Folge 213 – Loch Lomonds neuer Platzhirsch?

Folge 213 – Loch Lomonds neuer Platzhirsch?

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Willkommen zur Folge 213! Wir lassen das Roggenfeld hinter uns
und widmen uns der schottischen Brennerei Loch Lomond, ihrem
großen Rebranding (der neue Platzhirsch im Regal?) und werfen
einen fast schon intellektuellen Blick auf die
Destillations-Technik. Christian erklärt uns den Unterschied
zwischen “Swan Neck” (Zauberhut) und “Straight Neck”
(Milchshake-Becher) Pot Stills, während Hendrik uns in die
Geheimnisse der “Reste-Rampe” alias reaktivierter Fässer
(Rejuvenated Casks) einweiht.


Im Glas haben wir zuerst den Loch Lomond Steam & Fire. Der
überrascht uns massiv! Statt schwerem Rauch liefert er ein
schottisches Frühlingserwachen mit einer extremen Zitrus-Frische,
die uns sofort an Bitter Lemon ohne Kohlensäure erinnert. Ein
echter “Drei-Wetter-Whisky” – der Gaumen hält!


Kandidat Nummer zwei ist der Loch Lomond 12 Jahre aus der
Core-Range. Trotz “perfectly balanced”-Versprechen und edlem
Platzhirsch-Etikett wird es hier wild: Die Assoziationen am Tisch
reichen von Holsteiner Brie über morsches Holz bis hin zu
feuchtem Rindenmulch. Das neu reaktivierte Holz hat hier
definitiv seine ganz eigenen Spuren hinterlassen.


Ob man Whiskyflaschen eigentlich als Buchstützen verwenden sollte
und ab wann man Tickets für Silvis Gläser-Konzert kaufen kann,
erfahrt ihr in dieser Folge!


Unsere Schotten im Glas

Loch Lomond Steam & Fire (46 %)

Loch Lomond 12 Jahre (46 %)







Loch Lomond Steam & Fire









Aroma









Süßes Frühlingserwachen

Frische Gräser und Kräuter

Duft nach Zitronenkuchen

Angenehme Vanillesüße










Geschmack









Starke, zuckrige Süße

Intensive Zitrus-Noten

Bitter Lemon ohne Kohlensäure

Sanfte, pfeffrige Schärfe










Abgang









Langanhaltend und frisch

Zartbittere Röstaromen spürbar

Warme Eichenwürze











Loch Lomond 12 Jahre









Aroma









Leichter Sherry-Muff

Anklänge von Holsteiner Brie

Schwer und erdig

Dezente Vanillesüße










Geschmack









Süßer, runder Antritt

Schwache Toffee-Noten

Dominantes, altes Holz

Eher wie Rindenmulch










Abgang









Holzig und schwer

Noten von morschem Holz

Sehr eigenwilliges Finish








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