Schreiben über Trauer: Barbara Pachl-Eberhart über »Vier minus drei«
vor 2 Tagen
Sollte man sich einen Spielfilm über den tragischen Unfalltod eines
Vaters und seiner zwei Kinder im Kino ansehen? Ja, sagt die Autorin
Barbara Pachl-Eberhart, auf deren wahrer Lebensgeschichte der Film
»Vier minus drei« beruht.
Podcast
Podcaster
Interviews, Tipps und akustische Eindrücke aus der Welt der Bücher und Hörbücher.
Beschreibung
vor 2 Tagen
2008 verlor Barbara Pachl-Eberhart bei einem Verkehrsunfall an
einem unbeschrankten Bahnübergang ihren Mann und ihre beiden
Kinder. 2010 erschien ihr Buch »Vier minus drei«, in dem sie
schilderte, wie sie dieses schreckliche Unglück verarbeitete und
wieder zurück ins Leben fand. Sie habe, so sagt sie im Gespräch mit
Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de, damals das Buch geschrieben,
das sie vergeblich gesucht hat. Ein Buch, das Menschen in ähnlichen
Situationen Mut machen soll. Sie wollte kein Buch lesen oder
schreiben, das mit der Haltung des Haderns oder Aufbegehrens
geschrieben ist. Sie wollte sich nicht ihr »Schicksal von der Seele
schreiben«, sondern von dem Momente berichten, als sie wieder Licht
gesehen und die Dinge verstanden habe. Heute arbeitet Barbara
Pachl-Eberhart unter anderem als Trauerbegleiterin und
Schreibtrainerin für autobiografisches Schreiben. Trauer, Tod,
Krankheiten oder die verlorene Liebe sind oft ein Anlass, das
erlebte für sich oder andere niederzuschreiben. Aber wie geht man
das an? Und wie entsteht daraus vielleicht ein Text, der mehr ist
als eine therapeutische Maßnahme und als Buch erscheint? »Die
größte Kunst oder das Schwierigste beim biografischen Erzählen ist,
dass man eigentlich sich traut, noch mal jünger und auch unreifer
zu werden beim Schreiben. Ich kann nicht ein Buch beginnen mit
etwas, was vor zwei Jahren passiert ist, als die Gescheite oder
Gereifte, die ich heute bin. Sondern ich muss mich trauen, mich
noch mal so zu zeigen, wie ich damals war«, sagt Barbara
Pachl-Eberhart. Unter der Regie von Adrian Goiginger und mit
Valerie Pachner und Robert Stadlober in den Hauptrollen, wurde das
Buch »Vier minus drei« verfilmt und läuft ab 16. April 2026 in den
Kinos an. Wie ist es für Barbara Pachl-Eberhart, 18 Jahre später
das Ganze als Film anzusehen? Auch darüber berichtet sie im
Podcast. Und wer angesichts der Schwere des Themas den Film lieber
nicht ansehen möchte, dem macht die Autorin am Schluss des
Gesprächs Mut: Natürlich sei es ein trauriger Film, aber auch eine
Liebesgeschichte und ein Film über den Mut, der in uns allen
steckt.
einem unbeschrankten Bahnübergang ihren Mann und ihre beiden
Kinder. 2010 erschien ihr Buch »Vier minus drei«, in dem sie
schilderte, wie sie dieses schreckliche Unglück verarbeitete und
wieder zurück ins Leben fand. Sie habe, so sagt sie im Gespräch mit
Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de, damals das Buch geschrieben,
das sie vergeblich gesucht hat. Ein Buch, das Menschen in ähnlichen
Situationen Mut machen soll. Sie wollte kein Buch lesen oder
schreiben, das mit der Haltung des Haderns oder Aufbegehrens
geschrieben ist. Sie wollte sich nicht ihr »Schicksal von der Seele
schreiben«, sondern von dem Momente berichten, als sie wieder Licht
gesehen und die Dinge verstanden habe. Heute arbeitet Barbara
Pachl-Eberhart unter anderem als Trauerbegleiterin und
Schreibtrainerin für autobiografisches Schreiben. Trauer, Tod,
Krankheiten oder die verlorene Liebe sind oft ein Anlass, das
erlebte für sich oder andere niederzuschreiben. Aber wie geht man
das an? Und wie entsteht daraus vielleicht ein Text, der mehr ist
als eine therapeutische Maßnahme und als Buch erscheint? »Die
größte Kunst oder das Schwierigste beim biografischen Erzählen ist,
dass man eigentlich sich traut, noch mal jünger und auch unreifer
zu werden beim Schreiben. Ich kann nicht ein Buch beginnen mit
etwas, was vor zwei Jahren passiert ist, als die Gescheite oder
Gereifte, die ich heute bin. Sondern ich muss mich trauen, mich
noch mal so zu zeigen, wie ich damals war«, sagt Barbara
Pachl-Eberhart. Unter der Regie von Adrian Goiginger und mit
Valerie Pachner und Robert Stadlober in den Hauptrollen, wurde das
Buch »Vier minus drei« verfilmt und läuft ab 16. April 2026 in den
Kinos an. Wie ist es für Barbara Pachl-Eberhart, 18 Jahre später
das Ganze als Film anzusehen? Auch darüber berichtet sie im
Podcast. Und wer angesichts der Schwere des Themas den Film lieber
nicht ansehen möchte, dem macht die Autorin am Schluss des
Gesprächs Mut: Natürlich sei es ein trauriger Film, aber auch eine
Liebesgeschichte und ein Film über den Mut, der in uns allen
steckt.
Weitere Episoden
19 Minuten
vor 6 Tagen
27 Minuten
vor 2 Wochen
27 Minuten
vor 3 Wochen
45 Minuten
vor 1 Monat
Abonnenten
bremen
Stralsund
Ebermannstadt
Norderstedt
Eschau
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.