Episode 84: Weltraumwetter

Episode 84: Weltraumwetter

vor 6 Tagen
Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium
38 Minuten
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Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium

Beschreibung

vor 6 Tagen

Alle reden übers Wetter und Susanne und Paul tun es diesmal auch.
In dieser Folge schlendern unsere beiden Himmelsspaziergänger
durch das Phänomen des Weltraumwetters: Woher kommt es, was kann
es anrichten und wann sorgt es dafür, dass der Himmel über
Deutschland in Grün und Rot leuchtet?


An den Ausgangspunkt erinnern sich sicher die meisten: die
spektakulären Polarlichter im Januar 2026, die auch über dem
Ruhrgebiet gut sichtbar über den Himmel tanzten. Was steckt
dahinter? Die Antwort führt schnell zur Sonne, zu Sonnenflecken,
koronalen Massenauswürfen und dem elfjährigen Aktivitätszyklus
unseres Sterns. Susanne und Paul erklären, wenn der Sonnenwind zu
einem Kurzschluss im Magnetfeld der Erde führt, warum die
energiereichsten Teilchen schon nach Minuten bei der Erde
ankommen und warum Amateurfunker oft als erste merken, wenn ein
Sonnensturm unterwegs ist.


Doch der Spaziergang endet nicht an der Erdatmosphäre. Denn auch
Milliarden anderer Sterne machen Sternwind und manchmal schickt
das Universum Teilchen auf den Weg, deren Energie die unserer
besten Beschleuniger weit übersteigt. Von galaktischen Winden bis
zu den riesigen Cherenkov-Teleskopen auf La Palma: Der Blick
weitet sich vom Wohnzimmer bis an den Rand der Milchstraße.


In „Hinter der Schlagzeile" nehmen Susanne und Paul eine
außergewöhnliche Entdeckung unter die Lupe: eine Galaxie im
Perseus-Galaxienhaufen, die zu über 99 Prozent aus dunkler
Materie zu bestehen scheint und deren schwaches Glimmen sich nur
durch vier verdächtig nah beieinander liegende Kugelsternhaufen
verriet. Seltener Ausreißer oder bisher übersehener Normalfall?


Eine Folge voller Sonnenstürme, magnetischer Kapriolen und
kosmischer Unsichtbarkeit, für alle, die beim nächsten Polarlicht
nicht nur staunen, sondern auch verstehen wollen, was da oben
eigentlich los ist.
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