Episode 277: The Life of Chuck - Stephen King minus Horror plus Gefühl

Episode 277: The Life of Chuck - Stephen King minus Horror plus Gefühl

vor 1 Tag
The Life of Chuck aus dem Jahr 2024: Drei Episoden, die sich um die Frage drehen: Wer ist dieser Chuck? In der ersten Episode ist er ein Mysterium, ein Rätsel. In der zweiten eine wundervolle Skurrilität. Und in der Dritten endlich ein Mensch.
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Wir lieben Filme und wir lieben es, über Filme zu diskutieren. Die Sache ist nur, wir haben einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack. Daher drückt jeder von uns dem jeweils anderen für die aktuelle Episode einen neuen Film aufs Auge mit dem Ziel, des...

Beschreibung

vor 1 Tag
Am Anfang des Films steht Kapitel 3: Die Welt geht unter. Und zwar
so richtig: Das Internet fällt aus, Kalifornien wird vom Meer
verschluckt, in Deutschland gibt es Vulkanausbrüche und irgendwann
beginnt auch der Himmel sich nach und nach aufzulösen. Und dann
sind da plötzlich über all diese Werbeanzeigen für den Buchhalter
und seine Verabschiedung in den Ruhestand: “Charles Krantz - 39
großartige Jahre, Danke Chuck”. Sie tauchen auf Billboards auf, im
Radio und im Fernsehen. In diesen schrägen Zeiten beschließt der
High School Lehrer Marty seine Ex-Frau Felicia zu besuchen, um zum
Ende der Welt bei ihr zu sein. Kapitel 2: Chuck tanzt. Und zwar so
richtig. Ohne zu wissen wieso, bleibt der Buchhalter auf einer
Strandpromenade stehen, wo die Straßenmusikerin Taylor Drums
spielt. Und er beginnt zu tanzen, zuerst allein, schließlich mit
der jungen Janice, die gerade von ihrem Freund verlassen wurde.
Kapitel 1: Chuck ist ein Kind und das Schicksal schlägt hart zu.
Und zwar so richtig: Seine Eltern sterben beide bei einem
Verkehrsunfall, und Chuck muss fortan bei seinen Großeltern leben.
Aber er kommt gut klar mit den beiden alten Leuten: Von seinem
Großvater lernt er alles über Mathematik und Buchhaltung. Und von
seiner Großmutter erhält er erstklassige Lektionen im Tanzen und
wird zum besten Tänzer seiner Schule. Aber es gibt ein Mysterium in
dem Haus, in dem sie zusammen leben: Das Dachgeschoss in der
viktorianischen Copula: Irgendetwas gibt es dort, was er auf keinen
Fall sehen soll. The Life of Chuck aus dem Jahr 2024: Drei
Episoden, die sich um die Frage drehen: Wer ist dieser Chuck? In
der ersten Episode ist er ein Mysterium, ein Rätsel. In der zweiten
eine wundervolle Skurrilität. Und in der Dritten endlich ein
Mensch. Ein komischer Film, vor allem weil er so simpel ist: Das
vermeintlich große Mysterium am Anfang wird schon im ersten Drittel
aufgelöst. Unbeholfen wird gegen Ende noch ein zweites Mysterium
eingeführt. Aber daneben haben wir hier vor allem Feel Good Kino
vor uns, und dann auch noch ausgerechnet auf einer Kurzgeschichte
von Stephen King basierend. Ich weiß doch auch nicht warum, aber
irgendwie hat mich dieser Film berührt: Trotz seiner Naivität,
seiner Sentimentalität, seinem kompletten Verzicht auf Zynismus.
Vielleicht auch gerade deswegen… und doch schwanke ich. Ist das
vielleicht zu viel… Kitsch? Johannes, hilf mir!
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