autonomen Systemen geforscht, die
den künftig zunehmenden Verkehr zwischen Erde und Mond koordinieren
könnten. An der TU Bergakademie Freiberg untersuchen
Wissenschaftler zudem in einem Mondlabor, wie in nicht allzu ferner
Zukunft auf dem Erdtrabanten Mondressourcen für eine
Forschungsstation abgebaut werden könnten. „Das muss man sich
vorstellen wie einen Sandkasten für Erwachsene“, schildert Reporter
Stephan Schön und spricht anschließend mit Professor Carsten
Drebenstedt, einem Experten auf dem Gebiet für Rohstoffabbau, der
eine klare Meinung dazu hat, wie die Menschheit mit Ressourcen auf
der Erde und auf dem Mond umgehen sollte.
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