Clusterfuck Wohnungspolitik

Clusterfuck Wohnungspolitik

vor 3 Tagen
23 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Tagen

Jedes Jahr gibt der Staat rund 30 Milliarden Euro für Wohnen aus
und trotzdem wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung
zu finden. Wie passt das zusammen?


Darüber spricht Philippa Sigl-Glöckner mit Sara Schulte.
Gemeinsam klären sie, wie die deutsche Wohnungspolitik heute
funktioniert, warum ein Großteil der Mittel gar nicht in neuen
Wohnraum fließt und wie politische Entscheidungen der 2000er
Jahre die aktuelle Lage geprägt haben.


Das Wichtigste:


Rund 80 Prozent der staatlichen Ausgaben fließen in die
Subjektförderung – also in Wohngeld und die Übernahme von Mieten.
Nur 20 Prozent bleiben für die Objektförderung, welche Bau,
Erwerb und Modernisierung von Wohnraum unterstützt.

Bis Anfang der 2000er Jahre war das Verhältnis von Subjekt-
und Objektförderung noch umgekehrt. Seitdem wurde der soziale
Wohnungsbau stark zurückgefahren, während die Hartz-Reformen mit
den Kosten der Unterkunft ein neues Instrument der
Subjektförderung schufen.

Wenn der Staat Wohnkosten übernimmt, treibt das die Mieten
weiter nach oben – besonders in ohnehin angespannten
Wohnungsmärkten. So fördert man sich in eine wohnpolitische
Zwickmühle.

Eine Reduktion der Subjektförderung ist nicht ohne Weiteres
möglich. Echte Entlastung lässt sich nur langfristig erreichen:
Es braucht höhere Investitionen in den Wohnungsbau, auch wenn das
kurzfristig zusätzliche Mittel erfordert.



Zum Nachlesen:


Hier der erwähnte Artikel der Zeit über die Studie


Studie des Dezernat Zukunft „Eine kurze Fiskalgeschichte der
deutschen Wohnungspolitik“


Der Bundeshaushaltsmonitor des Dezernat Zukunft

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