Norbert Gstrein über seinen Roman »Im ersten Licht«
vor 1 Woche
Im ersten Satz steckt bereits der ganze Roman. Der Autor Norbert
Gstrein liebt diese frühen Andeutungen. Sein Roman »Im ersten
Licht« war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
Podcast
Podcaster
Interviews, Tipps und akustische Eindrücke aus der Welt der Bücher und Hörbücher.
Beschreibung
vor 1 Woche
Wolfgang Tischer hat sich für den Podcast des literaturcafe.de mit
Norbert Gstrein über die Entstehung des Werkes und die ambivalente
Hauptfigur Adrian Reiter unterhalten. »Im ersten Licht«, erschienen
im Hanser Verlag, gehörte zu den fünf nominierten Romanen für den
Preis der Leipziger Buchmesse 2026 und das Gespräch entstand kurz
vor der Preisverleihung. Im Interview auf der Messe erzählt Norbert
Gstrein, wie ihn die britische Perspektive auf den Ersten Weltkrieg
seit den 1990er Jahren nicht mehr losgelassen hat – eine Obsession,
die sich in jahrzehntelanger Lektüre niederschlug und schließlich
zur Keimzelle des Romans wurde. Warum musste der Blick auf den
Krieg zwingend der eines Mannes sein, der selbst nicht gekämpft
hat? Und was haben die britischen Kriegslyriker Wilfred Owen,
Siegfried Sassoon und Robert Graves mit den Albträumen seiner
Hauptfigur zu tun? Roman »Im ersten Licht« von Norbert Gstrein,
erschienen im Hanser Verlag Roman »Im ersten Licht« von Norbert
Gstrein, erschienen im Hanser Verlag Gstrein spricht über seine
bewusste Entscheidung gegen eine sympathische Identifikationsfigur:
Adrian Reiter ist kein Held, kein Widerstandskämpfer, sondern ein
Mitläufer – einer, der sich chamäleonartig durch das 20.
Jahrhundert laviert. Gerade darin liegt für Gstrein die eigentliche
Herausforderung an die Lesenden: Wie schnell und wie billig
beantworten wir die Frage, was wir »damals« wohl getan hätten?
Positive Romanfiguren machen es uns leicht, moralisch korrekt zu
antworten. Aber so leicht will es Gstrein den Lesenden nicht
machen. Im Mittelpunkt des Romans stehen drei junge Männer, die in
den Kriegen des vergangenen Jahrhunderts gekämpft haben und denen
Adrian auf unterschiedliche Weise begegnen wird und die sein Leben
für immer verändern werden. Außerdem geht es im Gespräch um Norbert
Gstreins Arbeitsmethode – das lineare Schreiben, das Vertrauen in
frühe Setzungen, die sich später erfüllen, die Suche nach dem
richtigen Erzählton. Und warum wird im Roman bei jeder Jahreszahl
erwähnt, dass die Hauptfigur nur ein Jahr jünger als das
Jahrhundert ist? Hören Sie das vollständige Gespräch mit Norbert
Gstrein über seinen Roman »Im ersten Licht« im Podcast des
literaturcafe.de. Geführt wurde es am 19. März 2026 auf der
Leipziger Buchmesse Norbert Gstrein: Im ersten Licht. Gebundene
Ausgabe. 2026. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN/EAN:
9783446282971. 27,00 €
Norbert Gstrein über die Entstehung des Werkes und die ambivalente
Hauptfigur Adrian Reiter unterhalten. »Im ersten Licht«, erschienen
im Hanser Verlag, gehörte zu den fünf nominierten Romanen für den
Preis der Leipziger Buchmesse 2026 und das Gespräch entstand kurz
vor der Preisverleihung. Im Interview auf der Messe erzählt Norbert
Gstrein, wie ihn die britische Perspektive auf den Ersten Weltkrieg
seit den 1990er Jahren nicht mehr losgelassen hat – eine Obsession,
die sich in jahrzehntelanger Lektüre niederschlug und schließlich
zur Keimzelle des Romans wurde. Warum musste der Blick auf den
Krieg zwingend der eines Mannes sein, der selbst nicht gekämpft
hat? Und was haben die britischen Kriegslyriker Wilfred Owen,
Siegfried Sassoon und Robert Graves mit den Albträumen seiner
Hauptfigur zu tun? Roman »Im ersten Licht« von Norbert Gstrein,
erschienen im Hanser Verlag Roman »Im ersten Licht« von Norbert
Gstrein, erschienen im Hanser Verlag Gstrein spricht über seine
bewusste Entscheidung gegen eine sympathische Identifikationsfigur:
Adrian Reiter ist kein Held, kein Widerstandskämpfer, sondern ein
Mitläufer – einer, der sich chamäleonartig durch das 20.
Jahrhundert laviert. Gerade darin liegt für Gstrein die eigentliche
Herausforderung an die Lesenden: Wie schnell und wie billig
beantworten wir die Frage, was wir »damals« wohl getan hätten?
Positive Romanfiguren machen es uns leicht, moralisch korrekt zu
antworten. Aber so leicht will es Gstrein den Lesenden nicht
machen. Im Mittelpunkt des Romans stehen drei junge Männer, die in
den Kriegen des vergangenen Jahrhunderts gekämpft haben und denen
Adrian auf unterschiedliche Weise begegnen wird und die sein Leben
für immer verändern werden. Außerdem geht es im Gespräch um Norbert
Gstreins Arbeitsmethode – das lineare Schreiben, das Vertrauen in
frühe Setzungen, die sich später erfüllen, die Suche nach dem
richtigen Erzählton. Und warum wird im Roman bei jeder Jahreszahl
erwähnt, dass die Hauptfigur nur ein Jahr jünger als das
Jahrhundert ist? Hören Sie das vollständige Gespräch mit Norbert
Gstrein über seinen Roman »Im ersten Licht« im Podcast des
literaturcafe.de. Geführt wurde es am 19. März 2026 auf der
Leipziger Buchmesse Norbert Gstrein: Im ersten Licht. Gebundene
Ausgabe. 2026. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN/EAN:
9783446282971. 27,00 €
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