Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
Der Gründonnerstag, den wir heute begehen, hat eine sehr eigene
Weitergabe des Glaubens, die oft nicht mehr vollzogen, sondern nur
noch vorgelesen wird. Jesus feiert mit seinen Freunden das
Pessachmahl und wäscht davor seinen Jüngern die Füße. Und das,
was dabei bis heute überliefert wird, sind seine eindrücklichen
Mahnungen: „Ihr nennt mich Meister, und das bin ich. Und wenn ich,
euer Herr und Meister euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr
einander die Füße waschen“ Der kaum überhörbare Aufruf zur
Nächstenliebe und zum Dienst an den Mitmenschen, zu seinem
Andenken, ist die eine Seite dieses Geschehens. Aber es gibt
eine zweite, eine sehr mystische Seite. Petrus, der Macher, der
Fels, der die große Klappe hat und auf den Putz haut, der soll sich
die Füße waschen lassen? Niemals. Er kann es nicht ertragen und
nicht die Ohnmacht aushalten, hier nichts tun zu können. Und er
beginnt mit Jesus zu streiten und sich aufzuregen: „Nicht Du
solltest mir die Füße waschen, sondern ich sollte das tun“ und
selbst als Jesus einwendet, er solle es geschehen lassen, auch wenn
er es jetzt nicht verstehen würde, selbst da geht das Gezeter
weiter und er fordert dann, dann nicht nur die Füße, sondern auch
die Hände und den Kopf bitte. Mir und vielen von uns kommt das
glaube ich schon bekannt vor. Wir selbst wollen Herr der Lage sein.
Wir wollen das Geschehen im Griff haben und sehr genau wissen, wie,
was, wann, wohin steuert. Und es macht nervös und unruhig und wir
sind unsicher und erschrocken, wenn alles, was wir sorgfältig
bisher selbst regeln konnten und den Fortgang im Blick hatten, wenn
plötzlich nichts mehr geht. Da kann eine Krankheit sein, ein
Unfall, ein familiärer Schicksalsschlag oder das sichtlich älter
werden. Viele können nicht aushalten, jetzt Hilfe annehmen zu
müssen, jetzt nicht mehr alles selbst zu können. Aber wenn ich
diesen Jesus richtig verstehe, bedeutet es eben auch beides: den
Dienst am Nächsten nicht zu vergessen, aber auch, Hilfe zu erbitten
und mir dienen zu lassen, Schwäche, Alter, Krankheit anzunehmen und
aus den Händen geben zu können, was ich bisher fest im Griff hatte.
Auch das bedeutet: tut dies zu meinem Gedächtnis.
Weitergabe des Glaubens, die oft nicht mehr vollzogen, sondern nur
noch vorgelesen wird. Jesus feiert mit seinen Freunden das
Pessachmahl und wäscht davor seinen Jüngern die Füße. Und das,
was dabei bis heute überliefert wird, sind seine eindrücklichen
Mahnungen: „Ihr nennt mich Meister, und das bin ich. Und wenn ich,
euer Herr und Meister euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr
einander die Füße waschen“ Der kaum überhörbare Aufruf zur
Nächstenliebe und zum Dienst an den Mitmenschen, zu seinem
Andenken, ist die eine Seite dieses Geschehens. Aber es gibt
eine zweite, eine sehr mystische Seite. Petrus, der Macher, der
Fels, der die große Klappe hat und auf den Putz haut, der soll sich
die Füße waschen lassen? Niemals. Er kann es nicht ertragen und
nicht die Ohnmacht aushalten, hier nichts tun zu können. Und er
beginnt mit Jesus zu streiten und sich aufzuregen: „Nicht Du
solltest mir die Füße waschen, sondern ich sollte das tun“ und
selbst als Jesus einwendet, er solle es geschehen lassen, auch wenn
er es jetzt nicht verstehen würde, selbst da geht das Gezeter
weiter und er fordert dann, dann nicht nur die Füße, sondern auch
die Hände und den Kopf bitte. Mir und vielen von uns kommt das
glaube ich schon bekannt vor. Wir selbst wollen Herr der Lage sein.
Wir wollen das Geschehen im Griff haben und sehr genau wissen, wie,
was, wann, wohin steuert. Und es macht nervös und unruhig und wir
sind unsicher und erschrocken, wenn alles, was wir sorgfältig
bisher selbst regeln konnten und den Fortgang im Blick hatten, wenn
plötzlich nichts mehr geht. Da kann eine Krankheit sein, ein
Unfall, ein familiärer Schicksalsschlag oder das sichtlich älter
werden. Viele können nicht aushalten, jetzt Hilfe annehmen zu
müssen, jetzt nicht mehr alles selbst zu können. Aber wenn ich
diesen Jesus richtig verstehe, bedeutet es eben auch beides: den
Dienst am Nächsten nicht zu vergessen, aber auch, Hilfe zu erbitten
und mir dienen zu lassen, Schwäche, Alter, Krankheit anzunehmen und
aus den Händen geben zu können, was ich bisher fest im Griff hatte.
Auch das bedeutet: tut dies zu meinem Gedächtnis.
Weitere Episoden
4 Minuten
vor 1 Tag
4 Minuten
vor 1 Tag
4 Minuten
vor 2 Tagen
5 Minuten
vor 3 Tagen
5 Minuten
vor 4 Tagen
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.