Inflationsschock durch Iran-Krieg?

Inflationsschock durch Iran-Krieg?

30 Minuten

Beschreibung

vor 4 Tagen

Droht der Welt die nächste Energiekrise? Nach dem US-Angriff auf
den Iran ist die Straße von Hormus – eine der wichtigsten
Handelsrouten für Öl und Flüssiggas – faktisch geschlossen.
Tanker fahren kaum noch durch die Meerenge, weil Versicherer den
Schutz für Schiffe ausgesetzt haben. Gleichzeitig hat der Iran
eine zentrale LNG-Anlage in Katar getroffen.


Philippa Sigl-Glöckner spricht mit Janek Steitz darüber, was
diese Eskalation für die globalen Energiemärkte bedeutet – und
wann auch in Deutschland die Preise steigen.


Das Wichtigste:


Da die globalen LNG-Märkte kaum Überkapazitäten haben, ist
der Gaspreis deutlich empfindlicher: Er stieg in der letzten
Woche um etwa 50 Prozent, während der Ölpreis um etwa 20 Prozent
zulegte.

Besonders betroffen ist Asien, das den Großteil des LNG aus
der Golfregion importiert. Jetzt entsteht ein globales Wettbieten
um alternative Gaslieferungen.

Deutschlands Gasspeicher sind aktuell nur zu 20 Prozent
gefüllt. Dass das Gas kurzfristig knapp wird, ist dennoch
unwahrscheinlich – nicht zuletzt aufgrund des milden Wetters.

Infolge der Energiekrise könnte vieles teurer werden: Je nach
Dauer des Krieges droht dem Euro-Raum ein Inflationsschock von
bis zu 2 Prozentpunkten.



Zum Nachlesen:


Studie des Dezernat Zukunft „Europe’s Trump Cards“


Geldbrief des Dezernat Zukunft „US-Iran-Krieg– Inflationsschock
in der EU von 2 Prozentpunkten möglich“


Faktenblatt zur Straße von Hormus der IEA


Guardian-Artikel über die Schiffsversicherer


Artikel von History Today „The First Tanker War with Iran”


Übersicht Gasspeicher


Die in der Folge erwähnte Schriftliche Anfrage an die
Bundesregierung

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