Christine Westermann über das Lesen, das Bücherempfehlen und das Literarische Quartett
vor 1 Woche
Christine Westermann ist für eine Lesung nach Oberdorf gekommen.
Ich treffe sie nach der Veranstaltung, um mit ihr für den Podcast
des literaturcafe.de über das Lesen, das Podcasten und das
Bücherempfehlen zu sprechen.
Podcast
Podcaster
Interviews, Tipps und akustische Eindrücke aus der Welt der Bücher und Hörbücher.
Beschreibung
vor 1 Woche
Und würde sie jetzt, wo es im Literarischen Quartett einen runden
Tisch gibt, noch einmal dorthin zurückkehren wollen? Lesen in der
ehemaligen Waffenfabrik Oberndorf, eine kleine Stadt im Neckartal
nahe Rottweil und überregional eher dadurch bekannt, dass hier
Rüstungsunternehmen wie Heckler & Koch und Mauser (jetzt
Rheinmetall) ihren Sitz haben. Mauser fertigte die Waffen früher im
sogenannten Schwedenbau. Das Backsteingebäude beherbergt heute ein
Waffen- und Heimatmuseum – und im obersten Stock die Oberndorfer
Stadtbücherei. Die lange Reihe an Deckenfenstern wirkt einladend
und hell. Früher sollten die Arbeiter bei möglichst gutem
Tageslicht die Waffenteile zusammenschrauben können. Heutzutage
wird hier bei gutem Licht gelesen. Der große Veranstaltungsraum
nebenan ist Ende April 2026 Schauplatz des zweiten Oberndorfer
Literaturfests, ausgerichtet und finanziert von der Marion &
Otto Biesenberger-Stiftung. Bisenberger war der Urenkel der Gründer
des Schwarzwälder Boten. Die traditionsreiche Heimatzeitung hat
ebenfalls noch ihren Sitz in Oberndorf, auch wenn sie schon längst
zur Medienholding Süd gehört. Christine Westermann beim zweiten
Oberndorfer Literaturfest Richard Rebmann, Verleger i. R. und
Vorsitzender der Stiftung, begrüßt am Eröffnungsabend. Der Saal ist
ausverkauft. Zumindest wäre er das wohl, wenn man Tickets hätte
kaufen müssen. Doch die Stiftung ist gut aufgestellt, da sie nach
Wunsch des Gründers nur Veranstaltungen in Oberndorf fördern darf.
Der Eintritt ist frei, selbst bei einem Stargast wie heute.
Christine Westermann ist aus Köln angereist. Sie werde, so schreibt
sie es selbst in ihrem Buch »Die Familien der anderen«, immer gerne
als »bekannt aus Funk und Fernsehen« vorgestellt. Tatsächlich
dürften sie wohl die meisten aus der Unterhaltungsshow »Zimmer
frei« mit Götz Alsmann kennen, obwohl es diese Sendung schon seit
10 Jahren nicht mehr gibt. Demnächst, so Westermann, wird es zur
Erinnerung und für die Fans ein Jubiläums-Special geben, das
bereits abgedreht sei. Buchmenschen kennen Christine Westermann aus
dem Literarischen Quartett, dessen Neuauflage sie von 2015 bis 2019
angehörte. Außerdem ist sie – neben Elke Heidenreich – die
Buchempfehlerin des WDR. Bekannt auf Funk, Fernsehen und – Podcast
Doch Christine Westermann, mittlerweile 77 Jahre alt, ist
neuerdings auch einem jüngeren buchbegeisterten Publikum bekannt,
denn zusammen mit ihrer 32-jährigen WDR-Kollegin Mona Ameziane ist
sie Gastgeberin im erfolgreichen Bücher-Podcast »Zwei Seiten«. Ich
habe mich mit Christine Westermann vor ihrem Auftritt verabredet
und ausreichend Zeit eingeplant. Doch dann kommt an diesem Abend
einiges anders. Christine Westermanns Auto zeigt eine kritische
Fehlermeldung. Sie muss umdrehen, das Fahrzeug wechseln. Sie wird
erst ein paar Minuten nach dem geplanten Lesungsbeginn im
Schwedenbau eintreffen. Ganz der Medienprofi sagt sie mir, dass wir
das Interview selbstverständlich nach ihrer Lesung führen werden.
Westermann liest aus »Die Familien der anderen«. Das Buch ist so
etwas wie ihre Autobiografie in Büchern. Der Abend verläuft gut,
das Publikum ist begeistert. Ich bin etwas unglücklich, denn ich
habe »Die Familien der anderen« natürlich gelesen. Einige meiner
Fragen beantwortet sie und beantworten sich schon während der
Lesung. Auch denn die Podcast-Hörer des literaturcafe.de dort nicht
dabei waren, ist es etwas unelegant, wenn ich die Fragen Christine
Westermann erneut stellen würde. Auch da würde sie sicherlich
Medienprofi genug sein und die Fragen nochmals beantworten, als
hätte sie sie noch nie gehört. Dennoch mag ich das nicht. Also muss
ich die Situation offensiv nutzen. Start mit der Fußballerfrage
Nachdem Christine Westermann signiert hat, kehren wir in den
großen, leeren und fast dunklen Veranstaltungssaal zurück.
Westermann gönnt sich nach der Lesung ein lokales Bier. Keine
Indiskretion meinerseits, dieses Ritual erwähnt sie selbst in ihrem
Buch.
Tisch gibt, noch einmal dorthin zurückkehren wollen? Lesen in der
ehemaligen Waffenfabrik Oberndorf, eine kleine Stadt im Neckartal
nahe Rottweil und überregional eher dadurch bekannt, dass hier
Rüstungsunternehmen wie Heckler & Koch und Mauser (jetzt
Rheinmetall) ihren Sitz haben. Mauser fertigte die Waffen früher im
sogenannten Schwedenbau. Das Backsteingebäude beherbergt heute ein
Waffen- und Heimatmuseum – und im obersten Stock die Oberndorfer
Stadtbücherei. Die lange Reihe an Deckenfenstern wirkt einladend
und hell. Früher sollten die Arbeiter bei möglichst gutem
Tageslicht die Waffenteile zusammenschrauben können. Heutzutage
wird hier bei gutem Licht gelesen. Der große Veranstaltungsraum
nebenan ist Ende April 2026 Schauplatz des zweiten Oberndorfer
Literaturfests, ausgerichtet und finanziert von der Marion &
Otto Biesenberger-Stiftung. Bisenberger war der Urenkel der Gründer
des Schwarzwälder Boten. Die traditionsreiche Heimatzeitung hat
ebenfalls noch ihren Sitz in Oberndorf, auch wenn sie schon längst
zur Medienholding Süd gehört. Christine Westermann beim zweiten
Oberndorfer Literaturfest Richard Rebmann, Verleger i. R. und
Vorsitzender der Stiftung, begrüßt am Eröffnungsabend. Der Saal ist
ausverkauft. Zumindest wäre er das wohl, wenn man Tickets hätte
kaufen müssen. Doch die Stiftung ist gut aufgestellt, da sie nach
Wunsch des Gründers nur Veranstaltungen in Oberndorf fördern darf.
Der Eintritt ist frei, selbst bei einem Stargast wie heute.
Christine Westermann ist aus Köln angereist. Sie werde, so schreibt
sie es selbst in ihrem Buch »Die Familien der anderen«, immer gerne
als »bekannt aus Funk und Fernsehen« vorgestellt. Tatsächlich
dürften sie wohl die meisten aus der Unterhaltungsshow »Zimmer
frei« mit Götz Alsmann kennen, obwohl es diese Sendung schon seit
10 Jahren nicht mehr gibt. Demnächst, so Westermann, wird es zur
Erinnerung und für die Fans ein Jubiläums-Special geben, das
bereits abgedreht sei. Buchmenschen kennen Christine Westermann aus
dem Literarischen Quartett, dessen Neuauflage sie von 2015 bis 2019
angehörte. Außerdem ist sie – neben Elke Heidenreich – die
Buchempfehlerin des WDR. Bekannt auf Funk, Fernsehen und – Podcast
Doch Christine Westermann, mittlerweile 77 Jahre alt, ist
neuerdings auch einem jüngeren buchbegeisterten Publikum bekannt,
denn zusammen mit ihrer 32-jährigen WDR-Kollegin Mona Ameziane ist
sie Gastgeberin im erfolgreichen Bücher-Podcast »Zwei Seiten«. Ich
habe mich mit Christine Westermann vor ihrem Auftritt verabredet
und ausreichend Zeit eingeplant. Doch dann kommt an diesem Abend
einiges anders. Christine Westermanns Auto zeigt eine kritische
Fehlermeldung. Sie muss umdrehen, das Fahrzeug wechseln. Sie wird
erst ein paar Minuten nach dem geplanten Lesungsbeginn im
Schwedenbau eintreffen. Ganz der Medienprofi sagt sie mir, dass wir
das Interview selbstverständlich nach ihrer Lesung führen werden.
Westermann liest aus »Die Familien der anderen«. Das Buch ist so
etwas wie ihre Autobiografie in Büchern. Der Abend verläuft gut,
das Publikum ist begeistert. Ich bin etwas unglücklich, denn ich
habe »Die Familien der anderen« natürlich gelesen. Einige meiner
Fragen beantwortet sie und beantworten sich schon während der
Lesung. Auch denn die Podcast-Hörer des literaturcafe.de dort nicht
dabei waren, ist es etwas unelegant, wenn ich die Fragen Christine
Westermann erneut stellen würde. Auch da würde sie sicherlich
Medienprofi genug sein und die Fragen nochmals beantworten, als
hätte sie sie noch nie gehört. Dennoch mag ich das nicht. Also muss
ich die Situation offensiv nutzen. Start mit der Fußballerfrage
Nachdem Christine Westermann signiert hat, kehren wir in den
großen, leeren und fast dunklen Veranstaltungssaal zurück.
Westermann gönnt sich nach der Lesung ein lokales Bier. Keine
Indiskretion meinerseits, dieses Ritual erwähnt sie selbst in ihrem
Buch.
Weitere Episoden
19 Minuten
vor 2 Monaten
27 Minuten
vor 2 Monaten
27 Minuten
vor 2 Monaten
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.