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Thema in Sachsen

Thema in Sachsen

Sächsische.de & LVZ.de 100 Episoden Neueste vor 1 Woche

Der Podcast über Thema, die Sachsen bewegen

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Episoden

1 Stunde 3 Minuten
Warum ist das Verhältnis zwischen Ost und West auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung ein Reizthema? Und welche Folgen hat das mit Blick auf bevorstehende Landtagswahlen in zwei Ost-Bundesländern - für den politischen und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Bundesrepublik? Darüber haben im Format „Ostdeutschland – zum Mitreden“ vier Gäste diskutiert, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigen: Autorin und Dokumentarfilmerin Grit Lemke, die Journalistin und Autorin Mareike Reimann, der Soziologe Raj Kollmorgen und Literaturwissenschaftler sowie Autor Dirk Oschmann. Moderiert wurde die Diskussion von LVZ- und SZ-Reporterin Antonie Rietzschel. Die Veranstaltung wurde live per Videostream übertragen - und gibt es jetzt noch einmal zum Nachhören als Sonderfolge im Podcast „Thema in Sachsen“. Grit Lemke sieht vor allem die Abwanderung als zentrales Problem vieler Regionen. Menschen, die sich engagieren oder politisch anders entscheiden könnten, seien vielfach weggezogen. Ihre Konsequenz: Ohne Zuzug werde sich daran wenig ändern. Mareike Reimann fordert einen anderen Blick auf Ostdeutschland. Statt den Osten vor allem über AfD-Wahlergebnisse zu erzählen, müsse stärker über strukturelle Unterschiede und über zivilgesellschaftliches Engagement gesprochen werden. Und: Sie attestiert Bundeskanzler Friedrich Merz einen einenden Charakter. Dieser sei als Westdeutscher genauso unbeliebt im Osten wie im Westen. „Das muss man erstmal schaffen.“ Raj Kollmorgen warnt vor einfachen Erklärungen. Die DDR-Erfahrung spiele noch eine Rolle, entscheidender seien heute aber die Folgen der Transformation und fortbestehende Ungleichheiten zwischen Ost und West. Viele aktuelle Probleme seien zudem längst gesamtdeutsche. Dirk Oschmann widerspricht der These, die Stärke des Rechtspopulismus lasse sich vor allem mit der DDR-Sozialisation erklären. Für ihn sind soziale, demografische und strukturelle Ursachen entscheidend. Die emotionale wie reale Benachteiligung von Ostdeutschen nach der Wende sei bis heute nicht überwunden. Die Debatte hören Sie in dieser Sonderfolge von „Thema in Sachsen“. Das Format „Ostdeutschland – zum Mitreden“ ist ein Debattenraum der Ost-Zeitungshäuser im RedaktionsNetzwerk Deutschland. Dazu gehören die Leipziger Volkszeitung, die Sächsische Zeitung, die Ostseezeitung und die Märkische Allgemeine.
48 Minuten
Der Fund einer weiteren wohl mit Sprengstoff beladenen Drohne im sachsen-anhaltischen Kabelsketal unweit des Flughafens Leipzig/Halle wirft neue Fragen zum Ausmaß des Anschlagsversuchs vor drei Wochen auf. Das Fluggerät soll rund 50 Gramm des Sprengstoffs Hexogen transportiert haben. „Das bestätigt die Auffassung, die einige schon hatten, ich ehrlich gesagt auch, dass es sich um eine professionelle Anschlagsplanung gehandelt hat“, sagt Sicherheitsexperte Nico Lange im Podcast „Thema in Sachsen“ von Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung. Nicht nur mehrere Drohnen, sondern auch ein System aus Antennen und Relais deuteten darauf hin. Dass nun offenbar Hexogen an einer weiteren Drohne gefunden worden sei, zeige: „Es war ein größerer Anschlag geplant, der nur durch Glück nicht zu einer Katastrophe geworden ist.“ Nico Lange, Gründer und Direktor des Instituts für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit, erkennt anhand des professionellen Vorgehens ein Muster, das stark an die militärische Drohnennutzung im Krieg in der Ukraine erinnere. „Etwas in diesem Umfang können wirklich nur wenige professionelle Akteure. Es das deutet alles in die Richtung Russland“, sagt er. Den neuerlichen Drohnenfund nimmt Lange zum Anlass für Kritik an den deutschen Sicherheitsbehörden. Dass diese „durch Rätsel raten und suchen“ jetzt klären müssten, wie viele Drohnen beteiligt waren und wo sie gestarteten oder gelandet seien, sei bedauerlich. „Im Jahr 2026 müsste man eigentlich längst dazu in der Lage sein.“ Der Podcast und das Gespräch mit Nico Lange geht auch der Frage nach, wie anfällig Deutschland für hybride Angriffe ist und wieso es der Politik mitunter schwerfällt, einen klaren Verdächtigen zu nennen. Stattdessen ist, so wie im Fall Leipzig, meist von „fremden Mächten“ die Rede. Lange erklärt, warum er diese Zurückhaltung für falsch hält. Außerdem geht es in dem Gespräch um die Frage, inwiefern Einflusskampagnen Teil von hybrider Kriegsführung sind – und gerade in Ostdeutschland wegen der besonderen historischen Verbindung der früheren DDR zu Russland möglicherweise mehr verfangen könnten. Lange warnt davor, von einem einheitlichen Russlandbild im Osten zu sprechen und berichtet von seinen Erlebnissen bei Veranstaltungen in Ostdeutschland. „Ich hatte nicht den Eindruck, dass es sowas wie eine geschlossene Ostidentität gibt.“ Jede Region habe eigene Standpunkte. „Ich hatte den Eindruck, da haben Leute auch untereinander gestritten. Da waren Leute voneinander genervt, weil sie sehr unterschiedliche Auffassungen hatten.“ Gleichzeitig warnt Lange aber vor den Mitteln, die Russland einsetze bei Einflussoperationen und für Propaganda. Ein wichtiges Muster sei dabei die Täter-Opfer-Umkehr: Der Angriff auf die Ukraine werde als vermeintliche Verteidigung dargestellt, der Westen oder die Nato als eigentliche Verursacher des Konflikts. Russland profitiere davon, „dass da viele mitmachen und diese Narrative immer wiederholen“. Das Gespräch mit Nico Lange über den Drohnen-Vorfall in Leipzig, den Schutz kritischer Infrastruktur und zur Frage, warum technisches Aufrüsten im Kampf gegen hybride Bedrohungen allein nicht reicht, gibt es jetzt im Podcast „Thema in Sachsen“.
47 Minuten
„Auf TikTok und in anderen Sozialen Medien ist es cool, rechtsextrem zu sein. Das nehmen wir wahr und wollen dem auch absolut entgegentreten.“ Mit diesen deutlichen Worten beschreibt Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) im Podcast „Thema in Sachsen“ von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung eine Entwicklung, die zunehmend auch an Schulen im Freistaat sichtbar wird: politisch motivierte Straftaten nehmen zu. Sachsen will diesem Trend begegnen. Am Dienstag wurde dafür der „Aktionsplan gegen Extremismus an Schulen“ vorgestellt. Doch wie groß ist das Problem tatsächlich? Warum bleiben viele Vorfälle unentdeckt oder werden gar nicht erst gemeldet? Woher kommen extremistische Einstellungen schon bei Kindern im Grundschulalter? Und kann ein Aktionsplan für Schulen überhaupt an die Wurzel eines Problems gehen, das häufig außerhalb des Klassenzimmers entsteht? Im Podcast gehen Valentin Dreher, Investigativreporter von LVZ und SZ, und Host Fabian Deicke auf die Suche nach Antworten. Die offiziellen Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg bei politisch motivierten Straftaten an sächsischen Schulen. Im Jahr 2020 waren es noch 100, im Jahr 2025 weist die Kriminalstatistik 335 Fälle aus. Innenminister Armin Schuster (CDU), der auch im Podcast zu hören ist, warnt dennoch vor Alarmismus: „Schule ist kein Hauptschwerpunkt von politisch motivierter Kriminalität.“ Trotzdem könne es angesichts der Entwicklung keine Entwarnung geben. Beim genauen Blick in die Statistik fällt zudem etwas Entscheidendes auf: „Das zunehmende und auch das größte Problem an den sächsischen Schulen ist gerade der Rechtsextremismus“, ordnet Reporter Dreher die Lage ein. Anschließend berichtet er von Recherchen, die nahelegen, dass die Dunkelziffer deutlich größer sein könnte, als es die offiziellen Statistiken erkennen lassen. Bemerkenswert bei der Betrachtung der Gesamtlage ist auch das Alter der Kinder, die bei gemeldeten Fällen erfasst werden. Dreher berichtet von Grundschülern, die sich gegenseitig als „Juden“ beschimpfen, Hakenkreuze malen oder bei einem Museumsbesuch neben einem Pappaufsteller eines Jungen in Hitlerjugend-Uniform den Hitlergruß zeigen. Gerade bei sehr jungen Kindern stellt sich deshalb die Frage: Wann wird ein Vorfall ein Fall für Polizei und Justiz? Wo verläuft die Grenze zwischen Meldung machen oder pädagogisch reagieren? Sachsens Justizministerin Constanze Geiert (CDU), die auch im Podcast zu hören ist, betont dabei den besonderen Status des Klassenraums: „Der geschützte Raum ist das Klassenzimmer.“ Was dort passiere, könne in der Regel auch dort geklärt werden – mit pädagogisch sinnvollen Maßnahmen. Darauf setzt auch der neue Aktionsplan: Lehrer sollen schneller Unterstützung bekommen, politische Bildung soll gestärkt und etwa mit einer neuen Klassenstunde Demokratie stärker erlebbar werden. Ob das reicht, um zunehmendem Extremismus an Schulen entgegenzuwirken, dessen Ursachen oft außerhalb der Schule liegen, ist eine der zentralen Fragen der neuen Folge von „Thema in Sachsen“.
45 Minuten
Für eine halbe Million Schülerinnen und Schüler in Sachsen beginnt am Montag das neue Schuljahr. Es ist also Zeit, zu fragen: Was ändert sich in den Klassenzimmern und was nicht? Der Freistaat weitet das Verbot von Mobiltelefonen bis Klasse 8 aus, will den Umgang mit digitalen Medien gezielter üben und Kinder mit den Chancen und Tücken von Künstlicher Intelligenz vertraut machen. Darüber spricht Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) in dieser Folge „Thema in Sachsen“. Außerdem dabei: Burkhard Naumann, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen. „Ich habe mal gesagt, das Verbot ist eigentlich kein Verbot, sondern eine Befreiung. Die Handys und die Algorithmen sind zu stark. Sie ziehen uns zu stark in diese digitale Welt“, begründet der Minister, warum er Handys jetzt nicht mehr nur an Grundschulen, sondern auch an Oberschulen und Gymnasien verbannt. Dabei stellt sich die Frage: Wie passt ein Handyverbot mit dem Ziel zusammen, die Kompetenzen von Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Medien zu verbessern? Clemens erklärt ausführlich, was Sachsen mit einem neu eingeführten Medienpass vorhabe und warum es kein Widerspruch sei. Im Gegenteil sagt er: „Es ist aus meiner Sicht absolut der richtige Weg“. Das drängendste Problem aus Sicht der Lehrerschaft ist allerdings nicht das Handyverbot, sondern der Personalmangel. Sachsen hat für das neue Schuljahr 905 neue Lehrkräfte eingestellt. Ob das den Personalmangel reduziert, ist offen. Um den Personalmangel gleichmäßiger zu verteilen, setzt das Kultusministerium weiter auf Abordnungen. Zuletzt gab es rund 5000 Abordnungen an andere Schulen. Im neuen Schuljahr sollen es laut Kultusminister noch mehr sein. GEW-Landeschef Burkhard Naumann hält diesen Weg für problematisch. Lehrkräfte würden damit zwar dort eingesetzt, wo der Bedarf besonders groß ist, fehlten dann aber an ihren Stammschulen. Naumann spricht von einem „Verschiebebahnhof”. Es würden keine Lücken geschlossen, sondern eher neue geschaffen. Zudem kritisiert Naumann, dass abgeordnete Lehrerinnen und Lehrer teilweise fachfremd und an anderen Schularten unterrichten müssten. „Darunter leidet die Qualität“, befürchtet er. Wie sinnvoll ist das ausgeweitete Handyverbot? Wie denken auch Schüler und Eltern darüber? Und wie gut sind Sachsens Schulen auf KI und digitales Lernen vorbereitet? Alle Antworten gibt es in dieser Folge von „Thema in Sachsen“.
1 Stunde 2 Minuten
„Ich möchte nicht in irgendeiner Form Täterwissen preisgeben“, sagt Sachsens Innenminister Armin Schuster im Podcast „Thema in Sachsen“ von Leipziger Volkszeitung und Sächsischer Zeitung. Er sagt allerdings auch: „Wir tappen nicht im Dunkeln. Es gibt Ermittlungsansätze.“ Nach einer mehr als drei Stunden langen Sondersitzung des Innenausschusses im Sächsischen Landtag hat der CDU-Politiker am Mittwoch exklusiv mit LVZ und SZ über den Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen gesprochen - und darüber, was daraus folgt. Als unmittelbare Reaktion will sich Schuster für einen besseren Schutz des Flughafens Leipzig/Halle einsetzen. Am Abend des 4. August war dort mindestens eine mit Sprengstoff beladene Drohne niedergegangen. Nach bisherigen Erkenntnissen traf sie dabei wohl eine geparkte Frachtmaschine der ukrainischen Airline Antonov. „Mein oberstes Ziel ist erstmal, dass Leipzigs schnellstmöglich jetzt mit modernster Drohnen-Abwehrtechnik ausgestattet wird“, so der Innenminister. Dass der Flughafen binnen kurzer Zeit zum zweiten Mal Schauplatz eines Anschlagsversuchs geworden sei, verdeutliche die Dringlichkeit zum Handeln. Im Juli 2024 war im DHL-Logistikzentrum ein Paket explodiert, bevor es in eine Frachtmaschine verladen wurde. Nur knapp entging man damals einer Katastrophe. Beim Aufbau einer bundesweiten Sicherheitsinfrastruktur wolle Schuster den Bund aktiv unterstützen. „Wir sind sehr, sehr interessiert daran, dass das Thema Forschung und Entwicklung in der Drohnentechnik mit unserer Beteiligung stattfindet.“ Zudem betont der Minister, dass Sachsen beim Aufbau des neuen gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums in Berlin bereits jetzt schon „vollständig dabei ist“. Ebenso beim gemeinsamen Abwehrzentrum Hybrid. „Wir investieren im Moment wirklich Manpower in die Fragen, die wir hier aus sächsischer Sicht gerne beantwortet hätten.“ Gleichzeitig warnt der CDU-Politiker vor falschen Erwartungen: „Es ist unmöglich, ein Drohnen-Netz über Sachsen oder ganz Deutschland zu spannen, das uns für jeden Eventualfall 100 Prozent sichert.“ Warum das Errichten eines solchen Komplettschutzes technisch schwierig ist, erklärt im Podcast Gerald Wissel. Er ist als Vorsitzender des Europäischen Verbandes für unbemannte Luftfahrt ein anerkannter Drohnenexperte. Schließlich dreht sich der Podcast auch um die zentrale Frage, wie man mit einer Drohne umgeht, die als gefährlich eingestuft wird. Wie im Fall von Leipzig gesehen, ist es potenziell möglich, dass eine Drohne Sprengstoff transportiert. Will und kann man so ein Fluggerät über bewohntem Gebiet abfangen oder abschießen? Wie sich dazu Sachsens Innenminister positioniert und was Experte Gerald Wissel bei der Gefahrenabwehr für notwendig hält, das gibt es zum Hören in der aktuellen Folge „Thema in Sachsen“. Außerdem berichtet in dieser Folge der LVZ- und SZ-Reporter Florian Reinke über alle bis zu diesem Mittwoch bekannten Details zum Drohnen-Vorfall sowie den Ermittlungen.
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Über diesen Podcast

Worüber wird gerade am meisten diskutiert? Zu welcher Entscheidung oder zu welchen Ereignissen haben die Menschen im Freistaat Fragen? Der Podcast über Themen, die Sachsen bewegen. Das ist "Thema in Sachsen". Ob Wahlen, große Veranstaltungen in Kultur, Sport, Gesellschaft, Demonstrationen - oder Dinge, die auch außerhalb passieren, aber natürlich genauso in Sachsen ein Thema sind. In diesem News-Podcast bekommen Sie Informationen und Hintergründe. Sie erfahren, was gerade passiert und wichtig ist. Über das jeweilige "Thema in Sachsen" werden in jeder Folge Gespräche mit Fachleuten, politisch Aktiven und Gestaltenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder Journalisten geführt. Es werden Ergebnisse von Recherchen der Redaktion von Sächsische.de und Leipziger Volkszeitung präsentiert - und auch angehört, was die Menschen in Sachsen dazu sagen.
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