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Beschreibung
vor 3 Wochen
Seit Sonntagabend sind hier bei uns im Olper Mutterhaus 16
Schwestern mit einem Exerzitienbegleiter in ihren
Jahresexerzitien. Es sind Schwestern aus verschiedenen
Konventen unserer Gemeinschaft, aber auch aus anderen, sehr
verschiedenen Ordensgemeinschaften. Und eine Schwester, die am
Samstag ihr 65. Ordensjubiläum feiern wird, ist also in die
Ordensgemeinschaft eingetreten, als ich selbst 2 Jahre alt war.
Wow, dachte ich, dass ist ja unglaublich. 65 Jahre gelebtes
Ordensleben im Dienst vor Gott und für die Menschen. Und man könnte
doch jetzt denken: Warum muss sie noch Exerzitien, also Übungen im
Glaubensleben machen, wenn sie das schon so lange tut? Diese Frage
ist dieselbe, die als Frage an Eheleute geht, die seit vielen
Jahrzehnten zusammen als Glaubende leben. Sie würden dieselbe
Antworte geben: Wir konnten es so lange schaffen, weil wir jeden
Tag neu geübt haben. Sich darin geübt, also exerziert darin,
miteinander zu glauben, zu hoffen und zu lieben und das Leben mit
allen Höhen und Tiefen miteinander zu teilen. Und das Thema
dieser Exerzitien ist noch dazu sehr besonders: „Menschen des Weges
– mit Wurzeln und Flügeln“. Wir werden in diesen Tagen viele
biblische Geschichten anschauen und neu lesen. Geschichten, die
immer Bewegungs- und Begegnungsgeschichten sind: mit sich selbst,
mit Mitmenschen, mit Jesus Christus und mit Gott. Ganz am
Anfang des Kurses war ein Foto zu sehen mit einer Figur, die nur
bis zur Brusthöhe dargestellt war. Auf mich wirkte das sehr
energisch schauend, ein Ziel anvisierend und einen Stab zur Hand
nehmend. Das komplette Bild aber zeigte einen Heiligen, der mit
großen Schritten losläuft. Das zeigt es, glaube ich ganz gut: Ich
kann, wenn ich fest verwurzelt im Leben und Glauben bin, ganz neue
Ziele ins Auge fassen und dann, wie beflügelt, loslegen und mich
auf den Weg machen, um mein Ziel, meine Idee, meine Vision zu
erreichen.Und in jedem Leben stellt sich dann ja die Frage nach
dem, wo ich mich verwurzelt fühle, wo ich quasi geerdet bin, und
meine Kraft herbekomme. Und dann als zweites natürlich auch, was
und wer verleiht mir Flügel, beflügelt mich um neue Wege zu schauen
und auch zu beginnen. Das könnten zwei gute Fragen für Dich
und mich heute sein: nach meinen Wurzeln und nach meinen Flügeln.
Schwestern mit einem Exerzitienbegleiter in ihren
Jahresexerzitien. Es sind Schwestern aus verschiedenen
Konventen unserer Gemeinschaft, aber auch aus anderen, sehr
verschiedenen Ordensgemeinschaften. Und eine Schwester, die am
Samstag ihr 65. Ordensjubiläum feiern wird, ist also in die
Ordensgemeinschaft eingetreten, als ich selbst 2 Jahre alt war.
Wow, dachte ich, dass ist ja unglaublich. 65 Jahre gelebtes
Ordensleben im Dienst vor Gott und für die Menschen. Und man könnte
doch jetzt denken: Warum muss sie noch Exerzitien, also Übungen im
Glaubensleben machen, wenn sie das schon so lange tut? Diese Frage
ist dieselbe, die als Frage an Eheleute geht, die seit vielen
Jahrzehnten zusammen als Glaubende leben. Sie würden dieselbe
Antworte geben: Wir konnten es so lange schaffen, weil wir jeden
Tag neu geübt haben. Sich darin geübt, also exerziert darin,
miteinander zu glauben, zu hoffen und zu lieben und das Leben mit
allen Höhen und Tiefen miteinander zu teilen. Und das Thema
dieser Exerzitien ist noch dazu sehr besonders: „Menschen des Weges
– mit Wurzeln und Flügeln“. Wir werden in diesen Tagen viele
biblische Geschichten anschauen und neu lesen. Geschichten, die
immer Bewegungs- und Begegnungsgeschichten sind: mit sich selbst,
mit Mitmenschen, mit Jesus Christus und mit Gott. Ganz am
Anfang des Kurses war ein Foto zu sehen mit einer Figur, die nur
bis zur Brusthöhe dargestellt war. Auf mich wirkte das sehr
energisch schauend, ein Ziel anvisierend und einen Stab zur Hand
nehmend. Das komplette Bild aber zeigte einen Heiligen, der mit
großen Schritten losläuft. Das zeigt es, glaube ich ganz gut: Ich
kann, wenn ich fest verwurzelt im Leben und Glauben bin, ganz neue
Ziele ins Auge fassen und dann, wie beflügelt, loslegen und mich
auf den Weg machen, um mein Ziel, meine Idee, meine Vision zu
erreichen.Und in jedem Leben stellt sich dann ja die Frage nach
dem, wo ich mich verwurzelt fühle, wo ich quasi geerdet bin, und
meine Kraft herbekomme. Und dann als zweites natürlich auch, was
und wer verleiht mir Flügel, beflügelt mich um neue Wege zu schauen
und auch zu beginnen. Das könnten zwei gute Fragen für Dich
und mich heute sein: nach meinen Wurzeln und nach meinen Flügeln.
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