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Beschreibung
vor 3 Tagen
"Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund Dein Lob verkünde" - so
beginnt bei uns im Konvent, wie in allen Klöstern weltweit, das
erste Gebet am Morgen. Und wir machen dabei mit dem Daumen der
rechten Hand ein Kreuz auf den Lippen. Zu Beginn meines
Ordenslebens habe ich diese Geste also gelernt und vollzogen. Je
länger ich aber im Kloster lebe, und das sind schon fast 45 Jahre,
desto mehr mache ich mir Gedanken über diesen Anfang jeden Tages.
Ich bitte Gott, mir die Lippen zu öffnen, damit ich überhaupt in
der Lage bin, SEIN Lob zu verkünden. Es ist also nicht nur
mein guter Wille, das jetzt zu tun, obwohl ich vielleicht müde oder
erkältet, oder wie ich im Moment allergisch auf Pollen bin, oder ob
ich vielleicht heute einfach keine Lust habe. Ich bitte Gott um
seine Hilfe, dass aus meinem Mund sein Lob verkündet werden kann.
Und ich denke immer mehr, dass es nicht nur für die 20 Minuten des
Morgenlobes gilt, sondern den ganzen Tag.Das heißt aber, dass ich
den ganzen Tag über das Lob Gottes verkünden kann. Nein, nicht den
ganzen Tag laut Gebete sprechen, sondern eher: den ganzen Tag lang,
alles was ich sage, zum Lob Gottes machen. Bei der Plauderei
beim Essen, am Telefon, beim Mailen und bei Haustürgesprächen, beim
Einkaufen und bei allem, was ich übern Tag tue.Wenn alles was ich
sage, singe und tue, dazu dienen kann, das Lob Gottes zu verkünden,
dann geht manches Dumme, Leichtfertige, Gehässige, Sinnlose
vielleicht doch nicht mehr so leicht über meine Lippen. Und
wenn ich daran denken kann, dass ich Gott gebeten habe, meine
Lippen zum Lob zu öffnen, dann schließen ich meine Lippen
vielleicht auch öfter mal, wenn das, was da raus will, nicht gerade
seinem Lob dient. Bei Politikern und anderen Menschen
öffentlichen Lebens merken wir ziemlich schnell, was für krudes
Zeug sie von sich geben und wie böse und gemein und unklug vieles
davon ist. Bei mir selbst merken ich es meist auch erst, wenn
es raus ist und ich selbst erschrocken bin über Wortwahl und
Inhalt.Es ist also ein guter Gedanke, für mich und Dich, dieses
morgendliche: "Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund DEIN
Lob verkünde."
beginnt bei uns im Konvent, wie in allen Klöstern weltweit, das
erste Gebet am Morgen. Und wir machen dabei mit dem Daumen der
rechten Hand ein Kreuz auf den Lippen. Zu Beginn meines
Ordenslebens habe ich diese Geste also gelernt und vollzogen. Je
länger ich aber im Kloster lebe, und das sind schon fast 45 Jahre,
desto mehr mache ich mir Gedanken über diesen Anfang jeden Tages.
Ich bitte Gott, mir die Lippen zu öffnen, damit ich überhaupt in
der Lage bin, SEIN Lob zu verkünden. Es ist also nicht nur
mein guter Wille, das jetzt zu tun, obwohl ich vielleicht müde oder
erkältet, oder wie ich im Moment allergisch auf Pollen bin, oder ob
ich vielleicht heute einfach keine Lust habe. Ich bitte Gott um
seine Hilfe, dass aus meinem Mund sein Lob verkündet werden kann.
Und ich denke immer mehr, dass es nicht nur für die 20 Minuten des
Morgenlobes gilt, sondern den ganzen Tag.Das heißt aber, dass ich
den ganzen Tag über das Lob Gottes verkünden kann. Nein, nicht den
ganzen Tag laut Gebete sprechen, sondern eher: den ganzen Tag lang,
alles was ich sage, zum Lob Gottes machen. Bei der Plauderei
beim Essen, am Telefon, beim Mailen und bei Haustürgesprächen, beim
Einkaufen und bei allem, was ich übern Tag tue.Wenn alles was ich
sage, singe und tue, dazu dienen kann, das Lob Gottes zu verkünden,
dann geht manches Dumme, Leichtfertige, Gehässige, Sinnlose
vielleicht doch nicht mehr so leicht über meine Lippen. Und
wenn ich daran denken kann, dass ich Gott gebeten habe, meine
Lippen zum Lob zu öffnen, dann schließen ich meine Lippen
vielleicht auch öfter mal, wenn das, was da raus will, nicht gerade
seinem Lob dient. Bei Politikern und anderen Menschen
öffentlichen Lebens merken wir ziemlich schnell, was für krudes
Zeug sie von sich geben und wie böse und gemein und unklug vieles
davon ist. Bei mir selbst merken ich es meist auch erst, wenn
es raus ist und ich selbst erschrocken bin über Wortwahl und
Inhalt.Es ist also ein guter Gedanke, für mich und Dich, dieses
morgendliche: "Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund DEIN
Lob verkünde."
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