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Behind Wonderbears mit Founderinnen Anke & Sophia Schneiderhan: Made in Germany statt China

Behind Wonderbears mit Founderinnen Anke & Sophia Schneiderhan: Made in Germany statt China

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Max trifft zum ersten Mal ein Mutter-Tochter-Gründer-Duo. Sophia
und Anke Schneiderhan aus München haben Wonder Bears gegründet,
Supplements in Gummibärchenform. Anke war 25 Jahre
Physiotherapeutin mit zwei Praxen in München und wollte etwas
anderes machen, als Sophia ihr Studium beendet hatte. Die beiden
fahren regelmäßig nach New York und suchen nach Trends.

Sophia hat BWL in London studiert, gemodelt, war in Mailand und
lebte eineinhalb Jahre in New York. Dort hat sie den
Start-up-Spirit eingeatmet, Freundeskreis im Tech- und
FinTech-Bereich, Blockchain-Praktika bei einem Venture Capital
Fonds. Nach Berlin und London-Abschluss stand sie vor der Frage:
Wohin mit mir? Mama hatte ein Unternehmen gegründet und sie
beschlossen, das zusammen zu machen.

Anke hatte schon immer eine Leidenschaft für Supplements und hat
mit Patienten oft über lästiges Tabletten schlucken gesprochen.
Ihre Idee: Supplements bequem anbieten, süße Bärchen mit fünf
Kalorien, Stevia gesüßt. Der medizinische Hintergrund zieht sich
durch – beide Eltern aus der Medizin, immer auf Bio und beste
Qualität geachtet. Sophia findet es richtig, kein klassisches
medizinisches Produkt wie Kapseln zu machen, sondern das moderne
amerikanische Denken aufzubrechen und etwas zu machen, was Spaß
macht und trotzdem qualitativ höchstes Niveau ist.

Das Konzept ist, das Gehirn auszutricksen. Tabletten sind
medizintechnisch und nicht attraktiv, Gummibärchen sind ein
Fun-Produkt mit Belohnungscharakter. Max findet das den richtigen
Weg: Das Leben lebenswert machen, dem Körper etwas Gutes tun und
sich dabei belohnen. Sophia ist mit Reismilch und Mandelmilch
aufgewachsen. Anke war nie die öko-angehauchte Mutter, sondern
realistisch vorwärts schauend mit dem Wissen, was Böden heute
noch können. Diese Awareness hat sie seit 25 Jahren.

Der Weg war judgey und kontrovers, vor allem früher bei wenig
Forschung zu alternativen Milchsorten. Sie unterstützen mit Ocean
Lover die Kinderhilfsorganisation von Jork Horvist am Starnberger
See und achten auf grüne Verpackungen. Sie wollten von Anfang an
viel zurückgeben.

Sie sind den schwierigsten Weg gegangen, kostenintensiv und
painful für ein Startup. Komplett bootstrapped. Die erste
Marketingagentur riet: In China produzieren. Anke ist
rausgegangen und hat den Kopf geschüttelt. Sie haben erst
überlegt, vielleicht doch Kapseln, weil sie viel Schrott probiert
haben. Aber sie blieben bei der Vision: Made in Germany durch und
durch.

Gestartet mit drei Produkten: Biotin H, Hyaluron Skin,
Ashwagandha Chill. Vor zwei Wochen vier weitere: Burn mit Apple
Cider Vinegar, Matcha, Immune für Erwachsene und Kids. Sieben
Produkte, Pouches kommen noch. Wichtiges Learning beim Packaging:
Am Anfang zu weiblich. Mit neuem Label jetzt Unisex, denn was
eine Frau braucht, braucht auch ein Mann.

Einen Produzenten finden war extrem schwierig. Vier Monate
Rappel. Auf Messen gesucht, schließlich einen Generationsbetrieb
in Schwaben gefunden: Ich habe Lust auf euch und will euch
fördern. Vegan war höchstes Gut, Pektin statt Gelatine, meistens
zuckerfrei, keine Farbstoffe, keine Chemie.

Erst Notartermin, dann Forschung. Gerade Launch 2.0 mit Redesign.
Man wächst mit Marke und Idee. Ziel ist Niche Beauty bei Douglas
und Biomärkte. Die Zusammenarbeit zwischen Mutter und Tochter ist
außerordentlich schön. Anke hat Sophia auf jedem Weg begleitet.

Ankes Mantra: Jeden Tag selbst in der Hand. Morgens den Tag neu
betrachten, Ballast abschmeißen oder sich reinsteigern. Sophias
Devise: Es kommt, wie es kommen soll. In Annahme gehen: Warum
findet mich das jetzt? Die Aufgabe annehmen und weitergehen.

Key Learnings:

• Mutter-Tochter-Duo: Transgenerationales Know-how

• Gehirn austricksen: Belohnungscharakter statt Tabletten

• Made in Germany: Schwierigster Weg ist richtiger Weg

• Bootstrapped statt China: Qualität vor Kostenersparnis

• Vegan, zuckerfrei, Stevia: Keine Kompromisse

• Pivots normal: Umsetzung anders als Idee

• Dream Big: Niche Beauty, Biomärkte, Hotels

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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